Parkpickerl in Wien: Twitter, Tod und der grüne Teufel

8. Oktober 2012, 18:50
  • Ein Stück Plastik mit Konfliktpotenzial: Das Parkpickerl.
    foto: apa/fohringer

    Ein Stück Plastik mit Konfliktpotenzial: Das Parkpickerl.

Social Media plus Parkraumbewirtschaftung ergibt: Jede Menge verbale Entgleisungen

Wien - Geht es um das heilige Auto, scheinen viele die "Netiquette" - also das gute Benehmen im Netz - über Bord zu werfen.

Bereits im Vorfeld der Parkpickerlausweitung wurde auf diversen Social Media Kanälen kampagnisiert. Seit der Umsetzung Anfang Oktober gehen die Wogen richtig hoch: Am Wochenende wünschte der schwarze Währinger Bezirksrat Peter Zauner der grünen Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou via Twitter nichts Gutes mit seinem Anliegen, sie möge sich "hoffentlich bald totlachen".

Die Parteispitze rügte ihn für die Wortwahl, aber es ist mit seiner Verbalattacke nicht allein: Der grüne Gemeinderat Klaus Werner-Lobo twitterte, wie sehr er sich freue, "dass es die bezirke die kein parkpickerl wollten jetzt reinsch...".

Gefecht auf Facebook

Auf Facebook liefern sich Befürworter und Gegner des Pickerls ein wahres Gefecht. Eine Gruppe namens "One way ticket für Maria Vassila Kuh" will die Stadträtin umgehend nach Griechenland schicken, dem schließt sich der Autohändler Walter Spatny an. Sein offener Brief auf Vassilakous Seite hat mittlerweile rund 5700 Fans gefunden.

Auf der Seite "Pro Parkpickerl Wien" jubeln die rund 860 Fans über freigewordene Parkplätze. Auf "Parkpickerl in Außenbezirken - nein danke" - eine VP-Kreation mit rund 2100 Followern - berichtet ein User von mutwillig zerkratzten Autos im parkpickerlfreien Bereich von Ottakring. Die Stadt soll aus seinen Augen für den Schaden aufkommen.

Der Währinger Bezirksvorsteher Karl Homole (VP) postet auf seiner Seite Dankesbriefe von Bürgern, dass es im Bezirk kein Parkpickerl gibt. Ein Anrainer, der jetzt seine Runden drehen muss, quittiert dessen Eigenwerbung mit der Tatsache, dass ein Pickerl um 15 Euro im Monat immer noch billiger sei als der Garagenplatz, den Homole offeriert hat. (juh/sufe, DER STANDARD, 9.10.2012)

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ein facebook-link fehlt:

Bürgerinitiative Währing http://www.facebook.com/groups/Waehring/

Was ist schlimmer als eine Verkehrsstadträtin?

2 Verkehrsstadträtinnen und dann noch von SPÖ und Grünen.

Ulli Sima und Vassilakou und der Untergang beginnt.

bitte nicht so viele argumente anführen, es ist sonst verwirrend.

Argumente haben die 2 Damen selst genug geliefert

Oder soll ich Ihnen die Schandtaten aufzählen?

So nebenbei

Auch wenn man sich eine Garage leisten kann, ist es kein Grund jemandem der in einer dieser Bezirke wohnt kein Parkpickerl zu geben, bereits da wird das Gleichheitsprinzip durch den Dreck gezogen.

Ich habe ein Auto und bereits zuvor keine Parkplätze vor meiner Strasse/Gasse belegt. Nett oder?

Der Dank dafür, wenn ich mal das Auto zum Einkaufen benötige, darf ich dafür auch noch zahlen?

und das ist nur ein kleiner Teil dieser Schnapsidee, wir zahlen um dort zu stehen wofür wir zahlen um es bauen und instand halten lassen.

