ORF-Stiftungsratsvorsitzende kritisiert Entscheidung der KommAustria

8. Oktober 2012, 17:04
  • Sieht keinen akuten Handlungsbedarf des Aufsichtsgremiums: Stiftungsratsvorsitzende Kulovits-Rupp, im Bild mit ORF-Chef Alexander Wrabetz.
    foto: apa/neubauer

    Sieht keinen akuten Handlungsbedarf des Aufsichtsgremiums: Stiftungsratsvorsitzende Kulovits-Rupp, im Bild mit ORF-Chef Alexander Wrabetz.

Kulovits-Rupp: Rechtlich ist letztes Wort noch nicht gesprochen - ORF muss um Programmhoheit kämpfen

Wien - Der ORF-Stiftungsrat nimmt die Entscheidung der KommAustria, wonach der ORF bei der inhaltlichen Gestaltung seiner TV-Programme gegen den öffentlich-rechtlichen Kernauftrag verstoßen hat, relativ gelassen. Stiftungsratsvorsitzende Brigitte Kulovits-Rupp sieht keinen akuten Handlungsbedarf des Aufsichtsgremiums und verweist darauf, dass die Angelegenheit noch nicht ausjudiziert sei. Der ORF will gegen den Bescheid berufen. Außerdem arbeite der ORF bereits an seinem Programm.

TV-Direktorin Kathrin Zechner will die Eigenproduktionen im fiktionalen Bereich auf ORF eins ausbauen und eine regionale Infoschiene vor 20 Uhr einzuführen. "Damit verkleinern sich die inhaltlichen Kritikpunkte der Behörde ohnehin." Eine eigene Sondersitzung, wie sie der FPK-Stiftungsrat Siggi Neuschitzer forderte, hält die Stiftungsratsvorsitzende nicht für nötig. Das Programmschema werde ohnehin Thema der nächsten regulären Sitzung im November sein.

Kulovits-Rupp kritisiert KommAustria

Kritik übte Kulovits-Rupp an der Programm-Kategorisierung der KommAustria. Höchst hinterfragenswert sei es, etwa das werbefreie und durch und durch öffentlich-rechtliche Kinderprogramm oder Michael Hanekes hochqualitativen Film "Die Klavierspielerin" zur Unterhaltung zu zählen und damit mit Programmen wie "Bauer sucht Frau", "Die Große Chance" oder "Hansi Hinterseer" in einen Topf zu werfen. Auch dass die Religion auf ORF 2 der Information zugerechnet wird, hält sie für falsch. Würde man hier eine andere inhaltliche Kategorisierung vornehmen, hätte der ORF nicht gegen die von der KommAustria auf eigene Faust festgelegten Kriterien verstoßen, ist die Stiftungsratsvorsitzende überzeugt. 

Medwenitsch: Kampf um Programmhoheit

Franz Medwenitsch, Leiter des ÖVP-"Freundeskreises", hat zwar "jedes Verständnis dafür, dass der ORF, weil er Gebühren bekommt, auch öffentliche Aufträge zu erfüllen hat. Aber er muss auch weiterhin nach den Bedürfnissen seines Publikums programmieren können. Mit Kategorien, Schablonen und dem Rechenschieber in der Hand entsteht kein gutes Programm." Er sei "für ein Qualitätsprogramm, aber gegen rechtliche Fesseln für die tägliche Programmierung". Der ORF müsse jetzt um seine Programmhoheit kämpfen, so Medwenitsch. "Weder die Geschäftsführung noch der Stiftungsrat können nach diesem Bescheid zur Tagesordnung übergehen, der Beschluss des Sendeschemas für nächstes Jahr steht an", sagt er.

Kirchberger: ORF erfüllt das Gesetz

Josef Kirchberger, Leiter des SPÖ-"Freundeskreises", sieht den von der Behörde attestierten Gesetzesbruch bei weitem nicht als erwiesen. "Hier ist rechtlich noch lange nicht das letzte Wort gesprochen. Meiner Meinung nach erfüllt der ORF das Gesetz sehr wohl und sehr gut."  

