Cisco beendet nach Iran-Affäre Bündnis mit ZTE aus China

8. Oktober 2012, 15:53
  • Artikelbild
    foto: apa

Chinesischer Partner verkaufte Geräte in den Iran

Nach einer Affäre um den Verkauf von Netzwerkbauteilen von Cisco Systems in den Iran hat der US-Hersteller ein langjähriges Bündnis mit der chinesischen ZTE aufgekündigt. Interne Ermittlungen bei Cisco hatten ergeben, dass der chinesische Partner Geräte an eine iranische Telekomfirma verkaufte, obwohl für die Produkte Sanktionen gelten. Ein Sprecher des chinesischen Unternehmens erklärte: "ZTE ist zutiefst besorgt und in Kontakt mit Cisco. Zudem kooperiert ZTE mit den US-Behörden bezüglich der Iran-Ermittlungen."

Ermittlungen

Die Untersuchung wurde gestartet, nachdem die Nachrichtenagentur Reuters bereits über den Fall berichtet hatte. Auch das US-Handelsministerium, ein Kongressausschuss und das FBI leiteten Ermittlungen ein. Cisco arbeitete zuletzt noch beim Vertrieb mit ZTE zusammen und kündigte diese Zusammenarbeit nun auf. Ursprünglich wollte Cisco gemeinsam mit ZTE dem chinesischen Unternehmen Huawei Konkurrenz machen.(Reuters, 08.10. 2012)

 

Share if you care
3 Postings

Gibt es eigentlich Branchenkenner im Bereich Mobilfunkinfrastruktur welche etwas zur Qualität von ZTE bzw. Huawei im Vergleich zu Ericsson sagen können? Mal abgesehen von den Bedenken dass Huawei bzw. ZTE vielleicht ein bisl mehr "China only" Funktionen liefern als sichtbar ist...

T-Mobile = Huawei

3 = ZTE

warum gibt es dafür rot?

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.