Grün, zu sehr ....

falsche Diskussion

NÖ gegen Wien ...
Wien gegen NÖ Nein ...
wir sind nicht 9 Bundes Staaten ...
Eine Bundes Regierung hätte längst in einem
General Verkehrsplan für Auto Begrenzung, Verlagerung von Auto Verkehr, auf Öffentlichen Verkehr sorgen müssen ...
Karlsruher Modell, Tram Train im 2 bis 15 Min. Takt
150 Km Einzugs Bereich Wien
General Abo ist im Regierungs Abkommen versprochen ...
Die Bundes Regierung ist Schuld,
der eine EU wichtiger
als die Kordination der 9 Bundesländer Mobilität.
ÖBB Milliarden Steuergeld Bau Firma, Spekulanten
Holding Manager, nur noch Mobilitäts Armut
öffentlicher Verkehr Jährlich 10% weniger ...
Auto müssen, 100 Milliarden Euro zahlen müssen
für NICHTS
http://www.mikesdesign.at/index3.htm
Railjet Boykott

In Krems verlor Bgm Rinke (VP), die vor kurzem kostenpflichtige Kurzparkzonen eingeführt hat, den Bürgermeistersessel. Die Parkraumbewirtschaftung wird als ausschlaggebend für den Wahlverlust gesehen.

Naja, das grüne Experiment in Wien wird auch bald Geschichte sein.

oh und wieso gibts dann grüne bezirksvorsteher im 7ten und keine schwarz blauen mehrheiten in allen bisherigen bezirken?

Jedenfalls eine nachhaltig friedenstiftende Aktion der grünen....

...alle Menschen sind nett zueinander, der Verkehr durch die parkplatzsucher vernachlässigbar, die Grünzonen der Stadt fast autofrei, alle gut drauf und danken Frau vassilakou für ihre tolle Lokalpolitik.

als ob sich die wiener untereinander bzw. gegenüber "den bauern" je gut leiden konnten. man kann den grünen ja dies und das vorwerfen (obs nun stimmt oder nicht, ist eine andere frage) aber eines bestimmt nicht: die wiener gegeneinander aufgebracht zu haben.

Wien die lebenswerte Stadt!

Ein Blick in die Zukunft - Wien 2020:

Die regierende Partei Grün/Rot weitet die Parkzone auf das gesamte Stadtgebiet aus!
Ganz Wien? Sogar in Floridsdorf wird parken bis zu den Stadtgrenzen kostenpflichtig.
Eine kleine Gruppe von "Parkflüchtlingen" lassen sich nicht unterwerfen und parken täglich mit gefälschten Kennzeichen und gefälschten Parkpikerln. Sie bestehen auf Ihr Recht auf kostenlose Parkplätze. Schließlich liegt der Benzin Preis bereits bei 3,5€ pro Liter!
Zukunftsvisionen? Dieses Szenario wird so oder so irgendwann eintreten.
Das ist eben die EU und alle Mitgliedstaaten, ein Zirkus der Geldverschwendung. Transferieren wir ruhig weiterhin 100 Milliarden im Quartal Richtung Griechenland und schröpfen die eigenen Bürger ab!

Und was können die Griechen dafür, dass Sie nicht

... in der Lage sind, entweder einen Parkplatz zu finden, oder - noch besser - auf Öffis umzusteigen? Ausserdem schmeissen´s mit völlig falschen Zahlen um sich, sodass Ihr Nick, zumindest der zweite Teil, vollinhaltlich zutrifft.

Ergänzung zu Wien 2020

eine gebrauchte 45m2 2-Zimmerwohnung ist unter 1,2Mio EUR nicht mehr zu bekommen. Die neu eingeführte Vermögenssteuer für "Superreiche" mit 1 Mio Freibetrag lässt die Steuereinnahmen sprudeln, werden doch die Eigentumswohnungen zu den Verkehrswerten bemessen.
Damit die U-Bahnen und Strassenbahnen die Passagiermassen überhaupt bewältigen wurden schon 2017 alle Sitze entfernt und in den Stationen eigene Hilfskräfte positioniert, welche den Passagieren wie in Japan oder China beim Einsteigen "behilflich" sind.

