Hacker ermorden Tausende in "World of Warcraft"

Sicherheitslücke erlaubt folgenschweren "Kill-Hack". Kritik an Blizzards Sicherheitspolitik

Mehrere Stunden lang hielt das Massensterben in den Städten von "World of Warcraft" an: Hacker machten sich eine Sicherheitslücke zu nutze und töteten mit einem Klick mehrere tausend Spieler- und Computercharaktere. Mit ihrem "Kill-Hack" wollten sie auf die nachlässige Sicherheitspolitik der Betreiber Blizzard Entertainment Aufmerksam machen, zitiert Eurogamer die Drahtzieher. Dauerhaften Schaden hätten sie nicht angerichtet.

Rechtfertigung

Die Leichenberge sorgten für heftige Diskussionen in den Foren. "Einige mochten die Aktion, weil sie neuen Gesprächsstoff brachte und für lustige Videos sorgte. Die Leute, denen es nicht gefallen hat, sollen nicht uns sondern Blizzard die Schuld geben, da sie den Fehler nicht eher behoben haben. Es ist nicht so, als hätten wir das Wirtschaftssystem durch Geldgeschenke zerstört.", so die Hacker. 

Stellungnahme

In einer Stellungnahme erklärte Blizzards Community-Manager Nethaera, dass die Morde durch einen In-Game-Exploit verursacht wurden. Das Sicherheitsleck sei allerdings wieder gestopft. "Man kann wieder beruhigt weiterspielen und die Städte und Orte von Azeroth erkunden", betont Nethaera. Die Hacker müssten mit einem Nachspiel rechnen. (zw, derStandard.at, 8.10.2012)

 

 

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