Afghanische Regierung könnte nach NATO-Abzug scheitern

Gefahr vor allem, wenn Präsidentschaftswahlen 2014 unter dem Verdacht der Fälschung stehen

Kabul - Die Regierung in Kabul könnte nach dem Abzug der internationalen Truppen im Jahr 2014 aus Afghanistan nach Ansicht der Nichtregierungsorganisation International Crisis Group scheitern. Diese Gefahr bestehe vor allem, wenn die Präsidentschaftswahlen im selben Jahr erneut unter Fälschungsverdacht stünden, hieß es in dem am Montag veröffentlichten Bericht der NGO. "Es besteht eine reale Gefahr, dass das Regime in Kabul beim Rückzug der NATO kollabiert", schreibt die Afghanistan-Expertin Candace Rondeaux darin. "Das Fenster für Gegenmaßnahmen schließt sich sehr schnell."

Armee und Polizei überfordert

Die Staaten der NATO-geführten ISAF-Truppe wollen ihre Kampfeinheiten bis 2014 komplett aus Afghanistan abziehen, der Rückzug hat schon begonnen. Die afghanische Armee und die Polizei des Landes seien aber "überfordert und unvorbereitet auf den Übergang", warnte die Crisis Group. Würde erneut ein "verpfuschter" Urnengang wie bei den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen 2009 und 2010 und daraus folgende Unruhen dazu kommen, würden die Sicherheitskräfte scheitern.

Gefahr des Bürgerkrieges

Hinzu komme, dass der afghanische Staatschef Hamid Karzai "mehr daran interessiert zu sein scheint, seine eigene Macht mit allen Mitteln aufrecht zu erhalten, als die Glaubwürdigkeit des politischen Systems und die langfristige Stabilität des Landes zu sichern". Es bestehe die Gefahr, dass der Staatschef den Ausnahmezustand erkläre - was zu einem Bürgerkrieg führen könne, erklärte die Crisis Group. (APA, 8.10.2012)

Share if you care
18 Postings
Gestern ARD. Eine Soap Opera rund ums deutsche Militär in Afghanistan inklisive abgehachte Finger von Mädchen durch Taliban. Propaganda für diese ganzen elende tödliche Lüge.

tastatur nix gut gestern. brille auch beschlagen....

Die NATO-Truppen werden über 2014 hinaus in Afghanisten bleiben.

Wer das Gegenteil behauptet, muss mehr Geheimdienstpapiere lesen...

PS: Es genügt auch ein Blick ins Internet.

Hat die US-Botschaft in Kabul

<b>einen Hubschrauberlandeplatz am Dach ?</b>

Diese verblödeten Artikel aus der Sudelküche....

...aus der Beobachtungsstelle, von Kreisen, etc..., die nur als Vehikel dienen, um von den Kriegsverbrechen der Angriffskrieger abzulenken. Damit verleiht man der Kriegspropaganda einen objektiven Anstrich und kann sie so sublim dem Volk in's Gehirn schieben.

[www.j.mp/Alptraum_Drohne ]

Romney: "drones and drone attacks are worthwhile and it’s good to kill bad guys"
http://dyn.politico.com/printstor... 874E64EB00

"Regierung könnte nach Abzug der Regierung plötzlich nicht mehr da sein"

...die Welt soll angeblich

rund sein....

Welch eine Neuigkeit.

...den Ausnahmezustand erkläre - was zu einem Bürgerkrieg führen könne...

wie soll das gehen - die Bürger sind doch alle längst schon bei uns ...

Was für eine Überraschung!/////

Der Konjunktiv in der Überschrift ist unangebracht.

Wo ist da die Neuigkeit?

Das so ein "Staat", der auf Korruption und Terror basiert, nicht funktioniert wenn Söldnerbanden wie die Taliban die Macht an sich reissen wollen ist lange bekannt.

Afghanistan war auch vorher nicht stabil, es wurde immer von aussen destabilisiert.

Schön wäre es wenn die NATO endlich aufhören würde global Kriege anzuzetteln. Mir ist schon klar das sie neue Aufgabengebiete sucht um ihre Bomben loszuwerden aber muss dazu unbedingt Steuergeld verwendet werden?

Gut das Schüssel es nicht geschafft hat Österreich in die NATO zu drängen.

Was also hat den Afghanen die nato gebracht? Tod und verderben.

Vorallem hat die NATO afghanischen Mädchen wieder die Möglichkeit zur Schulbildung gebracht.

Welchen Mädchen? Den toten Mädchen? nach neusten berichten gehen ja selbst die Jungens in manchen gebieten nicht mehr zur Schule wegen der Drohnen.

http://www.ftd.de/politik/i... 95400.html

Was wäre die Alternative zur Nato in Afghanistan gewesen, und welche Kensequenzen hätten sich daraus ergeben?

Die Afghanen hätten das Problem Taliban selbst gelöst. Das haben sie von Anfang an gesagt.

Hallo in welcher Traumwelt leben die NGO's eigentlich? In Afghanistan bestimmten bisher die Stammesführer den Herrscher oder die Militärs, jetzt bestimmen ihn korrupte "Demokraten". Da ist klar was mit den "Demokraten" passiert, wenn sie nicht genug

Militär haben.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.