Mann mit Behinderung nach Hertha-Spiel beinahe zu Tode gewürgt

6. Oktober 2012, 14:43

Täter ließen 31-Jährigen auf Bahnsteig zurück

Berlin  - Nach einem Fußballspiel in Berlin haben Unbekannte einen Hertha-Fan mit Down-Syndrom an der Berliner S-Bahnstation Olympiastadion beinahe zu Tode gewürgt. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, schlugen die Männer nach dem Spiel der Bundesliga-Zweitligisten Hertha BSC Berlin gegen Dynamo Dresden in der vergangenen Woche zunächst auf den 31-Jährigen ein. Dann verknoteten sie den Hertha-Schal eng um den Hals des Mannes und ließen ihn auf dem Bahnsteig sitzen.

Polizei ermittelt wegen versuchter Tötung

Der 31-Jährige habe den Schal wegen des Down-Syndroms nicht selbst lockern können. Da er auf dem Bahnstieg saß, sei seine Notsituation für Umstehende nicht leicht zu erkennen gewesen, hieß es. Als Polizisten den Mann später bemerkten, sei er schon stark benommen gewesen. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei ermittelt wegen versuchter Tötung. (APA, 6.10.2012)

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das ist ungewöhnlich gemein

und traurig.

Bei uns würde die Polizei dank unserer Streichelpolitik nur wegen einfacher Körperverletzung fahnden, und dementsprechend wenig fahnden, sodass am Ende die Täter entweder nicht gefunden werden oder, falls gefunden, straffrei oder bedingt ausgehen.

kommt drauf an

wenn es sich herausstellt, das die Täter möglicherweise Ausländer oder Kinder von Ausländern sein könnten, dann wird natürlich mit Hochdruck ermittelt und sicherheitshalber im nächst gelegenen Flüchtlingsheim eine Razzia abgehalten.

Sie

kennen sich erblüffend gut mit Berliner Verhältnissen aus, Herr Friedenreich. Wie kommt das?

Lieber Standard

Ich verstehe, dass mein weiter unten Kommentar Widerspruch provoziert. Ich bekomme per mail sofort die Antworten weitergeleitet. Deren waren es mittlerweile 5. Veröffentlicht wurden nur zwei. Eine Antwort hat mein Anliegen unterstützt, doch warum wird diese nicht veröffentlicht, dafür aber der Kommentar, der mir Nazi Verharmlosung unterstellt, obwohl er viel später eingebracht worden ist.

dachte fussball sei die religion des friedens?

Behaupten selbst die begeistertsten Fussballfans eher selten.

dynamo dresden
es darf auch ruhig erwähnt werden, dass die fans dem rechtsradikalen durchaus zugeneigt sind

"die Fans" sind gar nix zugeneigt

höchstens Dynamo Dresden. "Viele" oder "Manche" triffts da schon eher. "Zu viele" triffts in jedem Fall.

nummerntaferl für fussballfans!!!!

aber sofort!!!

Keine Sorge

Das wird bald nicht mehr passieren, da mittlerweile aufgrund von Abtreibungen praktisch keine Kinder mit Down Syndrom mehr das Licht der Welt erblicken dürfen. Was die Nazis nicht geschafft haben...

Es werden keine Menschen getötet sondern Abtreibungen vorgenommen. Das ist in irgenwelchen frauenfeindlichen ideologien zwar das Selbe, medizinisch aber nicht.

Deswegen ist ein Schwangerschaftsabbruch auch bis zur 12. Woche möglich. In fortschrittlicheren Ländern ist es bei gewissen Indikationen auch später möglich (etwa bei Vergewaltigung, Inzest oder wenn das Leben der Frau gefährdet ist). Das mit dem Nationalsozialismus gleichzusetzen ist mehr als nur eine Polemik sondern attackiert schamlos Frauenrechte.
Aus welchen Gründen ein Abbruch vorgenommen wird geht niemanden etwas an, mag in vielen Fällen für Andere nicht nachvollziehbar sein, aber diese Menschen müssen ja auch keinen Abbruch vorgenommen.
Abtreibung und die Stellung von Menschen mit Behinderung in unserer Gesellschaft werden bewusst miteinander vermengt um Ersteres zu deligitimieren. Ein widerliches Unterfangen,

Selektion

Sie sind also dafür, dass behinderte Menschen bis zur Geburt selektiert werden dürfen (ist Rechtslage in Österreich), nicht behinderte Menschen aber nicht?

nein, ich bin dafür, dass eine Frau entscheiden kann ob sie eine Fötus austragen will oder nicht. Ohne dass Indikationen angegeben werden müssen.

