Initiative gegen das Klo als Müllschlucker in Oberösterreich gestartet

  • Das Projekt "Denk' KLObal, schütz' den Kanal!" soll die Menschen darauf aufmerksam machen, dass die Toilette nicht für Müllentsorgung geeignet ist.
    foto: dpa/dpaweb

    Das Projekt "Denk' KLObal, schütz' den Kanal!" soll die Menschen darauf aufmerksam machen, dass die Toilette nicht für Müllentsorgung geeignet ist.

Müll und Fremdwasser im Kanal verursachen jährlich Kosten von sieben Millionen Euro in Oberösterreich - Tierkadaver, Gebisse und Handys werden weggespült

Linz - Weil Fremdwassereinleitung und unsachgemäße Müllentsorgung über die Kanalisation in Oberösterreich jährlich Kosten von rund sieben Millionen Euro verursachen, hat das Umweltressort gemeinsam mit der WDL-WasserdienstleistungsGmbH und der Linz AG eine Aufklärungskampagne gestartet. Sie wurde am Freitag vorgestellt. Beispielsweise in Briefen an Bürgermeister, durch Aktionen an Schulen, im Internet und mittels Aufklebern in öffentlichen Toiletten soll für einen sorgsameren Umgang mit dem stillen Örtchen beziehungsweise seinem Abfluss geworben werden.

Tierkadaver und Handys in der Klomuschel

Neben Hygieneartikeln, Altölen und Speiseresten landen auch Tierkadaver regelmäßig in den Klomuscheln der Oberösterreicher. Sogar Batterien, Gebisse und Handys finden sich in den Kanälen. 6.000 Tonnen Rechengut und 4.500 Tonnen Kanalräumgut müssen jedes Jahr entsorgt werden, was Kosten von sieben Millionen Euro verursacht, die durch die Kanalgebühren finanziert werden müssen. Das Projekt "Denk' KLObal, schütz' den Kanal!" soll die Funktionsfähigkeit des Kanalsystems auf Dauer sicherstellen und Einsparungen beim Betrieb bringen, hoffen die Initiatoren. (APA, 5.10.2012)

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