Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
vergrößern 750x500Percy Kofranek und Susanne Kirnbauer in "Come Back".
Graz - So wie die Wiener Choreografin Doris Uhlich (35) den Titel Come Back für ihr neues Stück verwendet, wirkt er wir eine geflüsterte, dringliche Einladung. Diesem Flüstern sind fünf von ihrer Ballett-Kompanie an der Wiener Staatsoper längst verabschiedete Tänzerinnen und Tänzer gefolgt: Marialuise Jaska, Susanne Kirnbauer, Percy Kofranek, Renate Loucky und Violetta Storch.
Die Uraufführung im ausverkauften Mumuth beim Steirischen Herbst ist für alle Beteiligten zum Abenteuer geworden. Dank Uhlichs Überzeugungskraft haben die aus der klassischen Tradition kommenden Spitzentänzer auf der Bühne Handlungen vollzogen, die für sie früher wohl undenkbar gewesen wären. Und eher nicht in den Rahmen ihrer Definition von Tanz gepasst hätten.
Mit Uhlich schließen sie an die Auseinandersetzung um den Stellenwert reifer Tänzer in Ballett und Moderne an. Größen wie Alicia Alonso, Maya Plisetskaja, Marcia Haydée, Birgit Cullberg oder Mikhail Baryshnikov konnten zwar noch jenseits der fünfzig auftreten, aber sie sind Ausnahmen. Selbst Jirí Kylián ist trotz seines Ruhms mit seiner Gruppe für reife Tänzer NDT III gescheitert. Was ist da los?
Ein Akt der Aufklärung
Jugendlichkeit ist zum Beuteschema für eine Gesellschaft geworden, die ihre Jugend effizientest missbraucht, indem sie diese verunsichert, anpasst und ausnutzt. Da stört es, wenn selbstbewusste, weil erfahrene Alte aus ihrem Weggeräumtsein zurückkehren. Warum? Weil, wie die noch junge Choreografin und ihre reifen Tänzer zeigen, Jugend und Alter heute als Opfer dieser Gesellschaft zusammengehören. In diesem Sinn ist Come Back eine Art Verschwörung, die über die derzeit schwächelnden Grenzen zwischen historischen und neuen Ästhetiken hinausgeht. Da das Stück als ein Akt der Aufklärung konzipiert ist, erfährt das Publikum einiges über die fünf Persönlichkeiten auf der Bühne: was sie denken, was sie sagen und wie sie an die Herausforderungen im Stück herangehen.
Dafür kreiert die Choreografin ein künstlerisches Feld, das die jüngere Tanzgeschichte umgrenzt: unter anderem zwischen Jérôme Bel, Chris Haring, dessen Stück Kind of Heroes in Come Back klar erkennbar wird - und ihrer eigenen Arbeit Spitze mit Susanne Kirnbauer und Harald Balluch. Im Jänner wird das vom Grazer Publikum mit Verständnis aufgenommene Stück im Brut Theater in Wien gezeigt. (Helmut Ploebst, DER STANDARD, 9.10.2012)
Intendantin Veronika Kaup-Hasler über die Rolle der Kunst in migrantischen Gesellschaften und die Gefahr ihrer Vereinnahmung
Mädchen-Power in aller Ruhe: Das Vocal Theatre Carmina Slovenica erhebt in Heiner Goebbels "When the mountain changed its clothing" Einspruch gegen Gegebenheiten
Uraufführungen von Ofenbauer und Saunders beim Grazer Musikprotokoll
Mit der Aktion "Post" thematisieren Literaten in Graz, wie man mit Kunst die Gesellschaft aufrütteln kann
"Cittadellarte" ist eine kleine Version von Michelangelo Pistolettos Kunststadt im Grazer Kunsthaus. Künstler schaffen hier Nachhaltiges für Gesellschaft und Umwelt
Politische Ausstellungen im Steirischen Herbst: Kunstverein, Rotor und Medienturm
Teatr.doc mit Doku-Drama beim Steirischen Herbst
Partisanenlieder, Pop, Klassik und Eigenkompositionen von Regisseur Heiner Goebbels sind der Stoff, aus dem "When the mountain changed its clothing" gebaut wurde
Mit sechs Frauen im Evaskostüm stellt Young Jean Lee Geschlechteridentitäten infrage
Graz vereint Musikstile und Nationen: Unter dem Übertitel "Ton Steine Erben" kommen Die Türen aus Berlin, Haight-Ashbury aus Glasgow und Moddi aus Norwegen zum Festival
In der Arbeit "Come Back" der Choreografin Doris Uhlich drehen vier Tänzerinnen und ein Tänzer, die nach einer disziplinierten Karriere in Pension sind, so richtig auf
"Adaptation", Anpassung, titelt die Ausstellung zum Steirischen Herbst
Gerhild Steinbuch trifft Jörg Albrecht auf der Ponyweide - eine ungewöhnliche literarische Begegnung
Feinste Tonhöhenunterschiede im Zentrum des diesjährigen Musikprotokolls
La Pocha Nostra laden zur rituellen Performance
Zwischen Dokumentation und Fiktion bewegt sich die Performance "33 rounds and a few seconds" von Rabih Mroué und Lina Saneh
Spontane Solidaritätskundgebung mit Griechenland, Spanien und Indien
Die jungen Femen-Aktivistinnen trafen ältere Feministinnen aus Graz zum Frühstück
Mit dem Marathon-Camp "Truth is concrete" bildet der Steirische Herbst seit Freitag den gedanklichen Unterbau zum Festival
"Occupylujah!" hallte es am Sonntag beim Hochamt mit Reverend Billy durch das Camp im Steirischen Herbst. Der Prediger wider Umweltzerstörung und Konsum begeisterte
Der Steirische Herbst beginnt am Freitag mit einem siebentägigen Diskussions-Camp. Intendantin Veronica Kaup-Hasler erklärt, was ganz konkret die Kunst daran ist
Am Marathon-Camp "Truth is Concrete" in Graz werden ab 21. September über 200 internationale Aktivisten und Künstler 170 Stunden leben, reden und nachdenken
Die Frauen der ukrainischen Aktivistinnengruppe Femen sind zu Symbolfiguren eines feministisch orientierten Protestaktionismus geworden
Percy Kofranek war Gruppentänzer an der Volksoper!
Und dass hier auch wieder das Klischee bedient wird, dass Klassische Tänzer früher nur dem Klassischen Ballett gehuldigt haben ist auch bedenklich! An der Wiener Staatsoper wurden immer moderne Choreographien auch gezeigt. Susanne Kirnbauer und Marieluise Jaska haben zum Beispiel auch Choreographien von Grete Wiesenthal an der Wiener Staatsoper getanzt.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.