Nur Briten arbeiten länger als Österreicher

5. Oktober 2012, 13:56

Während der EU-Schnitt bei der Wochenarbeitszeit bei 40,4 Stunden liegt, arbeiten die Österreicher 41,8 Stunden

Brüssel - Großbritannien und Österreich sind in der EU die Länder mit der längsten Wochenarbeitszeit. Sie reichte 2011 bei Vollzeitarbeitnehmern in der EU von 37,7 Stunden in Dänemark bis 42,2 Stunden in Großbritannien, in Österreich betrug sie im Schnitt 41,8 Stunden. Im Durchschnitt wurde in der EU 40,4 Stunden pro Woche gearbeitet. Wie aus der am Freitag veröffentlichten Erhebung des EU-Statistikamtes Eurostat weiter hervorgeht, waren in allen EU-Staaten die Arbeitszeiten von Männern länger als von Frauen.

Lange Wochenarbeitszeiten haben im EU-Vergleich auch Zypern und Portugal (jeweils 41,1 Stunden). Die kürzesten nach Dänemark verzeichneten Irland (38,4), Italien (38,8) und die Niederlande (39,0).

Große Unterschiede bei befristeten Verträgen

Der Anteil der Arbeitnehmer mit einem befristeten Arbeitsvertrag stieg in der EU von 12 Prozent im Jahr 2000 auf 15 Prozent 2007 und verringerte sich dann leicht auf 14 Prozent im Jahr 2011. Dabei gibt es große Unterschiede zwischen den EU-Staaten. In Polen haben 27 Prozent der Arbeitnehmer einen befristeten Vertrag, in Rumänien nur 2 Prozent. In Österreich beträgt der Anteil 9,6 Prozent.

Nach der Erhebung von Eurostat arbeiteten 2011 fast 70 Prozent der Erwerbstätigen - Arbeitnehmer und Selbstständige - im Dienstleistungsbereich, gegenüber 62 Prozent im Jahr 2000. Auf die Bereiche Industrie und Bauwesen entfallen EU-weit 25 Prozent und auf die Landwirtschaft 5 Prozent.

In Österreich liegt der Anteil der Erwerbstätigen im Dienstleistungsbereich mit 68,7 Prozent etwas unter dem EU-Durchschnitt. 42 Prozent der Österreicher arbeiten für marktbestimmte Dienstleistungen, 26,7 Prozent für hauptsächlich nicht-marktbestimmte. Auf die Bereiche Landwirtschaft entfielen 2011 in Österreich 5,3 Prozent, auf die Industrie 26 Prozent. (APA, 5.10.2012)

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Ich würde sagen zu keiner Zeit (letzten Jahrhundert) hat ein großteil der Menschen für so wenig Arbeit so viel bekommen.

Wir spulen unsere 40 Stunde ab...haben 2 Tage die Woche frei...25 bezahlte Urlaubstage....bezahlten Krankenstand...Mindestgehälter...und können dann auch noch in Pension gehen.

Sonst wo auf der Welt und zu früheren Zeiten arbeiten die Menschen um umgerechnete Centbeträge pro Stunde, 7 Tage der Woche bis sie tot umfallen.

Also beschweren können wir uns wirklich nicht. So gut wie uns gings der Allgemeinheit bis her noch nie und großteils wo anders bis jetzt nicht.

Ist ja auch absolut erstrebenswert!

Ich möcht endlich auch mal um Centbeträge po Stunde, 7 Tage/Woche arbeiten, bis ich tot umfalle. Ist mein Lebensziel, mich von den 40h/Woche-Schmarotzern abzusetzen und es kostet nicht mal viel, ich kenn Leute, die schaffen das schon mit ca. € 800 netto/m! </sarcasm off>

ja klar, deshalb auch der rasante anstieg an psychischen erkrankungen und krankenständen, frühpensionierungen und selbstmorden.....
weils uns soooo gut geht und wir unsere arbeit ohne druck und mit viel geld absolvieren dürfen, das wir dann billigst in unserem niedrigpreisland ausgeben dürfen.... geh, leben sie wirklich in österreich oder bringen sie ihr hier verdientes geld nach tschechien oder polen zum ausgeben???

