Sicherheitsrat verurteilt syrischen Angriff auf türkisches Dorf

5. Oktober 2012, 05:11
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Warnung vor Auswirkungen auf Frieden und Sicherheit in der Region

New York/Ankara/Damaskus - Der UN-Sicherheitsrat hat den syrischen Granatenangriff auf einen türkischen Grenzort aufs Schärfste verurteilt und Syrien aufgefordert, solche Verstöße gegen internationales Recht sofort zu unterlassen. Die 15 Mitglieder des UN-Gremiums einigten sich am Donnerstag auf die Erklärung zu dem Vorfall, bei dem in dem türkischen Ort Akcakale am Mittwoch fünf Zivilisten durch syrische Granaten getötet worden waren.

Der Sicherheitsrat erklärte, der Vorfall unterstreiche, welch große Auswirkungen die Krise in Syrien auf die Sicherheit der Nachbarländer sowie Frieden und Stabilität in der Region habe. Das Gremium rief Syrien zudem auf, die Souveränität und territoriale Integrität seiner Nachbarländer vollständig zu respektieren. Die Türkei und Syrien wurden zur Zurückhaltung aufgefordert.

USA sieht angemessene Reaktion der Türkei

Die Türkei hatte aus Vergeltung sowohl am Mittwochabend als auch am Donnerstag einige Ziele in Syrien angegriffen, später aber betont, das Land strebe keinen Krieg an. Die Angriffe dienten der Abschreckung, hieß es. International hat die Zuspitzung Sorgen über einen Flächenbrand in der Region aufkommen lassen. Die USA äußerten unterdessen Hoffnung, dass die Lage nicht weiter eskaliere. Das US-Außenministerium bekräftigte zugleich, das NATO-Mitglied Türkei habe das Recht, sich gegen Übergriffe aus Syrien zu verteidigen. Die Reaktion der Türkei sei angemessen gemessen.

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hatte sich ebenfalls beunruhigt über die wachsenden Spannungen gezeigt. Das mit dem syrischen Präsidenten Bashar al-Assad verbündete Russland blockiert im UNO-Sicherheitsrat einen Resolutionsentwurf, in dem die Handlungen Syriens als völkerrechtswidrig verurteilt werden. (APA/Reuters, 5.10.2012)

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