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Entscheidungen von großer politischer Tragweite beginnen oft klein und unscheinbar. So war es auch im Jahr 1944, als der Internationale Währungsfonds (IWF) begründet wurde.
Abgesandte von 45 Staaten des Wirtschafts- und Währungsausschusses der 1942 ausgerufenen Vereinten Nationen trafen damals in einem Hotel in den abgelegenen Wäldern von New Hampshire in den USA - in Bretton Woods - zusammen. Gemeinsam mit dem britischen Ökonomen John Maynard Keynes hatten sie ein Ziel: Lösungen zu finden, wie wirtschaftliche und politische Katastrophen in Zukunft verhindert werden könnten. Nach dem Börsencrash 1929 war der Welthandel bis 1933 auf ein Drittel geschrumpft. Die Nationalstaaten schotteten sich ab, gingen in einen Währungswettlauf. In einigen Ländern Europas kamen Faschisten an die Macht, in Deutschland die Nationalsozialisten mit Adolf Hitler.
Welche Lehren sollten Staaten ziehen? Das fragte sich die Konferenz in Bretton Woods, die am 1. Juli begann. Drei Wochen später lag ein fertiges Konzept auf dem Tisch. Es sah umfangreiche Wirtschafts- und Währungskooperation sowie wechselseitige Kredithilfe vor. Aber Keynes sagte: "Ich habe Zweifel, ob die Welt die großen Dinge bereits versteht, die wir hier zustande gebracht haben."
Die Menschheit hatte im Juli 1944 andere Sorgen. Der Zweite Weltkrieg tobte. Vier Wochen zuvor waren die Alliierten in der Normandie gelandet. Am 20. Juli scheiterte Graf Stauffenbergs Attentat auf Hitler in der Wolfsschanze. Millionen Menschen mussten bis Kriegsende noch ihr Leben lassen.
Gerade deshalb ist es berührend, welchen unbeugsamen Optimismus Bretton Woods für die Zeit nach dem Krieg zeigte: "Es hat noch nie einen so weitreichenden Vorschlag gegeben, in derartigem Umfang heute Beschäftigung zu schaffen und in Zukunft die Produktivität zu erhöhen", notierte Keynes. Im Dezember 1945 startete der IWF. Was bei diesem mitten im Krieg konzipiert wurde, trifft heute in gewisser Weise auch beim ESM zu - mitten im Frieden, aber in der schwersten Finanz- und Wirtschaftskrise seit 1929, die einige EU-Länder in ihrer Existenz bedroht, allen voran Griechenland. Die siebzehn Finanzminister der Eurozone setzen diesen "Europäischen Stabilitätsmechanismus" (ESM) als ständige Einrichtung eines "Eurorettungsschirms", wie es oft heißt heute Montag in Luxemburg in Gang. Er ist dem IWF praktisch nachgebaut, soll dazu dienen, einzelnen Ländern mit Krediten und Stützungen bei Staatsanleihen zu helfen.
Der Fonds hat weitreichende Vollmachten - was populistische Parteien wie die FPÖ in Österreich, der Front National in Frankreich oder die Linke in Deutschland heftig bekämpfen. Wenn die Eurozone als Ganzes gefährdet wäre, könnte der ESM (neben ihm in Zukunft wohl auch die Europäische Zentralbank) auch Schulden gefährdeter Eurostaaten " rauskaufen". Nach dem EU-Vertrag von Lissabon war das untersagt bzw. umstritten. Auf Wunsch der deutschen Regierung wurde dies nun extra in einem neuen Passus im EU-Vertrag klar geregelt.
Der ESM wird aber auch nur im Zusammenhang mit verschärften fiskalischen Regeln für Euroländer im Rahmen der Union funktionieren, die gerade im Entstehen sind. Fortschritte dazu sowie die aktuelle Lage bei der Konsolidierung in Griechenland und Spanien werden nach dem ESM Hauptthemen des Treffens der EU-Finanzminister sein.
Die Aussichten sind für den Euroraum nicht rosig. IWF-Chefin Christine Lagarde wird in Luxemburg eine nach unten korrigierte Wirtschaftsprognose vorstellen: 0,4 Prozent Rezession 2012, nur 0,2 Prozent Wachstum im kommenden Jahr. Auch Deutschland lahmt mit einem Zuwachs von nur je einem Prozent bis 2014. Vieles deutet jedenfalls darauf hin, dass der ESM nicht zu früh kommt. (Thomas Mayer, DER STANDARD; 8.10.2012)
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Auch 1913, ein Jahr vor Beginn des Ersten Weltkriegs, wiegte man sich in der Sicherheit, nie wieder Krieg zu führen
Auch vor dem 1. und 2. Weltkrieg gab es Interventionen dergleichen.
