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Frau Landeshauptmann Gabi Burgstaller hat einen populär-pädagogischen Ausspruch getan, den man auch an jedem Stammtisch hören könnte: "Ein paar Monate Zivildienst oder Bundesheer tun den jungen Männern sicher gut."
Bei diesem Zitat steigen Visionen auf von älteren männlichen Verwandten, die sich nostalgisch an die schöne Zeit erinnern, als es noch mit der deutschen Wehrmacht gen Russland ging. Oder an schmallippige Rentner, denen die Gfraster zu viel Lärm im Gemeindebauhof machen.
Burgstaller hat das vermutlich nicht so gemeint. Eher im Sinn, junge Leute müssten auch einen Teil der in sie investierten Ausbildung an das Gemeinwohl zurückgeben - die Einbeziehung des Zivildienstes spricht für diese Variante.
Die Frage ist nur, ob es den jungen Männern derzeit guttut, wenn sie beim Heer herumlungern, irgendwelche stumpfsinnigen Arbeiten verrichten und zum Saufen angehalten werden. Denn Generalstabschef Edmund Entacher, ein strikter Verfechter der Wehrpflicht, hat das Grundproblem im STANDARD angesprochen: Jetzt tun die Grundwehrdiener kaum das, was der Sinn einer soldatischen Ausbildung ist: "Schießen, Stationsmärsche, auch Nachtübungen".
Wer die Wehrpflicht erhalten will - z. B. weil ein Berufsheer ein Magnet für soziale Randgruppen und rechtsextreme Waffennarren wäre - muss vor allem diesen Zustand ändern. (Hans Rauscher, DER STANDARD, 6./7.Oktober 2012)
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Das Berufsheer wäre also ein Magnet für rechtsextreme Waffennarren. Nehmen wir mal an das ist so. Dann wäre doch auch logisch anzunehmen, dass bereits in den derzeitigen beruflichen Teilen des Heeres rechtsextreme Elemente und Waffennarren zu finden sind. Also auch unter jenen die in der Ausbildung junger Wehrpflichtiger tätig sind. Ist es dann nicht noch gefährlicher, wenn diese Leute, durch ihren Einfluß auf einen Großteil der heranwachsenden Jugend sehr viel dazu beitragen, dass sich dieses Gedankengut am Leben hält? Glauben Sie im Ernst, dass Jugendliche von 18 oder 19 Jahren, die sich in der Situation befindet zu gehorchen und Befehle zu befolgen, diesem Gedankengut entgegenwirken können? Sie denken verkehrt, Herr Rauscher!
1.) Die Herren Generaele waermen seit Jahrzehnten ihre Sessel, und noch laenger ist bekannt, dass die Ausbildung der Grundwehrdiener unter aller Sau ist, eine Zumutung. Interessiert hats aber nie jemanden, Hauptsache, die Planstellen haben sich vermehrt, und Geld fuer unnoetige Prestigeprojekte wie die EF wurde besorgt. Wie glaubwuerdig ist es, dass ausgerechnet jetzt, wo es Wehrdienst und infolge Planposten wegen der schwachen Leistung der Generaele an den Kragen geht, eine Reform vor der Tuer gestanden waer?
2.) Mehr Schiessen und mehr Nachtmaersche - und dann ist alles in Ordung? So soll eine Grundwehrausbildung im 21. Jahrhundert ausschauen? Entacher soll endlich in Pension gehen.
"Wer die Wehrpflicht erhalten will - z. B. weil ein Berufsheer ein Magnet für soziale Randgruppen und rechtsextreme Waffennarren wäre..."
Ich will nicht behaupten, dass es in unserem derzeitigem Heer keine Probleme mit rechtem Gedankengut gibt(ich erinnere an die Ulrichsbergtreffen und den Widerstand gegen Darabos, als er dem ÖBH die Teilnahme untersagte). Ein Berufsheer wird das vermutlich nicht ändern.
Aber eine Wehrpflicht ist nun wirklich keine Garantie dafür, dass sich besonders "demokratiefreundliche Objekte" in einer Armee sammeln.
Beispiele wären u.A. NS-Deutschland, das faschistische Italien und das austrofaschistischen Österreich, die allesamt die Wehrpflicht wieder eingeführt haben.
Und jede x-beliebige weitere Diktatur.
zum Saufen angehalten werden: Blödsinn. Ich habe während meiner Grundwehrzeit zusammengezählt maximal 5 Bier getrunken. Keiner wird in Österreich gezwungen Alkohol zu trinken, auch wenn es dem Staat Recht wäre (Alkoholsteuer).
Ein paar Monate Zivildienst oder Bundesheer tun den jungen Männern sicher gut: tun sie auch. Nur sollte man über eine Verkürzung nachdenken. Derzeit hat man 1 Monat Grundausbildung, 1 Monat Fachausbildung und dann beginnt meist der langweilige Dienst. 4 Monate total wären wohl genug. Und eine wiederholende Auffrischung an Waffe und Schießstand (1 Tag pro Jahr) wäre sinnvoll um die Einsatzfähigkeit zu erhöhen.
