Amstetten: 21 Verletzte nach Chemieunfall in Großwäscherei

8. Oktober 2012, 13:40

Bleichmittel reagierte mit Wasser - Mitarbeiter erlitten Reizungen der Atemwege

Amstetten - In einer Großwäscherei in Mauer bei Amstetten hat sich am Montag in der Früh nach Angaben der Feuerwehr ein Chemieunfall ereignet. 21 Mitarbeiter wurden verletzt. Sie erlitten Reizungen der Atemwege und mussten laut "144 - Notruf NÖ" in die Landeskliniken Waidhofen a.d. Ybbs bzw. Amstetten eingeliefert werden.

Das Landesfeuerwehrkommando berichtete in einer Aussendung von einem "nicht ungefährlichen Zwischenfall", der sich gegen 6.00 Uhr ereignet hatte. Aus vorerst unbekannter Ursache waren aus einer Industriewaschmaschine größere Wassermengen ausgetreten. Ein neben dem Reinigungsgerät abgestellter 50-Kilo-Kübel mit Bleichmittel geriet mit dem Wasser in Verbindung und löste eine starke chemische Reaktion aus - der Inhalt entwickelte giftige Dämpfe.

21 Personen mit Dämpfen in Kontakt

Mitarbeiter bemerkten den Zwischenfall und wollten den Kübel ins Freie tragen. Dabei gerieten 21 Personen mit den Dämpfen in Kontakt. Viele von ihnen wurden vor allem präventiv behandelt, um Folgeerscheinungen ausschließen zu können, so das Bezirksfeuerwehrkommando Amstetten.

Drei Feuerwehren, darunter Schadstoffspezialisten der FF Amstetten, belüfteten den durch die Ausdampfung bereits auf 200 Grad erhitzten Raum und führten mit Großventilatoren ausreichend Frischluft zu, so das Landeskommando. Das Firmenareal wurde evakuiert und großräumig abgesperrt, der Kübel in einen Spezialbehälter gestellt. Die Feuerwehr führte in der Folge auch Messungen mit einer Wärmebildkamera durch. (APA, 8.10.2012)

Arbeitnehmerschutz?

Aber das Rauchen wird verboten....

Wasser aus einer Industriewaschmaschine

Ja sicher, eh klar. Die sollen lieber mal hinter/unter die Waschmaschine schauen, ob da kein Christal Meth Labor versteckt ist!

Wieso? Ist Dein "Produkt" ausgegangen? :-)

äusserst fahrlässig

Hydro beginnt bei Wasserkontakt zu brennen.
Ein paar Tropfen reichen und es startet eine exotherme Reaktion.
Daher haben solche Fässer absolut nichts verloren in Umgebungen in denen mit Wasser hantiert wird bzw. irgendwo Wasser überlaufen kann.
In der Färberei in der ich gearbeitet habe war das Hydrofass daher in einem eigenen Lagerraum samt Waage in dem keinerlei Flüssigkeiten gelagert oder gehandhabt werden durften.
Schwefeldioxid in der Lunge ist nicht angenehm.. das gibt schwefelige Säure ind er Lunge.
Die haben wohl keinen Gefahrengutbeauftragten in der Bude. Das steht in jedem Sicherheitsdatenblatt auch drin. Das Zeug ist gefährlich.

http://www.silbermann.de/download/... 280400.pdf

Es wäre sinnvoll, statt "Hydro", was zweifellos ein Kurzname ist, den vollen Namen der Substanz zu verwenden

Nachdem "Hydro" im allgmeinen Dinge in Zusammenhang mit Wasser beschreibt - vergleiche "Hydrant", "Hydraulik",... klingt es sonst etwas absurd, daß man "Hydro" nicht mit H2O in Verbimdung bringen darf.

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