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Jeder zweite Arbeitnehmer wünscht sich ein Angebot an Gratisobst und -Gemüse.
vergrößern 650x429
vergrößern 650x409Die Österreicher sind Europas Couchpotatos. Zwei Drittel betreiben ganz selten oder nie Sport, ergibt eine Eurobarometer-Umfrage. Dagegen bewegen sich mehr als zwei Drittel der Schweden regelmäßig sportlich, durchschnittlich 40 Prozent aller EU-Bürger geben sich mindestens ein- oder zweimal pro Woche bewusst der sportlichen Betätigung hin.
Am Wollen scheitert es nicht in Österreich, es hapert dann bei der Umsetzung, der Überwindung des inneren Trägheitsmoments, denn: Gesund und fit zu sein ist den Belegschaften ein Anliegen, hat das Market-Institut kürzlich erhoben. Demnach wünschen sich Arbeitnehmer von ihren Unternehmen, dass gesunde Ernährung angeboten sowie ein betriebseigenes Fitnessangebot offeriert wird. Verstärkte Angebote zur Stressbewältigung stehen auch ganz oben auf der Wunschliste an die Chefs.
Diese selbst "wollen" auch: Umfragen der Berufsvereinigung Wirtschaftsforum der Führungskräfte (WdF) zufolge planten auch heuer als Neujahrsvorsatz wieder 94 Prozent der heimischen Manager, sich mehr zu bewegen. 75 Prozent haben sich zum Jahresanfang "gesündere Ernährung" vorgenommen, 40 Prozent haben sich Abspecken verordnet. Das vor dem Hintergrund, dass aktuell ein Viertel "gesundheitliche Schwierigkeiten" zugibt. Möglicherweise ein Wert, der verschämt tabuisiert daherkommt und tatsächlich viel höher ist. Denn gleichzeitig geben in dieser Befragung nur 14 Prozent an, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Job und Privat (Work-Life-Balance) zu haben - bestürzend ehrlich, wo doch in Recruitingbroschüren gerade das als ganz wichtiges Anliegen postuliert wird. Dass Burnout aber etwas "der anderen" ist und im oberen Management nicht salonfähig ist, zeigt, dass nur vier Prozent bekennen, psychische Probleme zu haben. Immerhin: Mehr als die Hälfte der Bosse hat sich im vergangenen Jahr einer Gesundenuntersuchung unterzogen.
Unverbrämter und klarer drücken sich da die Belegschaften aus, wenn es um Belastung aus der Arbeit geht: überwiegend sitzende Tätigkeit, schlechte Bezahlung, Zeitdruck und Druck der Verantwortung werden zuoberst auf der Liste der Stressoren genannt. Schlechtes Betriebsklima findet sich auch im oberen Drittel der Belastungsfaktoren - weswegen deutliche Ansprüche an die Arbeitgeber hinsichtlich Gegenmaßnahmen bestehen. Angebote der Arbeitgeber für bewussteren Umgang mit der Gesundheit sind zu einer Forderung geworden.
Getrennte Arbeitsplätze für Nichtraucher und Raucher werden dabei als einigermaßen erledigt angegeben, ebenso kostenlose Wasserspender. Jeder Zweite träumt laut Market-Umfrage aber nur von Obst und Gemüse am Arbeitsplatz, 40 Prozent hätten gerne Anleitungen zur Stressbewältigung, Physiotherapie, Gesundheitsberatung, Ernährungsprogramme stehen auch auf der Wunschliste. "Handlungsbedarf" sehen die Studienautoren diesbezüglich in rund der Hälfte der heimischen Unternehmen, gewisse Ansätze der Mitarbeiterzuwendung finden sich aber in jeder zweiten Firma.
Entlang der demografischen Kurve, entlang der Herausforderung altersgerechter Arbeit scheint die Wirtschaft also erst am Anfang zu stehen. Und auch hier zeigt sich wieder: Kein Unternehmen sagt, Gesundheitsförderung gehe es nichts an. Die Notwendigkeit der Unterstützung beim Erhalt der Arbeitsfähigkeit, die Verantwortung, sind klar. Allein: die Umsetzung ... (Karin Bauer, KarrierenStandards, 8.10.2012)
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die zwiebeln auf dem bild sind ja super. sollen die mitarbeiter dann genüsslich in die zwiebel beissen?
die idee ist natürlich gut, und es gibt auch einige betriebe die das ihren mitarbeitern bereits anbieten. wenn ich am laptop arbeite hab ich immer eine schale mit obst neben mir stehen, manchmal auch mit gemüse.
und die "deutlichen Ansprüche an die Arbeitgeber hinsichtlich Gegenmaßnahmen" sollen dann inder forderung nach "Obst und Gemüse am Arbeitsplatz" bestehen?
muhahaha...
wenn mein gehalt stimmt und die arbeitszeit auch (also genug freizeit), dann kümmer ich mich schon selber um meine ernährung und meine fitness. meinen arbeitgeber geht das gar nix an...