Embacher für Diskussion

Wilfried Embacher, von den Grünen entsandter Stiftungsrat, hätte nicht mit der Entscheidung gerechnet, betonte aber auch, dass das endgültige Urteil noch nicht gefällt wurde. Grundsätzlich sollte man aber darüber diskutieren können, ob programmliche Änderungen nicht sinnvoll seien und man müsse zur Kenntnis nehmen, dass es auch Kritik am ORF-Programm geben kann. Ob man Programminhalte objektiv festmachen könne und ob ein solches Verfahren dafür geeignet sei, bezweifle er aber. (APA, 8.10.2012)

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9 Postings
ORF-Stiftungsratsvorsitzende Kulovits-Rupp kritisiert Entscheidung der KommAustria/BKS zu Wahlanfechtung nicht : Rechtlich ist letztes Wort noch nicht gesprochen - ORF Stiftungsrat muss nun neben Behörde um Glaubwürdigkeit vor VwGH und VfGH kämpfen

http://www.youtube.com/watch?v=Z1DJCUZDIvY :) 15.9.11
Aktenkundig Beweis KommAustria die Anträge nicht würdigt, Begründung Wahlanfechtung Mitwerber (=Interviewer). Spruch keine Anträge?!
http://www.rtr.at/de/m/KOA1140012013
wie bei Bescheid Anfechtung Heller Bacher Huemmer:
http://www.rtr.at/de/m/KOA140012011 selbe Wahl
Berufunginstanz: verdreht Wahrheit "Wahl wäre unter Anhörung alle unparteiischen Kandidaten vor der Wahl zustande gekommen ?!"+Frist Beschlussfassung 15.09.2011 Video,nicht 9.8.2011 Wahltag/Beschluss?
http://www.bundeskanzleramt.at/DocView.a... obId=49083
aktenkundiger Staatsanwalt Sachverhalt:
http://www.peaceartist.net/peacearti... srate.html

Brav ist er der Stiftungs"rat".

Er kann doch auf Streicheleinheiten
von das Wrabetz hoffen, oder?
Und warum droht uns der Drexx-ORF schon
wieder mit Eigenproduktionen?

Stiftungsrat und Qualifikation

Unabhängig von diesem Artikel frage ich mich seit Jahren, wie es sein kann dass im wichtigsten Gremium des ORF so viele Laien ihr Unwesen treiben dürfen die mit Medien davor genauso wenig zu tun hatten wie Äpfel mit Birnen.

Aufs Thema bezogen ist festzuhalten, dass der ORF immer wieder aufs Neue teilweise lachhafte Kategorisierungen seiner Programme vorgenommen hat. Das hat vielleicht auch andererseits die RTR dazu bewogen, aktuell übers Ziel hinauszuschießen.

Der ORF erfüllt unter Berücksichtigung seiner Mittel den Programmauftrag "Gut" bis "Befriedigend" und vor allem nicht mehr so miserabel wie kurz vor dem Abtritt der Frau Dr. Lindner.

Bitte um kurz um Info:

Welche Qualifikation oder Medienerfahrung hat Frau Brigitte Kulovits-Rupp eigentlich als Vorsitzende des Stiftungsrats des ORF?

Sie schaut KabelFernsehen im Burgenland!

Der öffentlich-rechtliche ORF

wird den Schwachsinnssprung aus großer Höhe live übertragen. Ein weiterer Beweis, dass die KommAustria recht hat.

ORF, Schundsender. (Sinnvolle) Dokumentationen mit Bildungswert würde ich mir viel mehr wünschen. Dafür dürfen sie diese CSI XYZ weglassen... eh alles der gleiche Schund.

Tatsache aber bleibt: es gibt viel zuwenig dokumentarische Filme im ORF Fernsehen!

INterssanterweise auch in der SonntagKrone - die ja nicht der Hort der Intellektualität per se ist.
Und wenn sich Experten wie Sigi Neuschitzer, einmischen, der Weltmeister der Programmgestaltung im HOTEL-TV-Sendeschema - dann wirds entrisch!
Der Tatsache, dass es zuwenig dokumentarisches Film-Programm im ORF, in eins und zwei gibt, ist wie entgegenzuwirken?
Würde mich freuen, wenn der Standard und andere Zeitungen endlich dieses Schwachpunklt genau hinterfragen, da gibts genug Stoff für Wickel zwischen den Privaten und dem ORF! Iste s den Abteilunjgen wurscht? Oder den Führungskräften, weil Ihnen Prenner eineredet Werbung ist wichtig und da brauchts Blödsinn in der PROGRAMMIERUNG? Total starke Dokus gehen sogar im Kino- Also gemmas an...

Zwei Abende Servus, und ich hab mehr gelernt als nach einer Woche Orf!

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