Dobernig: Kärntner Slowenen keine "echten Kärntner"

7. Oktober 2012, 10:35
  • Dobernig: "Man hat bereits den Eindruck, dass in Kärnten mehr Slowenen als richtige Kärntner leben."
    foto: apa/techt

    Dobernig: "Man hat bereits den Eindruck, dass in Kärnten mehr Slowenen als richtige Kärntner leben."

Umstrittene Äußerungen von Dobernig bei Abwehrkämpferbund-Fest - Umfassende Kritik an Landesrat

Klagenfurt - Kärntens FPK-Finanzlandesrat Harald Dobernig hat am Samstag bei einem Festkonzert des Kärntner Abwehrkämpferbundes mit heftigen Ansagen aufhorchen lassen. Wie die "Kleine Zeitung" in ihrer Sonntagsausgabe berichtete, bezeichnete er die Ortstafellösung als "Einstiegsdroge" und sprach der slowenischsprachigen Volksgruppe ab, "echte Kärntner" zu sein. Die Feier fand anlässlich des bevorstehenden 10. Oktober, dem Tag der Kärntner Volksabstimmung, statt.

"Wir müssen uns stärker artikulieren, müssen kämpfen, gemeinsam Leserbriefe schreiben, sonst glaubt man, dass es in Kärnten nur noch die slowenische Vertretung gibt", so Dobernig. "Kärnten ist nicht zweisprachig." Und weiter: "Man hat bereits den Eindruck, dass in Kärnten mehr Slowenen als richtige Kärntner leben." Kritik übte der FPK-Politiker erneut an einer Ende September präsentierten Zehn-Euro-Sondermünze mit dem Aufdruck "Kärnten/Koroska" - der Name des Bundeslandes in deutscher und slowenischer Sprache.

Kritik an Dobernig

Kritik von allen Seiten, von Politikern im Bund wie im Land Kärnten, hat es am Sonntag für die Aussagen von Dobernig (FPK) zur slowenischen Volksgruppe gehagelt. Vertreter von SPÖ, ÖVP, Grüne und BZÖ übten scharfe Kritik - zum Teil inklusive Rücktrittsaufforderungen und dem Ruf nach Neuwahlen.

Neben Staatssekretär Josef Ostermayer (SPÖ), der auch Chefverhandler der Kärntner Ortstafellösung war, verurteilte die Bundessprecherin der Grünen, die gebürtige Kärntnerin Eva Glawischnig, Dobernigs Aussagen. "Die Kärntnerinnen und Kärntner wollen eine konstruktive Politik und lehnen die permanente Vergiftung des gesellschaftlichen Klimas ab." Dobernig müsse zurücktreten. "Kärnten hat wahrlich etwas Besseres verdient und braucht sofortige Neuwahlen", so Glawischnig.

Holub: "Furchtbar scheußlich und völlig jenseitig"

ÖVP-Landesrat Wolfgang Waldner sagte: "Diese FPK-Aussagen, die zwiespältige Haltung mit Dobernig und Dörfler, schadet dem Ruf Kärntens extrem - und damit auch der wirtschaftlichen Entwicklung. Sie beweisen die Notwendigkeit für Neuwahlen und einen Neustart in Kärnten." Parteichef Gabriel Obernosterer findet es traurig, dass die Freiheitlichen immer noch nicht begriffen hätten, in welche Situation sie Kärnten gebracht hätten. "Und das Einzige, was ihnen für den Wahlkampf einfallt, ist wieder zu versuchen, die Menschen im Land zu spalten."

Als "furchtbar scheußlich und völlig jenseitig" bezeichnete der grüne Landtagsabgeordnete Rolf Holub Dobernigs Aussagen. Dieser begebe sich ins "rechteste Schmuddeleck". Holub forderte den Rücktritt Dobernigs aus allen Funktionen. "Ähnlich wie der 'Kärntner Abwehrkämpferbund' verfügt auch Dobernig über ein baldiges Ablaufdatum. Er ist als Regierungsmitglied mittlerweile völlig untragbar geworden", so der Grünen-Abgeordnete. Holub erneuerte die Forderung nach raschen Neuwahlen.

BZÖ-Bündnisobmann Josef Bucher: "Wenn sich FPK-Dobernig in diesen schweren Zeiten für Kärnten nur damit beschäftigt, wer ein echter Kärntner ist und wer nicht, kann man diesen Politiker nicht mehr ernst nehmen. Das Land ist pleite und geht beinahe vor die Hunde, die ÖVP und FPK-Politiker versinken im Korruptionssumpf, die Arbeitslosigkeit steigt und Dörfler, Dobernig und Scheuch reden nur über die Vergangenheit."