Im Vorfeld wurde die Weltwirtschaft untergraben.
Danach: Aufrüstung faschistischer Mächte.
Die Mächte wurden finanziell unterstützt (Selbst während des 2. Weltkriges)
- All das läuft derzeit.
Auch der IWF, FED, EZB(?) usw. wird von den mächtigsten Familien kontrolliert welche gerade in Kriesen- und Kriegs-zeiten am besten verdienen.
Privatzvermögen der US Top Politiker seit 2004 verdoppelt.
http://www.spiegel.de/politik/a... 59937.html
Zuwächse der reichsten:
http://www.finanzen.net/top_ranki... 76&inPos=1
usw.:
http://www.vho.org/D/Geheim1/41g.htm
oder: http:/
alles klar, jetzt weiß der stadtrand-leser, daß nur pöse nationalisten gegen den esm sind. daraus folgt, daß die braven und gscheiten natürlich für den esm sein müssen.
ich nenne so etwas propaganda und frage mich: cui bono?
... seine wirkliche Qualität. Nicht nur, dass der Lissaboner Vertrag de facto ausser Kraft gesetzt wird, es ist auch keine Änderung des Wirtschafts- und Finanzsystems in Sicht, das dem Unfug der Finanzmärkte endlich ein Ende setzt. Statt den Finanzmark streng zu regulieren werden Haftungen und Kredite gegeben, die noch dazu unkontrolliert von Leuten mit politisch gefärbtem Hintergrund gelenkt werden. Es ist also stark zu bezweifeln, dass der erwünschte Effekt einer Stabilisierung für die Bevölkerung und deren Finanzen ausbleibt, die Banken wieder unkontrolliert spekulieren und der Steuerzahler zahlen darf.
Der ESM ist nichts anderes als ein weiteres Bankenrettungspaket. Die Länder sparen sich kaputt, was die Rezession noch tiefer macht (siehe Griechenland). Staatseinnahmen sinken, die Schulden können nicht mehr bedient werden und Haftungen des ESM werden schlagend. Bezahlen tun wieder die einfachen Leute durch noch härteres Sparen, Steuererhöhungen, etc. Wie die Grünen dem nur zustimmen haben können, bleibt mir ein Rätsel.
http://www.linkswende.org/6041/Im-I... en-stoppen
Ich frage mich ja langsam wirklich wieviel Glauben man diversen Geschichtsbüchern noch schenken mag, denn wenn das mit dem Geschichte verdrehen in der Vergangenheit so schlimm war wie in der Gegenwart, sind geschätzte 50% der Geschichtlichen Informationen wertlos.. ;)
dann ist es nicht schwer zu erraten, daß die deutschen und österreichischen "eliten" auch diesmal wieder bis zum bitteren ende dabei sein werden. erst danach wird sich vieles ändern. wir müssen darauf schauen, daß die dritte republik besser konstruiert wird als die zweite, die von anfang an als mehrparteien diktatur geplant war.
Ich freue mich schon wenn man die Geister die man gerufen hat ( ESM,IWF,Rettungschirme,Vereinigten Staaten EU,Weltbank ) dann nicht mehr Los wird !!WOLLT IHR DIE ABSOLLUTE KONTROLLE?? Die EU kommt mir vor wie die Titanic jeder weis das es sinkt aber keiner geht noch von Bord hahah
It is a little precious to hear such pontifications from those who, at the helm of central banks, finance ministries, and private banks, steered the global financial system to the brink of ruin – and created the ongoing mess. Worse, seldom is it explained how to square the circle. How can confidence be restored as the crisis economies plunge into recession? How can growth be revived when austerity will almost surely mean a further decrease in aggregate demand, sending output and employment even lower?
Karl Marx was right, it seems, in arguing that globalization, financial intermediation run amok, and redistribution of income and wealth from labor to capital could lead capitalism to self-destruct.
Geschichtslachnummer. Die USA ist in den II WK eingetreten damit es Bretton Woods gibt das war der Sinn und zweck der ganzen Chose und nicht wegen der Menschenfreundlichkeit sonern wegen den üblichen Interessen der Wall street das heißt der zwei drei familien die dieses Land regieren.
ich glaub, ihr habts die artikelbilder vertauscht ;)
http://i45.tinypic.com/2jbo1tz.jpg
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