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Razzien auf der Baustelle. Dieses Mal hat es sich ausgezahlt.
Wien - Die Finanzpolizei hat bei einer österreichweiten Aktion gegen Pfusch am Bau zahlreiche Verstöße festgestellt. Die "Aktion scharf" gegen steuerunehrliche Subfirmen im Bereich der Verlegung von Betoneisen war ein großer Erfolg, teilte das Finanzministerium am Freitag in einer Aussendung mit. Durch Großkontrollen an zwei Tagen auf zahlreichen Baustellen in ganz Österreich wurde Abgabenhinterziehung im Umfang von 2,65 Mio. Euro aufgedeckt.
Zuvor waren der Finanzpolizei vor allem im Bereich der Eisenverlegung immer wieder Firmen aufgefallen, die für ihre Arbeiter weder Beiträge zur Sozialversicherung noch Lohnsteuer bezahlten und nach relativ kurzer Zeit mit hohen Rückständen bei der Krankenkasse und dem Finanzamt in Konkurs gingen. Mit einer bundesweiten Schwerpunktaktion wurde gegen diese betrügerischen Subfirmen vorgegangen. "In wochenlanger Vorarbeit wurde von einem Kernteam der detaillierte Plan des Einsatzes erarbeitet", erklärte Wilfried Lehner, Chef der Stabsstelle Finanzpolizei.
An der Aktion nahmen neben 243 Finanzpolizistinnen und -polizisten auch 73 Mitarbeiter aus den Betriebsprüfungsabteilungen der Finanzämter und vier Organe der Bundespolizei teil. Bei 125 Großkontrollen in 422 inländischen und 81 ausländischen Betrieben wurden 1.087 inländische und 1.026 ausländische Dienstnehmer kontrolliert. Am zweiten Kontrolltag wurde auf vielen Baustellen, die vorher verwaist waren, doch Arbeiter gefunden, da mit einer zweimaligen Kontrolle nicht gerechnet worden war, so die Finanzpolizei.
Bei der Aktion wurden u.a. 92 Übertretungen des Arbeitsvertragsrechts-Anpassungsgesetzes, 58 Übertretungen des Allgemeinen Sozialversicherungsgesetzes (ASVG), 53 Übertretungen des Ausländerbeschäftigungsgesetzes festgestellt. Weiters wurden zahlreiche Steuerbescheide (Sicherstellungsauftrag: 7 Bescheide über 856.994 Euro, Forderungspfändungsbescheide: 24 Bescheide über 1,794.271 Euro) erlassen. Außerdem kam es zu zwei Festnahmen. (APA, 5.10.2012)
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Offensichtlich will uns dieser Artikel sagen, dass die Finanz das ganze Jahr über bei den Baufirmen schläft und nichts macht. Und jetzt einmalig als Alibihandlung eine solche Aktion als ach so großen Erfolg bejubelt.
Solche Aktionen gehören, damit es was verändert, laufend gemacht. Und ohne das man diese Aktionen in einer Art Selbstbeweihräucherung in den Medien bejubelt.
wird nirgendwo so hart nach Material verrechnet und gekürzt und gefeilscht wie in der Bauwirtschaft.
Schätzung und tatsächliche Kosten laufen dort auch manchmal soweit auseinander, wie bei IT Großprojekten und die Bauvorhaben sind öfters on Delay als on time.
Bauwirtschaft ist unter legalen voll korrekten Bedingungen öfters auch ein leichter Verlust.
Deswegen wird dort soviel getrickst und das gehört zum Ritual des Ankündigen von Kontrollen.
(Der Verputzer-Partie Trick mit Subunternehmer, wo jeweils eine gerade volljährige, aber noch nicht verheiratete Tochter Firmeninhaberin war und die dann ins Ausland heiratete und die Subfirma Insolvenz anmeldete bevor die Steuer fällig war, funktioniert ja auch nicht mehr.)
dann nicht funktioniert, wenn man den Eindruck hat irgendwie einen Vorteil für sich selbst generieren zu können.
Menschen sind leider so beschaffen, dass genug nie genug ist -> ein funktionierendes Sozialsystem wird nach Strich und Faden missbraucht, weil es ja nicht reicht mit einer Firma legale Gewinne zu erwirtschaften.
Das Problem liegt vor allem daran, dass man die betreffenden Vorgänge nicht stets kontrollieren kann mangels vorhandenem Personal, dabei könnte man ganz einfach die Schwarzarbeiter selbst zu Kontrolleuren machen, indem man nicht wie -so weit ich weiß- bisher einfach ein ordentliches Arbeitsverhältnis fingiert, sondern man diesen nachträglich den doppelten Kollektivvertragslohn zubilligt, sodass jeder Schwarzarbeiter nach vollbrachter Arbeit ein wirtschaftliches Interesse hätte, seinen "Arbeitgeber" anzuzeigen. Diesfalls würde man sich der Gier des Menschen bedienen, was die illegale Beschäftigung für den Unternehmer zu einer riskanten, weil möglicherweise sehr kostspieligen Angelegenheit macht, sprich Schwarzarbeit unprofitabel macht.