Volksgruppenvertreter fordern Dobernigs Rücktritt

Mit Rücktrittsaufforderungen haben am Sonntag auch die Vertreter der slowenischen Volksgruppe in Kärnten auf die umstrittenen Aussagen reagiert. Marjan Sturm vom Zentralverband der slowenischen Organisationen bezeichnete die Aussagen Dobernigs als "absurd". "Dieser Mann ist rücktrittsreif. Mehr kann ich dazu nicht sagen, der muss zurücktreten", so Sturm.

Der Slowenenvertreter und Anwalt Rudi Vouk sagte: "Es ist erstaunlich, dass jemand, der so borniert ist, Landesrat sein kann. Es ist höchste Zeit für einen Rücktritt - sei es, weil ihn die Justiz dazu zwingt, sei es, wegen solcher Aussagen. Kärnten hat sich etwas Besseres verdient, als Politiker mit so dicken Brettern vor dem Kopf."

"Mit Entsetzen" hat am Sonntag Valentin Inzko vom Rat der Kärntner Slowenen auf die umstrittenen Äußerungen des Kärntner Finanzlandesrats Harald Dobernig (FPK) reagiert. Er wies auf die lange Siedlungsgeschichte von Slawen im Gebiet des heutigen Kärnten hin - diese seien also zweifelsohne "echte Kärntner" - und darauf, dass sich Dobernigs Name vom slowenischen "dob", übersetzt "Eiche", ableite. Der FPK-Politiker habe mit seinen Attacken einmal mehr bewiesen, dass er das Land spalten wolle. Dobernig sei seinem Amt nicht gewachsen und solle zurücktreten, so Inzko in einer Stellungnahme gegenüber der APA.

Die Äußerungen von  Dobernig haben den Botschafter Sloweniens in Wien, Aleksander Gerzina, zu einem drastischen Vergleich veranlasst. "Diese Aussagen machen mich sprachlos. Dobernig und seine Kampftruppe verbreiten das Gedankengut einer Massenbewegung, die in den 30er-Jahren erfolgreich war", sagte Gerzina zur "Presse.

Dobernig will Aussagen nicht zurücknehmen

Dobernig bekräftigte am Sonntag im Radio Kärnten Mittagsjournal: "Ich habe bereits in den Jahren davor gewarnt, dass die Ortstafellösung nicht als Einstiegsdroge für die Slowenenvertreter, die radikalen Slowenenvertreter herhalten darf." Dies sei als Mahnung an die slowenische Volksgruppe zu verstehen, nicht neue, ungerechtfertigte Forderungen zu stellen. Er, Dobernig, glaube nicht, dass seine Aussagen jemanden verletzten könnten, daher gebe es nichts zurückzunehmen. Allerdings seien slowenischsprachige Kärntner natürlich richtige Kärntner. FPK-Obmann Scheuch stärkte seinem Parteifreund den Rücken und nannte die Kritik an Dobernig "völlig überzogen". (APA, 7.10.2012)

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Dobernig und Dodl klingen phonetisch etwas ähnlich.

Findet Ihr nicht ?!

Dobernig sollte sich einmal genau überlegen, was für Konsequenzen es hätte, wenn Kärnten rein "deutsch" wäre.

Denn Monokulturen (und also solche kann man ethnische "Reinheit" durchaus auch sehen) sind im Allgemeinen alles andere als robust.

Und außerdem ist das Gegenteil der Vielfalt: die Einfalt. Das wäre allerdings wieder eine Erklärung für den ganzen Blödsinn, denn vor allem Personen aus dem blaunen Eck ständig mit (fast) beeindruckender Verläßlichkeit so anstellen...

Aber aus Russen machen sie "echte Kärntner"

Natürlich nur gegen Bares

für die Parteikasse.

Das macht eben den Anstand und Fleiß der (Kärntner) FPÖ aus.