"40-Stunden-Woche"

Plus 2,5 Stunden Zwangsmittagpause, 2,5 Stunden morgendliche Körperpflege, man soll ja nicht stinken schon in der Früh, 7,5 Stunden Fahrzeit... also ich komm auf eine 52,5-Stunden-Woche, 12,5 Stunden davon unbezahlt. Dass ich nach einem Arbeitstag mal so geschafft bin, dass ich mal 1,5 Stunden Erholung brauche, sind da noch gar nicht inkludiert.

Körperpflege

ist aber keine Arbeitszeit, oder? Wenn Sie nicht arbeiteten, wuerden Sie dann stinken?

Denkt hier noch jemand an die Konzerne?

Ich bitte Euch, denkt doch auch mal an die Konzerne!

Genau. Denken wir an die Konzernmanager, auf dass sie sich fürstliche Boni auszahlen können.
Nicht zu vergessen die armen Aktionäre, die sich ordentliche Renditen verdient haben.
Dafür arbeite ich doch gerne ein paar Stunden länger.

Milchmädchenstatistik

Und was machen wir mit dieser Erkenntnis? Genau gar nix. Für Wettbewerbsfähigkeit sind nämlich weniger Arbeitszeit, sondern Produktivität und Mobilität relevant. Das schaut halt bei den Dänen wesentlich besser aus als bei uns.

Auch die Griechen arbeiten theoretisch mehr als der Durchschnitt. Wenn man in dem Mehr an Zeit allerdings weniger leistet bringt das genau null.

Lachhaft diese Tabelle

da wurde meine 52 Std Woche in Bayern nicht berücksicchtigt. Dieser vergleich ist so unnötig wie ein Kropf. Auf welchen zahlen bassiert die Schwindeltabelle?????

Länger arbeiten und weniger verdienen!

Dieses Programm haben die Konzerne in den letzten Jahrzehnten erfolgreich durchgesetzt.
Die Politik will sich da nicht einmischen.
Also müssen die Werktätigen zur Selbsthilfe greifen. Dazu haben sie Gewerkschaften gegründet.
Wenn diese jetzt ihrer Aufgabe nicht nachkommen wollen oder können, kann man ja neue gründen.
Oder kann man den lahmen Funktionären noch Füße machen?

Für eine substanzielle Arbeitszeitverkürzung

brauchen wir nicht noch zusätzliche Argumente.
Wir haben genug.
Und wir müssen es endlich anpacken.
Und da sind die Gewerkschaften gefordert. Oder wollen sie einfach überflüssig werden?

und feiertage?

Sind hier die feiertage bereits eingerechnet? Ö unf italien haben mit abstand die meisten feiertage...das ist hochgerechnet mehr als ein tag frei pro monat..

genau

Ausserdem arbeiten die englaender auch ein bissschen laenger bis zur pension

und was bringt's - das längere Arbeiten?

geht's den Portugiesen dadurch etwa besser?
oder haben die in GB geringere Arbeitslosigkeit?

oder haben wir in Ö Waschmaschinen, und die weniger-Arbeiter in DK keine?

Wer bekommt die Früchte der Arbeit?

Wer kennt auch nur eine Einzelhandelsverkäuferin die jeden Tag eine Überstunde machen muß und dabei reich geworden ist?

Sie stellen eindeutig zu viele Fragen!

Wären Sie mehr beschäftigt mit Arbeit würden Sie nicht so viele Fragen stellen...

ich erinnere mich an besprechungen mit kollegen von der gewerkschaft zum thema arbeitszeitgesetz.

die männer plädierten lautstarkest für die anhebung der täglichen höchstarbeitszeit, mit folgender begründung:

man könne dann mo-do einehackeln, am fr nach dem früheren frühschluss zum baumarkt fahren und sa/so das häusl baun.

mich wundert bei dieser arbeitsmentalität nicht mehr, dass wir unter den 40-50jährigen arbeitnehmern in ö rekordzahlen an erschöpften und "geburnouteten" arbeitnehmern gibt, deren einzige hoffnung die invaliditätspension ist (schließlich muss man den garten vom häusl pflegen, nicht wahr?).

