UN: Sanktionen beeinträchtigen humanitäre Arbeit im Iran

5. Oktober 2012, 22:59
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Verknappung von Arzneimitteln als Folge der Sanktionen

New York - Die gegen den Iran verhängten Sanktionen sind so wirkungsvoll, dass sie nach UN-Darstellung mittlerweile auch humanitäre Aktionen beeinträchtigen. Selbst Firmen, die legal Lebensmittel und Medikamente einführen dürften, hätten wegen der finanziellen Strafmaßnahmen Probleme, eine ausländische Bank zum Bezahlen der Rechnung zu finden, hieß es in einem Bericht von Generalsekretär Ban Ki-Moon an die UN-Vollversammlung. Das habe zu einer Verknappung von Arzneimitteln geführt - etwa zur Behandlung von Krebs- und Herzerkrankungen oder Multipler Sklerose.

Eine Reihe iranischer Hilfsorganisationen habe deshalb die Sorge geäußert, dass die Folgen der Sanktionen wie ein Anstieg der Lebenshaltungskosten weitreichende Konsequenzen für die Bevölkerung hätten, heißt es weiter in dem am Freitag vorgelegten Bericht Bans. Die UN, die USA und die EU haben im Atomstreit Sanktionen gegen die Islamische Republik verhängt. Die Führung in Teheran bestreitet Vorwürfe, unter dem Deckmantel der Energieerzeugung an Atomwaffen zu arbeiten. Der Iran verweigert sich jedoch Kontrollen, was den Verdacht begründet. (APA/Reuters, 5.10.2012)

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