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Nach seiner Fernsehansprache bedankt sich der philippinische Präsident Benigno Aquino bei seiner Beraterin Teresita Quintos-Deles, die im Konflikt mit den islamischen Rebellen vermittelt hat.

Manila - Die philippinische Führung hat nach eigenen Angaben ein Abkommen mit muslimischen Rebellen zur Beendigung eines jahrzehntelangen Aufstands geschlossen. Es sei ein "Rahmenabkommen" mit der Rebellenorganisation Moro Islamische Befreiungsfront (MILF) vereinbart worden, erklärte der philippinische Präsident Benigno Aquino am Sonntag in einer Fernsehansprache.
Das Abkommen, das die Einrichtung einer autonomen muslimischen Region im islamischen Süden des überwiegend katholischen Staates vorsieht, soll am 15. Oktober unterzeichnet werden. Die Bevölkerung muss in einer Volksabstimmung zustimmen.
"Dieses Abkommen wird alle Erwartungen übertreffen", sagte Aquino. Es werde das Misstrauen überwinden und den Weg zu einem endgültigen und dauerhaften Frieden in der Region Mindanao ebnen. Aquino zufolge strebt die Befreiungsfront keinen eigenen Staat mehr an. Das Abkommen sehe die Schaffung halbautonomer muslimischer Regionen in Teilen von Mindanao vor. Die Regierung in Manila werde die Kon-trolle über Verteidigung und Sicherheit sowie über die Außen- und Geldpolitik behalten.
Die autonome Region, die bis zum Ablauf der Amtszeit Aquinos Ende 2016 auf Mindanao entstehen soll, darf laut Abkommen eigene Steuern einheben, wird zusätzliche Einnahmen aus dem Verkauf von Rohstoffen erzielen und teilweise für die Sicherheit verantwortlich sein.
Die umkämpfte Region ist für ihren Rohstoffreichtum bekannt. Im Boden liegen Öl- und Gasvorkommen im Wert von schätzungsweise 312 Milliarden Dollar (rund 240 Milliarden Euro). Der französische Mineralölkonzern Total und die philippinische Mitra Energy Ltd. suchen in der Sulu-See nach Öl und Gas.
Die muslimischen Rebellen haben das mit der Regierung erzielte Abkommen zur Beendigung des jahrzehntelangen Aufstands im Land begrüßt. "Wir sind sehr zufrieden", sagte der Vize-Chef für politische Angelegenheiten bei der Rebellenorganisation Moro Islamische Befreiungsfront (MILF), Ghazali Jaafar, am Sonntag. "Wir danken dem Präsidenten dafür", fügte er hinzu.
Obwohl beide Seiten noch Hindernisse ausräumen müssen, gilt die Einigung als Durchbruch in der Vertrauensbildung. Seit den 1970er-Jahren kämpft die MILF für einen autonomen Süden der Philippinen. Die schätzungsweise 12.000 Mann starke MILF ist die größte Separatistengruppe auf den Philippinen. Auf ihr Konto gehen mehrere Terroranschläge. Seit 1978 wurden in dem Konflikt rund 150.000 Menschen getötet. Initiativen für Friedensgespräche gab es seit 1997.
Der Menschenrechtler Zainuddin Malang forderte Regierung und Rebellen zu besonderer Vorsicht bei ihren nächsten Schritten auf. "Dieses Abkommen ist nur eine Gelegenheit zur Beendigung des Konflikts." Die Bewährungsprobe stehe beiden Seiten noch bevor. Er hoffe, dass die Vereinbarung nicht das Schicksal früherer Verträge erleiden werde. Dass Aquino voll hinter dem Abkommen stehe, erhöhe aber dessen Erfolgsaussichten. (AFP, dpa, Reuters, DER STANDARD, 8.10.2012)
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Der Streit um Inselgruppen und vor allem reiche Energievorkommen in den Gewässern zwischen Vietnam, China und den Philippinen ist in eine neue Phase getreten. Hanoi prangert Rechtsbrüche an, Peking schickt Soldaten, und auch Manila rüstet auf
In der Region geht es um Fischereirechte, aber vor allem um Öl- und Gaslagerstätten, für die China kompromisslos zu kämpfen bereit ist
Hunderte in Manila auf der Straße - China fordert seine Bürger auf den Philippinen auf, Häuser nicht zu verlassen
Bisher hatten sich die Chinesen einigermaßen in Zurückhaltung geübt, vor allem um die Amerikaner nicht noch mehr in der Region zu involvieren - von Christoph Prantner
[...] Die umkämpfte Region ist für ihren Rohstoffreichtum bekannt [...]
Eindeutig ein religiöses Problem in der Gegend. Gans eindeutig!
Welcher der vielen Mineralölkonzerne wohl diesen Aufstand finanziert hat????
Schau ma mal, wer bei der Ausbeutungsausschreibung leer ausgegangen ist.
mit relativ undemokratischen Mitteln die Gesetze des Islams, so wie sie, die Islamisten, sie auslegen durchsetzen wollen. Wie etwa die Taliban, die Wahabiten Saudi-Arabiens, die Terrornetzwerke à la Ak Kaida usw.
Wenn Muslime für ihre eigene Freiheit kämpfen, macht sie das nicht zwingend zu Islamisten, obwohl solche Gelegenheiten häufig zu Infiltrierungen durch Islamisten führen.
Auf den Philippinen gibt es eine Anzahl moslemischer Rebellengruppen (MILF, MNLF und Abu Sayyaf sind nur drei davon) abernauch die maoistische New Peoples' Army (NPA). Die 7100 Inseln mit 7 Sprachen, etwa 70 Dialekten und jetzt über 100 Mio Enwohnern waren weder von den Spaniern noch von den Amerikanern wirklich regierbar, weil sie präkolonial nie ein Land waren.
Es ist bemerkenswert, dass es nach allen "all-out-war" Diktatoren und Gaunern im Präsidentenamt nun der erste schwule Präsident dieses erzkatholischen Landes ist, der ernstzunehmende Versuche zu nachhaltigem Frieden startet. Dass er einer der reichsten Zuckerbarone des Landes ist, ist in den Philippinen immer hilfreich!
ein Gerücht. Es als Tatsache zu verbreiten, ist nicht sehr anständig.
Auch scheint er mit der kath. Kirche nicht schlecht zu stehen.
So sein Retreat zu den Karmeliterinnen vor der Präsidentschaftswahl und andere Hinweise.
Im Übrigen hilft es ihm durchaus auch, dass er bereits in der 3. oder 4. Generation einer Politikerfamilie ist.
Ich will damit weder seine zu erhoffenden Erfolge mit dem Vorantreiben des inneren Friedens schmälern, noch würde es mich stören, wäre er schwul.
Was mich stört, sind unpräzise Aussagen, die auf Gerüchten basieren.
Erinnert mich irgendwie an die Erklärung, dass die RAF nicht mehr existiert und die Mitglieder/-läufer eingesehen haben, dass der Kampf gegen die herrschenden Kräfte ein Kampf gegen die Windmühle ist... ja, und die Terroristen nunmehr keine Terroristen mehr sind...
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