Delegieren wir jetzt die Verantwortung für die eigene Gesundheit an den Arbeitgeber? Ich halte das für eine gefährliche Entwicklung - den Menschen immer mehr Verantwortung "abnehmen", damit sie immer weniger selbst denken - so macht man anspruchsloses Stimmvieh!
Mitarbeiter träumen von Obst und Gemüse am Arbeitsplatz ... na wäre es vielleicht möglich, sich dieses selbst mitzunehmen? Wir haben in Österreich eine Anspruchskultur, die für mich unglaublich ist! Man kann doch nicht die ganze Verantwortung an die Betriebe delegieren, das sag ich als Arbeitnehmer!
Sicher hat der Arbeitgeber gute Rahmenbedingungen zu bieten (Arbeitsplatzeinrichtung, Arbeitszeiten, etc.), aber irgendwo hört sichs doch meiner Meinung nach auf?!
Die überwiegende Lebenszeit ist schließlich immer noch Freizeit - und was bringt es jetzt, wenn die Arbeit gesundes Essen anbietet, der Mitarbeiter aber dann am Feierabend/Wochenende erst wieder zum Maci geht oder sich eine Pizza bestellt ... Zauberwort ist wieder Eigenverantwortung.
Natürlich ists egal ob die Firma paar Flaschen Wasser bzw.Automaten spendiert oder halt selbst gekauft wird (bringt eh ab und zu jemand-meist ich-mit ebenso Früchte usw. Zumindest gibts so nen Sprudelautomaten (Wasser kommt da raus mit Kohlensäure oder so keine Ahnung) den manche nützen und nen großen Kühlschrank + Eisfach und so ne komische Kaffeemaschine wo die Damen irgendwelche Kapseln reintun . Scheint da mehrere Geschmacksrichtungen zu geben- ich lass mich immer überraschen (auch wenn ich innerlich durchdrehe wenn Milchgeschmack dabei ist-und das beim 3ten mal holen teilweise). Bekommt dann halt der Gast und meistens passts eh.. Mir wärs nen 50er/Monat wert wenn ne fähige fesche Frau dafür eingestellt wird und sowas erledigt...
Es ist sicher im Interesse eines Unternehmens für ein gesundes Betriebsklima zu sorgen und den Mitarbeitern die Rahmenbedingungen für ein ausgeglichenes Berufs- und Privatleben zu schaffen. zB flexible Arbeitszeiten, home office Möglichkeiten, Betriebskindergarten (je nach Betriebsgrösse), gesundes Katinenessen, etc. Aber warum ein Unternehmen Sportmöglichkeiten, Obst, Wasser (in Österreich!), etc. zur Verfügung stellen sollte ist mir schleierhaft.
Ich hätt mir immer vorgestellt, dass ein Fitnessraum was nettes wäre... in Kombination mit - hm - "Freiminuten" quasi, also ein gewisses Kontingent an Zeit am Tag, die man frei damit verbringen kann, am Radl zu strampeln oder einen Boxsack zu bearbeiten, oder eine Runde Tischtennis zu spielen. Hilft sicher auch, Agressionen abzubauen.
Diese Freiminuten könnten auch gemütlich in eine Medidation oder so investiert werden, für jene die keinen Sport machen wollen/können,...
Ich finds etwas seltsam, dass Obst die einzige Möglichkeit darstellen soll, präventiv zu wirken, gegen psychischen Stress hilft keine Birne - eine Medidation oder ein Kampf mit dem Boxsack hingegen... oder auch nur am Radl abstrampeln....
Ich tippe da eher auf den weiblichen Teil der Belegschaft. Es sollte daher vielleicht heißen: fast jede will Obst und Gemüse und: fast keiner ist dieser Meinung. Frauen und Männer sind auch beim Essen vollkommen unterschiedlicher Ansicht und es gibt so gut wie keine Gemeinsamkeiten.
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