Shell scheiterte mit Millionenklage gegen Greenpeace

Unternehmen wollte Verbot von Protestaktionen in der Arktis erstreiten

Amsterdam - Der niederländische Ölkonzern Royal Dutch Shell ist mit einer Millionenklage gegen Greenpeace vor Gericht gescheitert. Das Unternehmen hatte ein Verbot sämtlicher Protestaktionen der Umweltschutzorganisation auf oder unweit von Shell-Grundstücken in der Arktis erstreiten wollen.

Recht auf Protest

Am Freitag urteilte ein Amsterdamer Bezirksgericht allerdings, dass Greenpeace das Recht auf Protest habe. Im Übrigen müsse Shell mit öffentlichem Widerspruch gegen umstrittene Geschäftspraktiken rechnen.

Allerdings muss sich Greenpeace nach einer gerichtlichen Anordnung künftig an etliche Richtlinien halten, die "angemessene" Proteste sicherstellen sollen. So darf die Gruppe nicht länger als eine Stunde Tankstellen besetzen.

Shell hat 4,5 Milliarden Dollar (3,48 Mrd. Euro) in ein Erdölfördungs-Projekt vor der Küste Alaskas gesteckt. Aus Sicht von Greenpeace birgt das Vorhaben im Nordpolarmeer jedoch Umweltrisiken. (APA, 6.10.2012)

  • Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace demonstrieren vor einer Shell-Tankstelle in Hamburg.
    foto: dpa/christian charisius

    Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace demonstrieren vor einer Shell-Tankstelle in Hamburg.

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