US-Tänzerin Meg Stuart bekommt Konrad-Wolf-Preis

Die Künstlerin zeige "den Mensch auf den Wellen des Gemüts, hoch sensibel und verletzlich"

Berlin - Der diesjährige Konrad-Wolf-Preis geht an die amerikanische Tänzerin und Choreografin Meg Stuart. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung der Berliner Akademie der Künste wird ihr am 18. November überreicht. Die Jury würdigte sie am Freitag in einer Aussendung als "Künstlerin, die immer auf der Suche nach den Verbindungen zwischen Verlangen und Bewegung ist. Sie zeigt den Mensch auf den Wellen des Gemüts, hoch sensibel und verletzlich."

Der Konrad-Wolf-Preis ist nach dem Filmregisseur und langjährigen Präsidenten der Akademie der Künste der DDR benannt. Er wird jährlich für herausragende künstlerische Leistungen auf den Gebieten der Darstellenden Kunst oder der Film- und Medienkunst vergeben.

Meg Stuart wurde 1965 in New Orleans geboren und studierte Tanz an der New York University. Von 1986 bis 1992 tanzte sie in der Kompanie von Randy Warshaw in New York, ihr erstes abendfüllendes eigenes Stück entstand 1991: "Disfigure". 1994 gründete sie in Belgien ihre Gruppe Damaged Goods, mit der sie bis heute mehr als 20 Produktionen realisierte. Heute lebt die Tänzerin, die wiederholt mit ihren Produktionen bei den Wiener Festswochen und der Salzburger Sommerszene gastiert hat, in Berlin. In ihren vielfach ausgezeichneten Arbeiten untersucht sie, wie die Welterfahrung der Menschen, ihre Ängste, Erlebnisse und Schocks, ihre Körper und ihr Bewegungs-repertoire prägen. (APA, 5.10.2012)

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