So könnte man den "kleinen" Pfusch unter Privaten abstellen. Hier geht es um gewerbsmässigen Betrug.
Es wird eine Firma mittels eines Strohmanns gegründet. Ein Auftrag angenommen, dann wird eine Zeitlang gearbeitet und keine SV-Beiträge abgeliefert. Hat man genug Geld abgeschöpft oder werden die Behörden aktiv ist das Geld und die Hintermänner nicht mehr greifbar. Übrig bleiben die Arbeiter und oft der Strohmann. So läuft das oft ab.
geh komm, bei den firmen von denen hier z.b. die rede ist wird mitunter täglich ausbezahlt (oder auch nicht). den chef oder den wirklichen firmennamen kennen die leute gar nicht. deutsch können sie sowieso nicht und doktoren sind sie auch keine (müssen sie für stupide rödel-arbeiten auch nicht sein).
was willst jetzt also anzeigen? ihr seit tw. solche rosaroten theoretiker das es weh tut.
billig ist das was gewünscht wird. beim privaten häuslbauer fängt das schon an. das resultat entsprechend.
Es geht darum dem Arbeiter, der ja meist in der schwächeren Position ist und selbst ein geregeltes Arbeitsverhältnis bevorzugen würde, einen deutlichen Anreiz zu geben, sodass der Unternehmer kein Interesse mehr daran hätte, solche Arbeitsverhältnisse überhaupt in Erwägung zu ziehen und damit der ordentlich beschäftigende Unternehmer keinen Nachteil mehr hat, sprich selbst nicht in die Illegalität getrieben werden würde, um am Markt überlebensfähig zu bleiben.
Die Maßnahme mag fragwürdig sein, als sie dem Arbeiter der illegal arbeitet einen nachträglichen Vorteil verschafft, dadurch verliert Pfusch aber seinen Reiz für Unternehmer, für die diese Maßnahme gelten sol, Private sollte man ausnehmen, weil sonst viele Häuser nicht stehen würden
ist mehr kontrolle leider notwendig.
tausende pfuscherpartien waren im sommer auch wieder im privaten häuslbau unterwegs. pfuschen gilt in österreich als kavaliersdelikt (wie alkohol am steuer). durch schwarzarbeit verliert die der staat steuern und pensionsbeiträge. der mindestrentner im wiener gemeindebau friert dann im winter.
Klar spart jeder, wo er kann.
Der derzeitige Trend zu noch mehr Hi-Tech, kontrollierten Wohnraumlüftungen, Haustechnik-Regelungs-Schnickschnack, ohne den man bald keine Baugenehmigung mehr bekommt (EPBD 2010 !), wird die Situation noch mehr verschärfen.
wie gesagt, EPBD verbietet's in Zukunft, ohne Schnickschnakc zu bauen. Denn die darin geforderten kennwerte erreicht man ohne mechanische Zwangslüftung nicht.
Im Übrigen leiste ich mir lieber die Heizkosten und spar mir dafür die Arztrechnungen zur Behandlung schadstoffbedingter Allergien meiner Kinder.
ich weiß nicht ob nicht das mit Hilfe des Lohn und Sozialdumping-Gesetzes angestrebt wurde.
Die WGKK hat jedenfalls auch in diese Richtung gedacht.
Vielleicht ist ja wer im Forum der das genauer weiß.
Aber wie "Felix Kuttinger" scrheibt, die Branche ist irre.
Faktisch läuft es so, dass der Generalunternehmer, oder ein unmittelbarer Subleister seines Vertrauens, sich Arbeiter (elende Rumänen, Serben, etc...) vom Arbeitsstrich holt. Die meldete man auf pseudokorrekte Scheinunternehmen (mit HFU-Listeneintrag!!!) an - die Arbeitssklaven sind dann immerhin sozialversichert (auf Kosten der ehrlichen Beitragszahler). Buchhalterisch agiert man mit Scheinrechnungen - dermaßen unverschämt, dass man die hohen tatsächlichen Gewinne in Verluste verwandelt. Über getürkte Materialeinkaufsrechnungen erschleicht man sich zusätzlich Vorsteuergutschriften. Die Zustände in der Bauwirtschaft spotten jeder Vorstellung. Und unsere Verantwortungsträger stecken bis über beide Ohren im Korruptionssumpf. Wen wundert es?
Ich könnte mir schon vorstellen das zB bei öffentlichen Aufträgen der Unternehmer Vertraglich dazu verpflichtet wird für seine Subunternehmer zu haften. Dann sucht man nicht den billigsten Subunternehmer sondern einen von dem man weiß das korrekt gearbeitet wird.
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