Bundesheer: Burgstaller "an sachlicher Debatte interessiert"

5. Oktober 2012, 15:28
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Salzburgs Landeshauptfrau weiß noch nicht, wie sie bei der Volksbefragung abstimmen wird

Salzburg - Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ) hat ihre jüngsten Äußerungen zum Thema Heeresreform am Freitag gegenüber der APA präzisiert. Sie sei mehr denn je an einer sachlichen Debatte über Wehrpflicht und Zivildienst interessiert. Sie habe sich jedoch persönlich noch nicht festgelegt, wie sie bei der Volksbefragung im Jänner 2013 abstimmen werde, betonte die Salzburger SPÖ-Vorsitzende.

Auf die Frage, ob sie für die allgemeine Wehrpflicht oder für ein Berufsheer sei, war Burgstaller am Donnerstag in den "Salzburger Nachrichten" zitiert worden, "ein paar Monate Zivildienst oder Bundesheer tun den jungen Männern sicher gut". Burgstaller stellte heute klar: "Teil-Interpretationen und Verkürzungen bringen die Diskussion nicht weiter. Ich habe ausdrücklich erklärt, dass der Zivildienst als Ersatz für die Ableistung des Präsenzdienstes sich zu einem Standbein unseres Gesundheits- und Sozialwesens entwickelt hat - und dass es vielen jungen Männern auch gut tut, dass sie dort ihre soziale Kompetenz erweitern können", sagte die Landeshauptfrau.

"Um den Zivildienst wär's schade"

"Viele sagen zu Recht, um den Zivildienst wär's schade, aber es muss uns zu denken geben, dass es wenige gibt, die sagen, um die allgemeine Wehrpflicht wär's schade", erklärte Burgstaller. Dies sei aber weder als Präferenz für die allgemeine Wehrpflicht noch für ein Berufsheer zu verstehen.

Burgstaller hob hervor, dass Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) sich viel Mühe gemacht habe, Alternativ-Modelle zur allgemeinen Wehrpflicht auszuarbeiten, insbesondere was die Stärkung der Miliz betreffe. "Ich schätze es sehr, dass der Minister eine sachliche Grundlage geschaffen hat. Jetzt ist es an der Zeit, in der Debatte wieder zur Sachlichkeit zurückzukehren", betonte die Landeshauptfrau. (APA, 5.10.2012)

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