Meningitiswelle in den USA weitet sich aus

8. Oktober 2012, 18:40
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Bis zu 30.000 Betroffene vermutet

Washington - Die Zahl der Hirnhauterkrankungen durch ein mit Pilzen verseuchtes Medikament hat sich in den USA weiter ausgeweitet. Die US-Gesundheitsbehörde CDC (Centers for Disease Control and Prevention) in Atlanta berichtete am Montag von 91 Erkrankten - 27 mehr als noch einen Tag zuvor. Zu den sieben Todesfällen seien aber keine weiteren hinzugekommen. Unterdessen suchen Experten nach Patienten, die das verunreinigte Schmerzmittel erhalten haben könnten. Mehr als 30. 000 Menschen könnten betroffen sein.

Das Präparat, das in den Rücken gespritzt wird, ist laut CDC in 23 der 50 US-Bundesstaaten geliefert worden. Insgesamt hätten 76 medizinische Einrichtungen das Medikament erhalten. Bislang beschränken sich die Fälle auf neun Bundesstaaten. Vor allem die Südstaaten und hier besonders Tennessee sind betroffen. Diese Form der Meningitis ist nicht ansteckend.

Symptome scheinen zunächst harmlos

Ärzte suchen nun nach weiteren Patienten, die die verunreinigte Arznei erhalten haben könnten. Schon seit 1. Juli sei diese im Umlauf gewesen, meldete CNN. Die Symptome scheinen zuerst fast harmlos: Die Patienten fühlen sich schwach und haben Kopfschmerzen und Fieber. Hinzu kommen dann aber Schwindelgefühl und Lähmungserscheinungen - fast wie bei einem leichten Schlaganfall. Weil die Symptome mitunter erst vier Wochen nach der Ansteckung auftreten, wird die Erkrankung nicht leicht erkannt.

Die meisten der betroffenen Staaten verzeichnen nur eine Handvoll Fälle. In Virginia sind es aber gleich 18 und in Tennessee sogar 32. Die Toten kommen aus Tennessee (3), Michigan (2), Maryland (1) und Virginia (1). (APA, 8.10.2012)

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