Mann sollte den Kärntner die Hypo zusperren. Dann werden sehr schnell diese überheblichen rechten Rassisten abgewählt und aus Kärnten mit nassen Fetzen davon gejagt.

laßt doch den armen. der ist einfach furchtbar deprimiert, seit die leere in seinem innern nicht mehr vom großen meister gefüllt wird ...

dobernig, der "echte kärntner"

wir anderen echten kärntner sind ein buntes gemich aller möglichen völkchen die einmal in diesem gebiet vorbeigeschaut haben. in meinem fall sind massiv schweden beteiligt ;)

da sich dobernig anscheinend als reinrassiger sieht sollte ihm zu denken geben, denn reinrassigkeit setzt ab einem gewissen punkt auch immer inzucht voraus weil nichts neues dazugekommen ist.

deshalb darf man sich auch nicht über wasserköpfiges verhalten dieser reinrassigen deutschdümmler wundern ;)

Ich find das sooo geil, dass die FPK/Kärnten/Dodl-Artikel IMMER in Windeseile die 1000-Postings-Marke überschreiten!
Ihr Gestalten - da seht ihr mal, was wir von euch halten!

Ich bin froh...

dass Sie nach England ausgewandert sind.

Gratulation ???!

Meine Wenigkeit hat die Politik einer gewissen Frau Margaret Hilda Thatcher, Baroness Thatcher of Kesteven LG, OM, PC - sooooosehr geschätzt, dass ich mich von meinem schönen UK (London, Aberdeen, Inverness) verabschiedete und den Rückzug antrat!

Da macht der David Rutt

unserem schönen Österreich mit seiner Dobernig Depperl-Ansicht
aber ordentlich Schande.

Doberning hat nicht so unrecht

Ich bin ursprünglich aus Kärnten aber dann nach England für mein Studium ausgewandert. Wenn man in der nähe der Slowenischen Grenze wohnt kann man sich als Kärntner wirklich nur über die Slowenen aufregen. Ich hab nichts dagegen wenn sie einwandern und sich anpassen, aber dann sollen die Slowenen wenigstens Ihre Kultur daheim lassen, denn was wir nicht brauchen ist Slowenisch als Amtssprache in einer Gemneinde IN KÄRNTEN, oder SLOWENISCH ORTSTAFELN - hallo gehts noch ? Wir sind hier in ÖSTERREICH. Ich meine Slowenen bringen überhaupt kein Geld ins Land, wie z.B. Deutsche, Schweizer, Engländer, Russen, ... deshalb sind diese Länder viel sympathischer als Slowenien.
Und deshalb bin ich froh in England zu leben. So schaden wir unseren Image!

Diesen Jokemuss man aber ...

... 4 Ecken denken. Ist er gemeint wie geschrieben, sind armes Dummerl, das besachwaltet gehört. Aber schnell.

Ausgehend von Ihrer Grammatik

sind Sie ohnedies Slowene, oder?

PS Ihre Sympathien nach dem Stapel der ins Land gebrachten Scheine einzuteilen spricht für sich. Gut, auch eine Variante.
Bleibens in England uns muten Sie uns nicht mehr zu, Sie als Mitbürger in unserem Österreich akzeptieren zu müssen.

Ich hoffe Sie tun viel dafür dass Großbritannien endlich 1. Schottland entläßt, 2. selbst dei EU verläßt!
Dann wären Sie wenigstens zu irgendwas gut.

ihr posing - ist's zum lachen? ist's zum weinen?

stelle fest: die kärntner haben einen echten vergangenheitsortstafelkultur-klamsch.

noja,..

..der David Rutt eben, kotz!!!!!!

.. die sind gar nicht eingewandert: die waren schon da!

Ihre Meinung schmerzt vor Unreflektiertheit. Integrationsunwillige Slowenen, die kein Geld ins Land tragen. Viel Spaß noch in England, ich hoffe, dass Sie sich gut integrieren und Geld ins Land tragen.

Ihren horizont können sie nicht sehen

Sie stehen nämlich drauf, immerhin ein standpunkt

tod..

..den dativ!

in england braucht er zum glück keine deutschkentnisse

ach das ist gut, dass sie ausgewandert sind!

bin ich wirklich froh darüber!

hoffentlich kommen sie nicht zurück und bleiben dort wo man laut schreit "ausländer raus aus dem ausland!"

Meinen Sie das wirklich so,

mein lieber Herr Studiosus oder ist das ein Fake?
Kaum vorstellbar, dass jemand wie Sie einen akademischen Grad trägt (?!) und als Kärntner nicht weiß, dass die Slowenen in diesem Gebiet länger siedeln als die Deutschsprachigen und nach Koroška keine Slowenin / kein Slowene "einwandert".
Mögen Sie als Einwanderer in England bleiben, lep pozdrav iz koroške domovine!

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