Frankreich will UN-Sicherheitsrat Resolution zu Mali vorlegen

Zunächst soll es aber kein Mandat für Militärintervention geben

New York/Bamako - Frankreich will dem UN-Sicherheitsrat "in den nächsten Tagen" eine Resolution zu Mali vorlegen. Der Text setze auf eine "politische und militärische Antwort" auf den Konflikt, sagte Frankreichs UN-Botschafter Gerard Araud am Donnerstag in New York. So rufe die Resolution die Regierung in Bamako zur Aufnahme eines Dialogs mit den islamistischen Rebellen im Norden des Landes auf. Zugleich solle Mali verstärkt bei der Ausbildung der Armee unterstützt werden.

Nach Angaben Arauds soll die Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) aber erst ein Mandat für eine Militärintervention erhalten, wenn sie dafür ein mit Mali abgestimmtes Konzept vorgelegt hat. Die ECOWAS-Staaten hatten sich bereits vor Monaten zur Entsendung von Soldaten nach Mali bereit erklärt. Doch beantragte die Übergangsregierung in Bamako erst nach langem Zögern bei der UNO ein Mandat für eine internationale Intervention.

Anfang April hatten Tuareg-Rebellen und mehrere islamistische Gruppen den Norden des Landes unter ihre Kontrolle gebracht, nachdem in Bamako unzufriedene Soldaten den langjährigen Präsident Amadou Toumani Toure gestürzt hatten. In der Folge vertrieben die Islamisten die Tuareg-Rebellen aus den meisten großen Städten. Mehrere der Gruppen sollen Verbindungen zum nordafrikanischen Ableger der Terrornetzwerks Al-Kaida unterhalten. (APA, 5.10.2012)

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