Die Schweiz kann nämlich mit 200.000 Soldaten unter Waffen aufwarten = Vorbildfunktion.
Wie stehen sie denn zur Abschafffung des Heeres?
Die Abschaffung des Heeres scheint mir die bessere Alternative zur Abschaffung der Wehrpflicht. Wie will man denn ein Heer, das doch irgendwie dem Konzept eines Milizsystems folgt, im Horuck ein Berufsheer machen? Das hätte in unserem Land etwas staatsstreichartiges, und man braucht nicht 3 mal raten, wer da die Fäden dann in der Hand hält.
Der demokratiepolitische Wahnsinn eine Volksabstimmung ohne wesentliche öffentliche Diskussionen (das war bei der AKW-Abstimmung nicht so!) schreckt offenbar niemanden, Populismus total, auch von den Grünen.
Mir selbst ist die Wehrpflicht ein Greuel gewesen, aber jetzt so einfach den Rechten (Banken & Militär) Alles überlassen?
Dafür wurde in jedem Land, in dem eine Diktatur an die Macht kam, die Wehrpflicht (wieder) eingeführt oder zumindest beibehalten.*
Man sollte aber ruhig auch über eine Auflösung des ÖBHs nachdenken dürfen.
*Einzige Ausnahme: China...die haben derzeit praktisch das selbe System wie Dänemark.
*hust* Einkommensteuern
*hust* Sozialabgaben
*hust* Einzahlungen in ein Pensionssystem aus dem wir einmal nicht mal halb soviel bekommen wie jene für die wir jetzt aufkommen dürfen.
Lieber Herr Rauscher.
Ich bin Akademiker in einer zukunftsträchtigen Branche, wie auch meine Eltern vor mir. Beide Elternteile sind Berufstätig und jedes einzelne zahlt, (ich hab das mal durchgerechnet) pro Jahr ca. 2,2 mal soviel an Steuern, wie der Durchschnittsösterreicher im Jahr VERDIENT!
Bei mir wird es einmal nicht anders sein...eher noch schlimmer.
Wo genau orten sie, oder die Frau Ministerin, hier weiteren Rückzahlbedarf, dürfte ich das höflichst erfahren bevor ich hier vor Wut über so behämmerte Äusserungen detoniere?
- Ein Geschröpfter in spe.
Gratuliere zum Abschluss, Mister Master ;-)
btw: Auch ein Hilfarbeiter oder ein Geselle zahlt seine Ausbildungskosten mehrmals im Leben zurück. Mit Leichtigkeit.
Lediglich Staatsangestellte können das, unabhängig ihrer Ausbildung, nicht (logischerweise-ist kein Vorwurf, bin ja selbst einer).
Eben. Und nicht nur dass er sie zurückzahlt...er könnte sie sogar noch schneller wieder reinbringen, soll heissen der Staat könnte noch mehr an seinen Bürgern verdienen, wenn dem Jungen kein halbes Jahr Berufszeit durch sinnloses Rumkriechen verlorengehen würde.
Von seiner strategischen Unnötigkeit und taktischen Unbrauchbarkeit also ganz abgesehn, kommt damit noch ein drittes Argument gegen das Milizheer dazu...und das ist der Volksökonomische Schaden den es anrichtet!
Mister Magister.
Sie verdienen gut und zahlen auch viele Steuern und Sozialabgaben.
Das erteilt Ihnen und den anderen Priviligierten aber keinen Sonderstatus wenn es um die Verteidigung unseres Landes und unserer Freiheit geht.
Zum Glück war Österreich seit vielen Jahrzehnten in keinen Krieg mehr verwickelt und die Grundwehrdiener können nach der Grundausbildung ein paar Monate locker rumsitzen.
Wenn aber der Ernstfall eintritt, haben wir derzeit sofort >10.000 einsatzfähige, junge und gesunde Männer die uns schützen könnten. Bei einer Berufsarmee müssten wir irgendwann wie Belgien mit einer totalen Überalterung und fehlender Einsatzfähigkeit rechnen. Greise die unser Land verteidigen wollen ?
...dass das Argument, Heeresdienst = Wiedergutmachung von Ausbildungskosten, angesichts der Steuerlast Schmarren ist...insbesondere da Frauen genauso Ausbildung bekommen und nicht zum Dienst gezwungen werden...wo ist da bitte die Logik?
"Wenn der Ernstfall eintritt"...wenn...vielleicht...
Und wenn dieser Ernstfall eintritt, dann sehe ich dieses Land lieber von 5000 professionellen Berufssoldaten verteidigt, als von 20.000 verängstigten, weder physisch noch mental auf einen Kampf vorbereiteten Teenagern, die nichtmal vernünftig gradeaus schiessen können. Von wegen jung und gesund...das sind ungeübte Kinder, keine Soldaten!
btw. deine Zahlen sind falsch...das ÖBH hat 35.000 Aktive und 30.000 Miliz...wenn man keine ahnung hat usw...
die nichtmal vernünftig gradeaus schiessen können
Durch das Zielfernrohr des STG 77 zu schauen - den Kreis auf das Ziel zu bringen und abzudrücken kann man jedem Depp an einem Tag beibringen.
