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Hans-Werner Sinn schlägt zurück verteidigt seine Kritik an den Maßnahmen zur europäischen Schuldenkrise.

Hans-Werner Sinn: "Die Target- Falle", Hanser Verlag, 19,90 Euro.
Wien - Hans-Werner Sinn wehrt sich. Der deutsche Ökonom und Chef des Wirtschaftsforschungsinstituts Ifo hat für seine Kritik an den Rettungsmaßnahmen in der Eurokrise, zuletzt etwa ein Aufruf gegen die Bankenunion, viel Tadel von Kollegen, Medien und Politikern einstecken müssen.
In seinem Buch "Die Target-Falle" setzt Sinn zur Verteidigung an. Der rote Faden durch das Buch ist Target, das Zahlungsverkehrssystem der Eurozone. Target steht für Trans European Automated Real-time Gross Settlement Express Transfer System. Überweisungen zwischen den Zentral- und Geschäftsbanken werden über Target beglichen. Vor der Krise war das Zahlungsverkehrssystem eine langweilige Fußnote der europäischen Geldpolitik, doch die Krise und das Austrocknen privater Kapitalströme in der Eurozone haben Sinn dazu veranlasst, seine Reputation in die Waagschale zu werfen, um Target öffentlich zu diskutieren.
Denn die Salden des Target-Systems sind in schwindelerregende Höhen gestiegen. Die deutsche Bundesbank hält mehr als 700 Milliarden Euro an Forderungen, die den Schulden von Ländern wie Spanien und Italien gegenüberstehen und de facto nicht eingetrieben werden können: Würde die Eurozone zerbreche, seien mehr als 700 Mrd. Euro für die Deutsche Bundesbank und deutschen Geschäftsbanken (und damit für die Sparer) weg, argumentiert Sinn. Diese Rechnung mache Deutschland erpressbar.
Target spaltet die Geister. Zuletzt hat Susanne Schmidt, Tochter des ehemaligen deutschen Bundeskanzlers Helmut Schmidt, in ihrem Buch "Das Gesetz der Krise" Sinn angegriffen und ihm vorgeworfen, "unredlich" zu argumentieren, wenn er die Target-Salden als Kredite bezeichnet. Das Ifo-Institut veröffentlichte daraufhin vergangenen Freitag (einen Werktag vor Erscheinen von Sinns Buch) eine Replik und wies die Vorwürfe von Schmidt zurück.
Trotz seiner deutlichen Kritik an der europäischen Krisenpolitik ist Sinn kein Antieuropäer, er lobt an vielen Stellen seines Buches die Vorteile des freien Warenhandels oder der friedensstiftenden Bedeutung Europas. Doch Sinn hält viele Maßnahmen, die aktuell als alternativlos gelten (Stichwort: Rettungsschirme), für falsch. Seine Lösung: Von der USA etwa könne Europa lernen, wie man mit Salden im Zahlungsverkehr umgehen könne - dort werden sie einmal jährlich mit Buchungen ausgeglichen. "In den USA kann man nicht anschreiben lassen", schreibt der Ökonom.
Sinn verknappt allerdings hie und da stark, das macht es schwer, seinen Argumenten zu folgen. Die Target-Falle ist jedenfalls ein zentrales Buch für jene, die den Unmut vieler deutscher Ökonomen - und zusehends der deutschen Öffentlichkeit - über die Schuldenkrise verstehen wollen. (Lukas Sustala, DER STANDARD, 8.10.2012)
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... und die Räder der Autos sind bei allen Games immer noch eckig! Ein Wahnsinn!
http://media1.gameinformer.com/imagefeed... red27.jpeg
sinn liegt mit seiner problemanalyse richtig - seine lösungsvorschläge sind allerdings die falschen, seine tendenz zu den vereinigten staaten von europa und noch mehr zentralismus als ideologisches hirngespinst abzulehnen - da gibt es bessere lösungsansätze.
er erkennt auch den grundlegenden fehler unseres geldsystems, allerdings drückt er sich darum ihn anzusprechen und offenzulegen......so richtig warm werd ich nicht mit ihm
Und warum glauben sie alle Probleme mit Zentralismus lösen zu können?
Ein Beamter in Brüssel kann nicht wissen welche Bedürfnisse die Bürger in Sofia und Madrid oder Berlin haben, warum soll er also effiziente Entscheidungen treffen können?
Die Entscheidungen müssen möglichst vor Ort, orientiert an den Bedürfnissen der Bevölkerung, getroffen werden.
oh doch. sehr viele "dieser" neuen beamtenheerscharen stammen ja selbst aus diesen ländern. allerdings denken sie manchmal "zu europäisch" und vergessen auf die gewachsenen strukturen und eigenheiten der regionen. hier müsste man ansetzen und die nach brüssel geschickten beamten, lobbyisten und politiker mit einem kodex versehen, der beiden herren gerecht wird.
Ich kann ihn genau so wenig ausstehen wie Hr. Felderer, dessen Nachfolger sich übrigens sehr angenehm von ihm unterscheidet. Alleine die Art wie er in einen TV Interview in einer scheinbar übergroßen Limousine liegt und lümmelt zeigt ihn als überheblichen und präpotenten „Möchte gern Experten“.
Felderer hat immer nur die Interessen der Banken und der Industrie verteidigt, nichts weiter. Er vertrat auch fast immer die Position der Regierenden in Europa.
Ganz im Gegensatz dazu Sinn: Er argumentiert mit Zahlen und Fakten, auch wenn diese gegen die Banken, gegen das europäische Finanzsystem und gegen die "Hilfsmaßnahmen" der EU sprechen.
eben im Interview
www.dradio.de/dlf/sendu... f/1886309/
wenn sinn gekauft ist was ist dann mit den anderen systemtreuen wirtschaftsprofessoren und -analysten, die sinn bei jeder gelegenheit verteufeln?? die werden dann wohl vom ehrlichen steuerzahler europas gekauft sein....
geh, nur weil man einen stuss schreibt muss er net wahr sein....
seine Meinung etwas, wenn er neue Fakten oder Erkenntnisse hat. Er kam mir am Anfang zu xenophob vor, wegen seiner nicht gerade großen Franzosenliebe "ClubMed", aber wenn man sich seine letzten Interviews anhört, dann hört man mehr heraus:
http://www.youtube.com/watch?v=3... ture=share
was ist ein anderes wort für staatsschulden?
--> ein teil des finanzvermögens der privaten haushalte.
wenn also morgen eine gute fee die staatsschulden wegzaubern sollte, dann muss sie auch ~ die hälfte aller sparguthaben verschwinden lassen!
Endlich kommt man drauf, dass es sich bei den Targetsalden um Forderungen und nicht um Haftungen handelt. Fuer die Bundesbankforderungen haftet naemlich die EZB. Laut EZB Schluessel mit einem Anteil von 81%. Bundesbankanteil 19%.
Schimpfe man mich einen Trottel, aber wie kann ein Zahlungsprozess schuld an realem Bankrott sein? In meinem Verständnis ist ein Bankrott immer durch Misswirtschaft des Betreffenden verursacht: mehr Geld ausgegeben, als verdient.
Griechenland hätte sich nie so tief in die Miesen reiten können, sondern wäre schon früher pleite gegangen
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