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Die Debatte ist gelaufen. Am Mittwochabend standen sich US-Präsident Barack Obama und sein republikanischer Herausforderer Mitt Romney beim TV-Duell gegenüber. Beobachtet wurden Obama und Romney nicht nur von 67 Millionen Zusehern, sondern auch von einer Armada von Journalisten, die die Aussagen der Kandidaten auf ihren Wahrheitsgehalt prüften. Fact-Checker der New York Times, der Washington Post, von Politfact und Factcheck.org haben schon während der TV-Ausstrahlung versucht Fakten von Fiktion zu trennen.
Fact-Checking ist an sich keine neue Erfindung. Allerdings schienen US-Medien diese Tradition der Wahrheitssuche lange Zeit vergessen zu haben. Viele Journalisten, auch namhafter Medienhäuser wie der New York Times oder der Washington Post, begnügten sich damit Aussagen von Politikern beider Lager gegenüberzustellen. Selten wurde der Inhalt der Aussage auf den Prüfstand gestellt.
Besonders auffällig war diese Art von Berichterstattung im Vorfeld des Irakkrieges. Behauptungen US-amerikanischer Politiker, wonach Saddam Hussein im Besitz von Massenvernichtungswaffen sei, wurden oft ungeprüft übernommen. Robert Kaiser, ehemaliger Chef vom Dienst bei der Washington Post, spricht von einem "9/11 Syndrom". Das Land wäre traumatisiert gewesen und auch Journalisten wären von Rachgelüsten getrieben worden, wird Klein in "The Rise of Political Fact-Checking" zitiert. Autor des Dossiers ist Michael Dobbs, der 2007 für die Washington Post den Blog "The Fact Checker" ins Leben gerufen hat.
Die aktuellen Fact-Checker beleben eine Tradition, die ihren Ursprung während der Kandidatur des Republikaners Ronald Reagans für das Präsidentenamt hatte. Reagan war bekannt dafür, Fakten in seinen Reden zu verdrehen oder gar zu erfinden. Am bekanntesten ist seine Aussage, wonach Bäume viermal so viele Schadstoffe ausstoßen würden wie Autos oder Fabrikschlote. Nachdem Reagan zum Präsidenten gewählt wurde, ebbte der Drang ab, die Fakten in seinen Reden und Pressekonferenzen zu überprüfen. Die Leser würden das nicht honorieren, lautete eines der Argumente.
Ganz verschwand das Überprüfen von Politikeraussagen freilich nicht aus den Zeitungsseiten. Aber der Umfang dieser Art von Journalismus schwand. Neben der negativen Erfahrung in der Irak-Berichterstattung spielte aber schon seit Mitte der 1990er Jahre auch die Verbreitung des Internet eine Rolle im Wiedererstarken des Fact-Checking. Der Zugang zu Informationen wurde demokratisiert und Blogger begannen die Aussagen von Politikern auf den Prüfstand zu stellen. Auch deswegen kamen konventionelle Medien in Zugzwang.
Spätestens seit der Präsidentschaftswahl 2008 ist das Überprüfen der Fakten in Politikeraussagen wieder fixer Bestandteil der US-amerikanischen Medienlandschaft. Auch die Politiker haben darauf reagiert. Die aktuelle Obama-Kampagne hat eigens einen Mitarbeiter bereitgestellt, dessen Hauptaufgabe darin besteht, die Anfragen der Fact-Checker abzuarbeiten. In Romneys Team ist diese Aufgabe auf mehrere Mitarbeiter verteilt. Auf ungeteilte Gegenliebe stoßen die Journalisten aber nicht. Während des Parteitags der Republikaner sagte der Romney-Berater Neil Newhouse: "Wir lassen uns unsere Kampagne nicht von Fact-Checkern diktieren." (mka, derStandard.at, 5.10.2012)
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"Fact-Checking ist an sich keine neue Erfindung. Allerdings schienen US-Medien diese Tradition der Wahrheitssuche lange Zeit vergessen zu haben. Viele Journalisten, auch namhafter Medienhäuser wie der New York Times oder der Washington Post, begnügten sich damit Aussagen von Politikern beider Lager gegenüberzustellen. Selten wurde der Inhalt der Aussage auf den Prüfstand gestellt."
dieses fehlende fact-checken nennt sich
fox-newsism
sie haben den zugriff auf viele reden.
wenn eine person 2 in einem interview im märz 2011, das sie im netz abrufen können, sagt: "die gurke verliert unter meiner führung 2 besen", und dieselbe person im märz 2012 sagt: "unter meiner führung verliert keine gurke auch nur einen besen", dann sollte ihnen das schon mal komisch vorkommen und sie sowohl weitere sager in richtung gurke und besen überprüfen, um sich ein bild zu machen...
fangen's an einer stelle an (im vorliegenden beispiel gurke und besen) und arbeiten sich weiter), in der zeit, wo sie hier posten, haben sie schon ein sehr gutes bild erhalten, von dem, was person A oder B über gurke und besen so von sich gibt, ihre widersprüchlichkeiten, ihre lügen, und die auswirkungen...
Nach öffentlichen Auftritten oder Debatten werden die engsten Beteiligten und Infirmations Sammler beider Parteien in ein Hinter zimmer mit Kamera gebracht (big brother mäßig ) und nochmals vor live Kameras zu der Wahrheit zu deren Behauptungen befragt.
Zum Beispiel mittels Waterboarding.
Obamas Gegner werden immer Factgecheckt, und *surprise*, *surprise*, sie lügen alle.
His royahl Messiahness hingegen sagt immer die Wahrheit, denn er ist das Reine und das Gute.
Er kann völligen Pallawatsch behaupten - wie seinen 5 billion tax cut, es ist wurscht, denn Obama hat immer recht, selbst wenn er lügt...
gar nicht, die globale vernetzung der reichen funktioniert nur besser, wenn die republikaner an der macht sind... die brauchen aber noch immer die nationalstaaten, um ihre schäfchen ins trockene zu bringen und den rest auszubeuten, ohne nationalstaatliche gerichtsbarkeit, die für die oberen spricht, würden die auch nicht mehr ganz so gut aus der wäsche schaun... soviel zu untergang usa
Politiker-Aussagen auf Wahrheitsgehalt zu überprüfen halte ich für eine der dümmsten Sachen die man tun kann.
Der Job eines Politikers ist es Wähler zu verführen ihn bzw. seine Partei zu wählen. Mit der Wahrheit würden die da nicht weit kommen.
"Am bekanntesten ist seine Aussage, wonach Bäume viermal so viele Schadstoffe ausstoßen würden wie Autos oder Fabrikschlote."
Rofl!
Weiß da wer was drüber?
Würd mich schon interessieren wie er das argumentiert hat, falls überhaupt.
(Ja, ich bin zu faul zum googeln)
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