Ich bin ja auch nicht dafür, dass Frauen, die sich ein Kind ganz simpel nicht leisten können, nur aus diesem Grund einen Abbruch vornehmen lassen müssen. Das wäre ja auch eine Selektion- nach Klasse. Aber das Recht auf Schwangerschaftsabbruch einzuschränken ist genau der falsche Weg, vor allem in so einer pseudoempörten Manier. Dafür müssen gesellschaftliche Verhältnisse geändert und nicht Frauenrechte beschnitten werden.

Bis zur Geburt?

Sie fänden es also ok, wenn es legal wäre ein Kind einen Tag vor der Geburt noch abzutreiben? Wahnsinn!

Niemand wartet bis einen Tag vor der Geburt, das ist doch ein altes Märchen. Spätabbrüche finden so im 4 oder 5 Monat statt.(und bitte nicht irgendwelche Anekdötchen à la "die Tante eines Freundes meiner Mutter hat aber während der Geburt abgetrieben

Jede Frau, die einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen lassen will tut das so bald wie möglich. Außer es fehlt an Geld (deswegen wäre eine Regelung auf Krankenschein sehr wichtig) oder es gibt medizinische Indikationen, die vorher nicht ersichtlich waren.
Ich bewundere jede Frau, die ihr Leben aufgibt, um sich um ein behindertes Kind zu kümmern. (es sind halt zu 99% die Frauen). Ich verüble es keiner, wenn sie nicht die Zeit, die Energie, das Geld und das Umfeld hat. Deswegen wäre es wichtiger diese Debatte auf dem Umgang mit Behinderten in der jetzigen Gesellschaft zu fokussieren und nicht pseudoempört das Recht auf Abtreibung zu deligitimieren.

ich denke eher er ist dafür, dass das eine entscheidung ist die die betroffenen treffen müssen und nicht irgendeine pseudoempörte öffentlichkeit.
tatsache ist dass keine frau einen grund angeben muss, warum sie abtreiben will. und das ist gut so.

die gesellschaftliche entwicklungen und umstände die hinter einer möglichen "ausfilterung" nicht behinderter menschen stehen, werden durch so eine kopflose panikmache, im schulterschluss mit fundamentalistsichen abtreibungsgegnern, nicht gelöst. nein, sie lenken davon ab.

Doch

Bei Abtreibungen nach dem 3. Monat muss man eben doch einen Grund angeben. Und da würde das Down Syndrom dazuzählen. Wann ist man eigentlich pseudoempört?

pseudoempörung erkennt man dadurch, dass entsprechende gefühlsregungen durch trivialitäten wie "wer spielt denn heut" oder "das war aber mein bier" schnell wieder verdrängt werden können.

@3.monat - afaik: dann muss man keinen grund angeben, sondern es muss ein medizinischer grund vorliegen.

und da haben wir eine der krux(es?) bei dieser sache. gesellschaftlich relevant wäre die diskussion ob eine geistige beeinträchtigung auch ein med. grund zur abtreibung ist/sein darf bzw. was danach kommt. die haarfarbe etc.?
stattdessen wird jetzt angesicht einer einfacher kontrollmöglichkeit ein nebenschauplatz bekämpft. und anstatt einen diskurs zu dieser problematik zu fördern, setzt man sich mit den selben trotteln in ein boot die abtreibungskliniken belagern und psychisch angeschlagene frauen, die zu diesem zeitpunkt über eine wirklich hartes schicksal entscheiden mussten, belästigen, beleidigen und erniedrigen.

Ich gratuliere Ihnen zum dümmsten und unpassendsten posting aller Zeiten!

Es ist ein prägnant zugespitztes und daher gutes Posting!

Die Aussage des Vorposters ist zwar bewusst polemisch formuliert, stellt aber einen in unserer Gesellschaft vorhandenen Wertungswiderspruch völlig zutreffend dar.

Von "dumm" und "unpassend" kann also nicht die Rede sein.

Mit der Verharmlosung von grausamen Nazi-Verbrechen dienen sie ihrem Ziel nicht.

So ganz verstehe ich die Rotstriche nicht?

Letztlich sind diese Untersuchungen und Tests ja nichts anderes als selektieren. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Warum macht man diese Test, wenn es nicht um "Minderwertigkeit" geht.
Wie will man denn dieses Vorgehen schönreden?

Wer gibt mir rote Striche?

Was stimmt an dieser Aussage nicht?

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