Und glauben Sie wirklich, dass ein überaltertes Berufsheer mit Bauchspeck einsatzfähiger ist als junge drahtige Burschen die in der Freizeit an der Playstation rumballern und eine doppelt so hohe Reaktionszeit haben ? Sie trauen der Jugend wirklich wenig zu.
...auf eine Scheibe, nachdem der UO die Visiereinrichtung eingestellt hat, das kann wirklich jeder.
So, und jetzt bist du im Wald. Da vorne rennt ein Typ von Deckung zu Deckung, du siehst ihn schlecht und hockst in einer Mulde, bzw. musst selbst in Deckung springen. Du hast 2 Sek Zeit deinen Schuss abzugeben bevor er auf dich feuert. Es regnet. Du stehst unter enormen Stress. Deine Visiereinrichtung ist verschoben, weil du vorhin gestolpert bist. Du bist dir darüber im klaren dass du auf einen Menschen schiesst, nicht auf eine Pappscheibe.
Kann das auch noch jeder? Oder wär hier vielleicht ein Soldat mit langjährigem Training besser?
Und wieviel Bauchspeck siehst du zb. bei der US Army? DAS sind Berufssoldaten.
Und wieviel Bauchspeck siehst du zb. bei der US Army? DAS sind Berufssoldaten = das sind Zeitsoldaten die nach ein paar Jahren "realem" Dienst meist zu Sozialfällen werden. Länger als bis 45 Jahren kann man nämlich körperlich keine 100% bringen.
Kann das auch noch jeder? Oder wär hier vielleicht ein Soldat mit langjährigem Training besser? = sowas kann man leider nur im Einsatz trainieren und nachdem wir keine Kampfeinsätze haben, hätten Zeitsoldaten eines Berufsheeres genau sowenig drauf wie ein Grundwehrdiener.
...des Soldatendaseins eben nicht mehr gewachsen...genausowenig wie man mit 50 noch Profiskifahrer sein kann. Mit erreichen eines gewissen Alters ergreift man dann entweder eine Verwaltungs/Ausbildungsaufgabe, oder geht ins Zivilleben zurück.
Thema Sozialfall nach der Army: Das ist völliger Topfen, und daher von dir mit Zahlen auch nicht belegbar. Für viele Menschen aus den unteren Schichten ist die Army sogar die einzige Möglichkeit eine Berufsausbildung zu bekommen...ob sie diese danach auch nutzen steht auf einem anderen Blatt.
Thema Training: Noch ein Topfen. Durch ausreichendes physisches und mentales Training kann man Menschen auf Extremsituationen vorbereiten...für dieses Training fehlt in einem Wehrpflichtsystem jedoch die Zeit.
Wir haben eigentlich nur ~15k Berufssoldaten und 10k Grundwehrdiener(die 10k, die fehlen, sind Zivilangestellte).
Bei einem Berufsheer hätten wir dann längerfristig weniger Zivilangestellte und praktisch die gleiche Anzahl an Berufssoldaten-praktisch aber mehr Leute, die man auch als Soldat bezeichnen kann.
Milizsoldaten gibt es dann vermutlich weniger, dafür kann man diese dann auch einsetzen und sie könnten hin und wieder eine Übung sehn und würden auf Leistungsfähigkeit überprüft werden. Nach den Plänen von Darabos.
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Ich wäre dafür die Miliz sofort und komplett aufzulösen.
Von mir aus müsste sie netmal aufgelöst werden...sollen sie die Kasperls noch Krieg spielen lassen bis sie keine Uniformen mehr finden in die Wohlstandsbäuche reinpassen :D
Hauptsache der sinnlose Verein wird nicht mehr nachbesetzt...eine derartige Geldverschwendung.
Ich kenn zb. einen Milizwachtmeister...der Typ gehört noch zu den jüngeren...knappe 30, 118 Kilo bei 1,90. Wie der im vielzitierten "Ernstfall" mit der Kaz3 Volladjustierung inklusive Stg durchs Gelände kriecht will ich sehen. Soviel zur Einsatz und Kampfbereitschaft...ein Schmarren! Freiluftsport auf Kosten des Steuerzahlers, nix anderes is das.
Ich kenne einen Wirten, ca 35 Jahre, der schwerer Alkoholiker ist aber die äußeren Erscheinungsmerkmale mit deinem Beispiel teilt. Weiters ist der ziemlich....ziemlich braun.
Ebenso stört mich, dass alle Milizsprecher und die meisten der Milizler, die sich im Forum stark machen eine sehr rechte Gesinnung haben. Teils eher austrofaschistisch, teils mehr nationalsozialisch. Jedenfalls extreme Realitätsverweigerer.
Ich sehe nicht ein, denen ihre "Wehrsportübungen" zu finanzieren.
Das die mich niemals verteidigen könnten, steht ohnehin fest...soweit mir bekannt(lt meinem Bruder/inet...ich war ja zivi) gibts bei der Miliz keine Verbände mit irgendwelchen nennenswerten Waffensystemen(ok die gibts in Ö generell nur in homöophatischen dosen).
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