EU erwägt Ausnahmen bei Kosmetikstoffen aus Tierversuchen

5. Oktober 2012, 15:41
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Ein EU-weites Verbot soll im März in Kraft treten - Die Kommission prüft bereits Sonderregelungen

Brüssel/EU-weit - Die EU-Kommission erwägt Ausnahmen für die Einfuhr von Kosmetika-Inhaltsstoffen, die mit Tierversuchen erprobt wurden, obwohl ab März 2013 ein generelles EU-Importverbot greifen soll. Tierversuche für die Herstellung fertiger Kosmetika sind in der EU seit 2004 verboten.

"Mangel an Alternativen"

Die EU-Kommission untersuche "die Auswirkungen des Verkaufsverbots für 2013 sowie Möglichkeiten zur Milderung dieser. Die Kommission hat in dieser Angelegenheit noch keine endgültige Entscheidung getroffen", heißt es in einer Antwort der EU-Behörden auf eine parlamentarische Anfrage des SPÖ-Delegationsleiters im EU-Parlament, Jörg Leichtfried. Das Problem mit der Frist 2013 liege "in der mangelnden Verfügbarkeit alternativer Methoden begründet", erklärte die Kommission.

Leichtfried: "Nicht zu akzeptieren"

"Das ist nicht zu akzeptieren. Die Übergangsfrist war lange genug, Unternehmen hätten eben, auch wenn das mit einem gewissen finanziellen Aufwand verbunden ist, sich besser auf die Umstellung vorbereiten müssen", kritisierte Leichtfried am Freitag. "Jetzt drängt die Zeit, die bereits beschlossene Frist mit März 2013 muss aber eingehalten werden." (APA, 5.10.2012)

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