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Potsdam - Baumringe verraten einiges über das Klima der Vergangenheit - klassische Messgrößen sind die Breite der jeweiligen Jahresringe oder die Holzdichte. Von einer weiteren Methode berichtet das Helmholtz-Zentrum Potsdam: Forscher können nämlich auch die in den Ringen enthaltenen Sauerstoffisotopen analysieren.
Forscher des Deutschen GeoForschungsZentrums untersuchten gemeinsam mit britischen und niederländischen Kollegen Jahresringe der tropischen Baumart Cedrela odorata aus Bolivien und stellten fest, dass diese die Isotopenzusammensetzung des Regens im Amazonasgebiet konservieren. Da die Isotopenverhältnisse wiederum von der Niederschlagsmenge über dem Amazonasbecken gesteuert werden, geben die Baumringe die Dynamik des Niederschlags der Vergangenheit mit bisher unerreichter Genauigkeit wieder. Die Sauerstoffisotopenwerte zeigten eine enge Beziehung zu den Wasserstandsschwankungen des Amazonas und geben deshalb wertvolle Hinweise über die Menge des Regens, der über den größten Strom der Welt in den südlichen Atlantik geführt wird.
Die untersuchten, etwa 150-jährigen Bäume lieferten sogar eindeutige Nachweise von Extremereignissen: So sticht beispielsweise der durch das Klimaphänomen El Niño im Jahr 1926 hervorgerufene Tiefstwasserstand des Amazonas deutlich aus der Isotopen-Zeitreihe der Jahresringe hervor. (red, derStandard.at, 20.10.2012)
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