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Harald Salfellner (Hg.)
Zur Geschichte der Medizin
Aus dem Weltreich der Heilkunst und Pharmazie
Vitalis Medizinkalender 2013
54 Farbseiten auf Bilderdruckpapier im Kartonschuber, 30,60 Euro
Bestellung über bestellung@vitalis-verlag.com

Was war der Zweck einer "Jungfer" in Großbritannien um 1790? Warum gibt es das Rote Kreuz? Woher hat der Pap-Test seinen Namen? Was haben Operationen mit Theater zu tun und wofür ist der Pawlow'sche Hund bekannt? Wer keine Antworten auf diese Fragen der Medizingeschichte parat hat, der entdecke sie im Laufe des Jahres 2013 beim wöchentlichen Abreißen des Kalenderblattes.
Der neue Medizinkalender, im Vitalis-Verlag erschienen und von Harald Salfellner herausgegeben, ist mehr als nur ein Accessoire für das ärztliche Wartezimmer oder die Medizinstudenten-Wohngemeinschaft. Interessierten offenbart er einen informativen und dennoch humorvollen Blick in die Medizingeschichte der letzten 1.700 Jahre. Woche für Woche werden zwei Geburtstagskinder vorgestellt, also wegweisende Ärzte, Pharmazeuten sowie Forscher und ihre Entdeckungen. Abbildungen von diesen sowie ihren Gerätschaften, histologischen Schnitten und Heilpflanzen, Zitate aus Büchern, Briefen und Nobelpreisreden komplettieren die kurzweilig verfassten Infotexte auf jeder Seite.
Gleich auf dem Cover findet sich ein Vorgeschmack auf das bilderreiche Innenleben des Kalenders. Ein Gemälde von Adalbert Franz Seligmann aus dem 19. Jahrhundert zeigt den deutsch-österreichischen Chirurgen Theodor Billroth, während er im Kreis seiner Studenten eine Operation durchführt. Skalpelle und andere blutige Instrumente sind hier genauso zu sehen wie entnommene Gewebsteile.
Aber auch schonendere Ansichten wie das Porträt des japanischen Arztes und Bakteriologen Kitasato Shibasaburó und die tragische Geschichte seiner Fehlentdeckung des vermeintlichen Pest-Erregers werden gezeigt. Von den Brüdern Cosmas und Damian, die um 300 n. Chr. die ersten Organtransplantationen durchführten, bis zum erst vor neun Jahren in Indonesien entdeckten Homo floresiensis stoßen die Leser auf zahlreiche medizinische Anekdoten. Auffallend ist, dass unter den ausgesuchten Medizinern ausschließlich Männer sind - vielleicht schafft es ja die eine oder andere Ärztin oder Forscherin in den Kalender des nächsten Jahres? Beispiele gäbe es mittlerweile freilich genug. (Elisa Weingartner, derStandard.at, 10.10.2012)
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