Semperit kauft Anteil an Latexx Partners

8. Oktober 2012, 13:00
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Vorstandsvorsitzender Fahnemann: "Klares Bekenntnis zur Wachstumsstrategie"

Wien - Die in Wien börsennotierte Semperit AG Holding übernimmt 47,3 Prozent der malaysischen Latexx Partners Berhad. Das teilte das Unternehmen in der Nacht auf Montag in einer Aussendung mit. Latexx Partners ist einer der größten Produzenten medizinischer Handschuhe in Malaysia und weltweit die Nummer sechs.

"Diese Akquisition ist ein klares Bekenntnis zu unserer Wachstumsstrategie. Wir werden unseren globalen Footprint durch die weitere Diversifizierung unserer Produktion in Asien noch einmal verbessern", sagte Thomas Fahnemann, Vorstandsvorsitzender von Semperit. Latexx Partners profitiere im Gegenzug vom Distributions- und Vertriebsnetzwerk von Semperit.

Semperit: "Signifikante Stärkung der Marktposition"

Für Semperit sei der Schritt eine "signifikante Stärkung der Position" am globalen Handschuhmarkt, hieß es in der Mitteilung. Semperit erwartet durch die Übernahme eine Erhöhung seiner jährlichen Produktionskapazitäten von aktuell 12 Mrd. Handschuhen um rund 70 Prozent auf etwa 20 Mrd.

Latexx Partners erzielte im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von 441 Mio. Ringgit (104 Mio. Euro) sowie ein EBIT von 66 Mio. Ringgit (16 Mio. Euro). Die Firma besitzt sechs Produktionsstätten.

Die Sempermed erwartet durch die Übernahme der Latexx Partners Kosten bis zu 603 Mio. Ringitt oder 152 Mio. Euro, erklärte das Management des Unternehmens. Dieser Betrag würde fällig werden, sollten alle Aktionäre und Optionshalter des Unternehmens das angekündigte Übernahmeangebot annehmen.

Semperit hat sich zunächst 47,3 Prozent vom Hauptaktionär und acht weiteren institutionellen Investoren gesichert und will unter der Bedingung, wenigstens die Hälfte zu bekommen, 100 Prozent erwerben. Der Deal soll noch heuer abgeschlossen werden.

"Signifikante Synergiepotenziale"

"Die Akquisition bietet signifikante Synergiepotenziale, unser Produktmix wird besser und wir haben in Malaysia genügend Grundstücke, um bei Bedarf erweitern zu können", sagte Vorstandschef Thomas Fahnemann bei einer Pressekonferenz in Wien. Mit dem Zusammenschluss entstehe der weltweit zweitgrößte Produzent für medizinische Gummihandschuhe mit einem Weltmarktanteil von rund 12 Prozent.

Das Unternehmen sei vergleichsweise billig gewesen, was sich in einem niedrigen Börsekurs im Verhältnis zu den Gewinnen ausgedrückt habe. Mit dem Zusammenschluss gewinne die Sempermed Produktionskapazitäten. (APA, 8.10.2012)

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