"Erst wenn der letzte Parkplatz kostenpflichtig,
der letzte Meter Radweg erschlossen,
das letzte Grätzel per U-Bahn erreichbar
und Tanken 5 Euro pro Liter kostet,
werdet ihr feststellen, dass es ohne Auto auch geht."

Weissagung der grünen Plattfußindianer

Team Stronach wartet schon

denn, so plakativ wie Sie hier ein Zukunftsszenario aufzeichnen, sind Sie wahrscheinlich bei Stronach gut aufgehoben - nur eine von vielen Möglichkeiten.

PS/ Es gibt kein Recht auf kostenlose Parkplätze, nirgends auf diesem Planeten.
Mit Ihrer Vermutung, dass die gebührenpflichtige Parkzone auf das gesamte Stadtgebiet ausgedehnt werden wird, haben Sie wahrscheinlich recht - das ist auch die einzig faire Lösung. Es gibt im Gegenzug keine Lösung, die allen gerecht wird.

Das Traurige ist die Bedeutsamkeit, die das Auto im ärmlichen Leben sonst absolut Leerer und Seichter einnimmt.
DAS ist daswirkliche soziale Problem - nicht der Parkplatz.

Nehmen Sie Drogen?

Schon enmal,daran gedacht, dass ein Auto wirklich hilfreich und zeitsparend sein kann? Meine Tschesn lecke ich nicht jeden Tag ab, bin aber dankbar, dass sie mich und meine Einkäufe transportiert und mir damit Zeit erspart, die ich mit Familie und Freunden verbringen kann!

Eine Währinger-Bürgerinitative gibts jetzt ebenfalls:

http://www.facebook.com/groups/Waehring/

Da geht es "etwas" gesitterter zu, aber polemisiert wird,NoNa, auch dort.
Am "besten" finde ich den Herren, der meint dass Rot/Grün Wähler jetzt "bestraft" werden...lol.

eine der vielen grünen Facebook-Gruppen

... die Währinger täten gut daran, nicht von einer kurzsichtigen Forderung zur Nächsten zu tappen. Warum sollen 50-70.000 Wiener die jetzt wieder einen Parkplatz finden, wegen 500 Währingern, das Parkpickerl wieder hergeben? Wäre es nicht g'scheiter auch in Währing das Parkpickerl einzufordern und zusätzlich in den Grenzgebieten eine Zone mit längerer max. Parkdauer einzurichten, so wie es eigentlich internationaler Standard ist?

..und wer kontrolliert

diese Maximalparkdauer, wenn sie nicht einmal in den Inenbezirken ernst genommen wird, vorausgesetzt, die Parkgebühr wurde entrichtet? Da stehen Wien-fremde PKW den ganzen Tag, die Parkscheine liegen nebeneinander aufgefädelt hinter der Windschutzscheibe und kein Schwanz kümmert sich darum. Hauptsache es wurde bezahlt. Man bekommt so schon den Eindruck, es gehe der Stadtverwaltung nur darum, möglichst vielePickerl zu verkaufen, für die man in einem anderen Bezirk ohnedies nicht parken kann. Wer an einer Bezirksgrenze wohnt und im eigenen bezirk nichts findet, ist so und so gestraft, weil für ihn das Pickerl keinen Wert hat. So kurzsichtig und engstirnig regelt wohl keine andere Stadt den ruhenden Verkehr.

Stimmt seit 1.September nicht mehr. Seither werden die Parkometerkontrollen und die StVO-Kontrolllen gleichzeitig von der Polizei durchgeführt, ohne Zuständigkeits-Unklarheiten.

In meiner Umgebung merk ich nichts davon.

Früher gingen da täglich olizisten mindestens 10x am Tag durch. Jetzt keiner.

mein pickerl gilt im 14., 15. und einem kleinen Teil des 16.

???

dh das neue pp gilt lokal begrenzt? also nicht bezirksweit? dafür aber eben auch im "grenzgebiet" bezirksübergreifend?

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