Deutsche Telekom steuert 2012 auf Milliarden-Verlust zu

7. Oktober 2012, 15:45
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Wegen Fusion des US-Geschäfts mit Konkrurenten MetroPCS

Die Deutsche Telekom wird durch die Fusion ihres US-Geschäfts mit dem Konkurrenten MetroPCS tief in die Verlustzone stürzen. Das Geschäftsjahr 2012 wird der Bonner Konzern nach Berechnungen des "Handelsblatt" (Montagausgabe) mit einem Verlust von mindestens 4,4 Mrd. Euro abschließen, im ungünstigen Fall sind es sogar minus 5,5 Mrd. Euro Nettoergebnis. Grund sind Mrd. schwere Abschreibungen auf T-Mobile USA. Der Konzern selbst beziffert die notwendigen Wertberichtigungen auf sieben bis acht Mrd. Euro, hieß es am Sonntag in einem Vorab-Bericht. Der von Analysten bisher erwartete Jahresüberschuss von 2,6 Mrd. Euro wird damit aufgezehrt.

20 oder 12 Milliarden Euro für T-Mobile

Die Telekom glaubte, ihre US-Tochter sei mehr wert als sich jetzt im Zuge der geplanten Fusion herausstellt. In den Büchern der Telekom steht T-Mobile USA derzeit nach Handelsblatt-Berechnungen mit einem Nettowert von knapp 20 Mrd. Euro. Der Fusionspartner MetroPCS war offenbar aber nur bereit einen Unternehmenswert von umgerechnet 12 Mrd. Euro (etwa 15 Mrd. Dollar) zu akzeptieren. Die Telekom will eine Schuldverschreibung in dieser Größenordnung in die neue Gesellschaft einbringen. Das ist der Preis, den der deutsche Konzern für die Fusion von T-Mobile USA mit MetroPCS zahlt.

Erwartungen nicht erfüllt

Auf das amerikanische Mobilfunkgeschäft muss die Telekom schon seit Jahren abschreiben weil sich die Erwartungen des für 39 Mrd. Euro Anfang des Jahrtausends erworbenen Unternehmens Voicestream nicht erfüllten. Im Geschäftsjahr 2002 waren die Wertberichtigungen u.a. auf Voicestream so hoch, dass die Telekom mit 24,6 Mrd. Euro Verlust den bis dahin höchsten Verlust eines Unternehmens in der deutschen Geschichte machte. Aber im Geschäftsjahr 2011 waren weitere 2,3 Mrd. Euro Wertberichtigung auf T-Mobile USA fällig, wird erinnert. (APA, 7.10.2012)

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