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Unter dem Lufthansa-Dach ist kein Platz für zusätzliche Partner.
Frankfurt/Wien - Die Lufthansa lockt bei ihrem geplanten Stellenabbau (in Summe sollen 3500 Jobs in der Verwaltung wegfallen) mit erhöhten Abfertigungen. Mit dem Betriebsrat am zentralen Standort Frankfurt wurde eine Vereinbarung über drei Wege getroffen, auf denen Mitarbeiter vorzeitig ausscheiden können. Vorgesehen sind Zahlungen bei einem früheren Pensionseintritt, bei der Nutzung von Altersteilzeit. Zudem gibt es die Möglichkeit einer Prämie, wenn der Mitarbeiter das Unternehmen freiwillig verlässt, hieß es am Freitag in der Mitarbeiterzeitschrift Lufthanseat.
Konzernchef Christoph Franz sprach sich zudem klar gegen die Übernahme weiterer Airlines aus. "Unter unserem Dach ist derzeit kein Platz für zusätzliche Partner." Zuletzt hatten die Deutschen Interesse an der portugiesischen Fluglinie TAP bekundet, aber kein Angebot gemacht. Der Umbau des bestehenden Geschäfts mithilfe des Sparprogramms "Score" steht laut Franz im Vordergrund. "Zwar erreichen wir bei Passagierzahlen und Erlösen historische Marken, aber wir müssen unser Haus für die Zukunft fit machen", sagte er. "Dafür sind schnelle Veränderungsprozesse notwendig. Score soll das Ergebnis des Konzerns ab 2015 jährlich um 1,5 Mrd. Euro verbessern.
Auf Kurs sieht sich die Lufthansa-Führung bei der Neuorganisation der verlustreichen Direktverbindungen abseits der Drehkreuze Frankfurt und München, die Anfang 2013 komplett auf die Billigtochter Germanwings mit ihren niedrigeren Gehältern übertragen werden. Bereits ab 2015 soll die noch namenlose Gesellschaft Gewinne schreiben und einen dreistelligen Millionenbetrag zu Score beitragen. An den sechs Standorten Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, Köln und Stuttgart will Lufthansa 90 Flugzeuge stationieren.
Das Projekt wird von der Kabinengewerkschaft Ufo heftig bekämpft. Die Gewerkschaft fürchtet, dass rund 1200 Lufthanseaten zu einem Wechsel gezwungen werden und die billigeren Konditionen später auf weitere Unternehmensbereiche ausgeweitet werden könnten. Ufo und Lufthansa versuchen gerade, den Tarifkonflikt zu schlichten, der bereits zu Streiks geführt hat.
Germanwings kommt derzeit auch aus einem anderen Grund nicht aus den Schlagzeilen: Wegen eines ungewöhnlichen Geruchs in der Passagierkabine hat ein Germanwings-Pilot am Donnerstag den Start seiner Maschine vom sardischen Flughafen Cagliari nach Köln-Bonn verschieben müssen. 143 Passagiere waren bereits an Bord, der Airbus rollte in Richtung Startbahn. Plötzlich fiel der Crew ein seltsamer Geruch in der Kabine auf. Daraufhin beschloss der Kapitän, zum Gate zurückzukehren, und ließ die Passagiere wieder aussteigen. Die Germanwings-Piloten sind derzeit besonders wachsam, nachdem jüngst bekannt geworden war, dass giftige Dämpfe im Cockpit vor zwei Jahren zu einer gefährlichen Situation in einer Germanwings-Maschine geführt hatten. Dabei waren die Piloten fast ohnmächtig geworden und konnten nur noch mit Not von Wien kommend in Köln landen. Die Piloten mussten vorübergehend ins Krankenhaus, der Kopilot war anschließend sechs Monate lang fluguntauglich. (cr, DER STANDARD, 6./7.10.2012)
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Wie lange ist die Swiss schon ein Teil der LH, um jetzt dieses Thema anzugehen?! Bei Uebernahmen wird immer von Synergien (Einsparungen) gesprochen, aber ich verstehe nicht wie man so lange bei big ticket items zuwartet. Ich weiss, die LX und OS haben nicht 'viele' neue Aircraft geordert und gekauft in letzter Zeit, aber es truebt die Optik des Thema's doch etwas. Es gibt sicherlich noch viele andere Punkte an denen noch keine Gruppenloesung gefunden wurde.
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