Spanische Proteste reißen nicht ab

Mehrere tausend Menschen gingen wieder aus Protest gegen die Sparmaßnahmen auf die Straße

Madrid - Mehrere tausend Menschen haben am Samstag im Zentrum von Madrid gegen die Sparmaßnahmen der spanischen Regierung protestiert. Viele Demonstranten waren Staatsbeamte, deren Gehälter im kommenden Jahr eingefroren werden. Sie fürchten, dass es durch den radikalen Sparkurs auch zu tiefen Einschnitten im Gesundheitssystem und zur Privatisierung staatlicher Dienstleistungen kommen könnte.

Auch am Sonntag wird in der Hauptstadt Madrid und in anderen Städten des Landes gegen die Sparpolitik demonstriert. "Sie wollen das Land ruinieren, man muss sie davon abhalten", stand auf einem Plakat an der Spitze des Protestzuges. Mehrere Teilnehmer hielten kleine rote Schilder mit der Abbildung einer Schere und der Aufschrift "Nein" in die Höhe. Zu den Protesten hatten die Gewerkschaften aufgerufen.

Spanien steckt derzeit in der zweiten Rezession innerhalb von drei Jahren und kämpft mit einer Arbeitslosenquote von fast 25 Prozent. Seit ihrem Amtsantritt vor mehr als neun Monaten hat die konservative Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy den Bürgern des Landes harte Sparmaßnahmen auferlegt. Immer wieder kam es seither zu Protesten und Krawallen. (APA, 7.10.2012)

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