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Tabuthemen Sexualität, Verhütung, ungewollte Schwangerschaften, Abtreibung.
Wien - Richtersfrauen, Lehrerinnen, Krankenschwestern, Arbeiterinnen: Aus allen Gesellschaftsschichten seien die Frauen gewesen, die ungewollt schwanger wurden und bei ihrer Großmutter Hilfe suchten, erinnert sich die Enkelin. Als "Engelmacherin" habe sich die Oma aber nie gesehen. Denn das war ursprünglich die Bezeichnung für Frauen, die absichtlich Kinder sterben ließen, um sich am Pflegegeld zu bereichern.
Frau P.s Enkelin ist eine der Zeitzeuginnen, die Susanne Riegler für ihren wohltuend unpathetischen Dokumentarfilm über die Geschichte des Schwangerschaftsabbruches befragt hat. Frauen und Männer - u. a. der Gynäkologe Alfred Rockenschaub - erinnern sich an eine Zeit des Schweigens, der Unaufgeklärtheit und der Angst. Auch Freda Meissner-Blau spricht über ihre demütigende Erfahrung eines illegalen Abbruchs.
Der lange Arm der Kaiserin nennt die 54-jährige Journalistin ihr Zeitdokument, das sie heute Abend im Wiener Frauenzentrum Ega zeigt. In Rückblenden erklärt sie die Geschichte des Abtreibungsparagrafen: Maria Theresia sanktionierte Schwangerschaftsabbruch mit dem Tod durch Schwert. Erst seit 1. Jänner 1975 ist die Fristenregelung in Kraft.
Riegler, Referentin des Feministischen Grundstudiums am Rosa Mayreder College, widmete ihren Low-Budget-Film Johanna Dohnal, Kämpferin für die Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs. Dohnal zu Ehren fungiert Elisabeth Orth als Sprecherin.
Der ORF zeigt kein Interesse an dem Film. Macht nichts. Gastiert und diskutiert das Ein-Frau-Filmunternehmen (Riegler organisiert Vertrieb und DVD-Versand selbst) eben erfolgreich in österreichischen und deutschen Programmkinos. (Andrea Schurian, DER STANDARD, 9.10.2012)
9.10., 19 Uhr: Ega-Frauen im Zentrum, 1060 Wien, Windmühlgasse 26
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suggeriert er doch, dass maria theresia die todesstrafe eingeführt hat und diese sanktionierung, wenn auch mit geringerer strafandrohung, bis 1975 fortbestanden hat.
das stimmt aber so natürlich nicht. abtreibung wurde sowohl in der antike als auch im mittelalter sanktioniert und seit der constitutio criminalis carolina 1532 von karl v. ist die todesstrafe festgeschrieben
In der Antike sanktioniert? Wenn, dann wohl höchstens, seitdem das Christentum die Staatsreligion des römischen Reiches wurde. In der heidnischen Antike galt nicht einmal Kindstötung nach der Geburt ohne weiteres als Straftat und wurde besonders von Prostituierten in großem Umfang praktiziert.
couragierten und brillianten Dokumentarfilmen im Alleingang realisiert wurde! Während sich hochsubventionierte heimische Festivals mit hochsubventionierten heimischen Autorenfilmern um ihre persönlich Befindlichkeit streiten, entstehen solche wichtigen Filme im Untergrund! DAS ist bewundernswert und beschämend!
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