Burnout ist üblicherweise nicht eine Folge von

langer Arbeitszeit, sondern von unbefriedigender Arbeit und/oder unbefriedigenden Begleitumständen wie: mangelnde Wertschätzung/Kollegen/Chef(in) usw.

Es gibt eine ganze Menge Menschen, die 50, 60, 70 Stunden ohne Burnout arbeiten - aber üblicherweise sind das nur die, die das wollen, denen das gefällt, die gerne tun, was sie tun, oder an das Ziel ihrer Tätigkeit glauben.

Wenn man seine Arbeit, oder deren Begleitumstände nicht mag, dann allerdings wird die Arbeitszeitfrage relevant.
Dann sind aber auch 30 Stunden schon zu viel, um es langfristig ertragen zu können.

sie haben recht, aber meistens sind es chefleute, die trotz langer arbeitswoche kein burnout haben.....der einfache angestellte ist aber sehr wohl vom steigenden druck betroffen (gewinnmaximierung, kostensenkung, dauererreichbarkeit, erpressung, mobbing)....
das ist ein kleiner aber feiner unterschied ob ich der firmenchef bin oder ein vertriebsmitarbeiter, der wöchentlich die zahlen einfahren muss oder er bekommt eine übergezogen....
die welt ist kein ponyhof wo sich konzernleite und angestellte lieben und im arm halten.....

Ich kann in diesem Fall nur von mir und ein paar

Bekannten reden, also keine allgemeinen Statistiken aufstellen: aber ich war noch nie wirklich Chef, höchstens Unter-Chefchen und habe gelegentlich wochenlang mehr als 80h/Woche gearbeitet. Burnout hatte ich eigentlich noch nie.

Jetzt, wo ich eher unterfordert bin, und dank einer ungünstigen Konstellation, für die Wenige etwas können, in meinem Job stark gebremst, und daher in meiner Arbeitszeit eher niedrig einzustufen, bin ich viel eher frustriert und demotiviert - eben weil nichts weitergeht und ich mit mancherlei nicht durchkomme.

Ein wahrer Kern!

Oft hat man den Eindruck, dass der wahre "Stress" sehr vieler Menschen heutzutage (wohlgemerkt: nicht Aller!) hauptsächich im privaten Alltag zu finden ist (auch ich selbst schliesse mich da ein) . Wir befinden uns in einem Freizeitstress-Hamsterrad. Wie sie richtig sagen: da muss das Haus bearbeitet werden, der Garten soll der schönste sein, ach ja .. noch schnell ins Fitnesscenter damit der Körper getrimmt bleibt ... usw usw ... hier noch was zu erledigen .. da noch was zu tun ... das Übliche ... kaum einer kommt dem aus, oder?

Tjo, Leider muss man vielerorts 60 Stunden+ arbeiten um die Fixkosten zu decken, Die Gehälter in diversen Branchen sind derart niedrig, daß es sich eben hinten und vorne nicht ausgeht

In welchen branchen muss man 60+ arbeiten ?

Also ich bin in der Sozialbranche tätig und da bekommst egal wo du tätig bist mit einem Hochschulabschluss nunmal nicht mehr als 1500.- netto, unbezahlte Überstunden inkludiert.
In meinem Bereich( Jugendbetreuung) wird es als selbstverständlich angesehen, daß man auch mal ausserhalb seines Dienstes für seine Schützlinge da ist, in Projektwochen gilt dies dann für 24 Stunden am Tag.
Aber um eine andere Branche anzuschneiden, was meinen sie arbeiten Taxler um auf ihren Sold zu kommen, 6 stunden Fahrzeit und 6 stunden Stehzeit um auf Kundschaft zu warten, selbstverständlich 7 Tage die Woche...

Ad jugendbetreuung) 60+ ? Das sind 5x die woche 12 stunden arbeiten , dazu kommt noch mindestens eine halbe stunde pause , was sind das fuer ausbeuter ? (Die branche sollte man von sozial auf asozialberufe umtaufen).

Ad taxler und Aerzte ) klar gibt es branchen die durch ihre stehzeiten auf viele wochenstunden kommen aber die arbeiten ja auch nicht immer durchgehend.

Wahrscheinlich ist aber auch hier noch handlungsbedarf, taxifahren ist vgl mit manchem ausland in AT mE zu guenstig.

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