Causa Switak: Justizministerium prüft Vorhabensbericht

5. Oktober 2012, 12:59
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Ehemaliger VP-Finanzlandesrat war nach Wohnungsaffäre zurückgetreten

Innsbruck/Wien  - In der Causa Christian Switak - der ehemalige Tiroler VP-Finanzlandesrat war wegen einer Wohnungsaffäre ins Visier der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) geraten - prüft das Justizministerium den Vorhabensbericht der Anklagebehörde in Wien. "Der Bericht ist Mitte/Ende September eingelangt und in Bearbeitung", sagte eine Sprecherin des Ministeriums auf Anfrage der APA am Freitag.

"Einen Zeithorizont können wir noch keinen geben, das wäre unseriös", fügte Dagmar Albegger hinzu. Auch Inhalte wurden vor Beendigung der Überprüfung keine bekanntgegeben. Das Prozedere sehe vor, im Anschluss den Vorhabensbericht wieder über die Oberstaatsanwaltschaft zurück an die Korruptionsstaatsanwaltschaft zu schicken.

Rücktritt nach Jagdeinladungen

Switak hatte am 24. Februar dieses Jahres das Handtuch geworfen, nachdem er unter anderem aufgrund von Jagdeinladungen des Zillertaler Lift-Unternehmers Heinz Schultz unter Beschuss geraten war. "Ich habe in einem persönlichem Gespräch Landeshauptmann Günther Platter informiert, dass ich alle politischen Ämter zurücklegen werde", erklärte er damals. Switak unterstrich bei seiner Rücktrittserklärung, "zu jedem Zeitpunkt rechtlich und moralisch einwandfrei agiert zu haben".

Der ehemalige Politiker war Mitte November 2011 in die Kritik geraten, weil er als der für Raumordnung und Seilbahngrundsätze zuständige Landesrat in der Wohnung des Seilbahnbetreibers Schultz - einer der größten Betreiber des Landes Tirol - residiert hatte. Er soll zu besonders günstigen Konditionen in bester Lage im Zentrum Innsbrucks gewohnt haben. Anfang Dezember gestand Switak schließlich "politische Fehler" ein, weshalb er in eine neue Bleibe umzog. Er räumte ein, dass "eine schiefe Optik bleibt". Einen Rücktritt schloss er damals trotzdem noch aus. (APA, 5.10.2012)

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