Positive EU-Reaktion auf Friedensvertrag mit philippinischen Rebellen

8. Oktober 2012, 15:44
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EU-Außenbeauftragte Ashton sichert Unterstützung für Mindanao zu

Manila/Brüssel - In Europa ist der Friedensschluss der philippinischen Regierung mit muslimischen Rebellen in der südlichen Region Mindanao auf ein postives Echo gestoßen. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton erklärte am Montag, der Vertrag werde dem Gebiet nach dem jahrzehntelangen Konflikt Stabilität und Wohlstand bringen. Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle sprach von einem "historischen Schritt zum Frieden".

Ashton sicherte weitere Unterstützung für Mindanao zu, das von der EU schon seit 1990 im Kampf gegen die Armut unterstützt werde. Westerwelle erklärte, trotz noch offener Fragen bestehe erstmals "die begründete Hoffnung auf eine friedliche Beilegung des Konflikts". Dieser positive Weg müsse nun weiter beschritten werden.

Die philippinische Regierung und die Rebellenorganisation Moro Islamische Befreiungsfront (MILF) hatten am Sonntag ein Abkommen zur Beendigung eines jahrzehntelangen Aufstands geschlossen. Es sieht die Schaffung halbautonomer muslimischer Regionen in Teilen von Mindanao vor, die MILF verzichtet dem philippinischen Präsidenten Benigno Aquino zufolge im Gegenzug auf ihrer Forderung nach einem eigenen Staat. Bei dem Konflikt wurden seit 1978 rund 150.000 Menschen getötet. (APA, 8.10.2012)

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