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Trotz passablem Spiel war es nicht der Tag von Rapid und Steffen Hofmann.

Weitaus glücklicher, weil effektiver: Metalist Charkiw und Torschütze Edmar.
Charkiw - Metalist ist eigentlich eine südamerikanische Mannschaft mit einem ukrainischen Tormann. Da sie aber 1925 in Charkiw gegründet wurde, zählt sie nicht zu Argentinien oder Brasilien, sondern gehört in die Ukraine und darf deshalb in der Europa League mittun. Der Gast Rapid stammt eindeutig aus Wien, acht Österreicher standen in der Startformation. Metalist hielt mit sechs Argentiniern und drei Brasilianern dagegen, ein Senegalese war auch dabei.
Trainer Peter Schöttel freute sich auf die Partie, er bestand darauf, keine Angst zu haben. "Vor einer richtig guten Mannschaft." Man wollte den richtig Guten nicht beim Tanzen und Künsteln zuschauen und ihnen respektvoll applaudieren, sondern dagegenhalten. Um nicht allzu kühn zu wirken, ließ Schöttel Stürmer Terrence Boyd auf der Bank, an seiner Stelle rutschte Thomas Prager in die Elf. Er agierte rechts vor Christopher Trimmel, Kapitän Steffen Hofmann werkte in der Mitte, Deni Alar war eine aus der Tiefe kommende Spitze.
Rapid begann selbstbewusst, mutig, forsch. Und erarbeitete sich Chancen. Speziell Hofmann glänzte mit nahezu perfekten Vorlagen, in der 20. Minute köpfelte Trimmel an die Stange, Guido Burgstaller verwertete den Abpraller nicht. Weitere gute Chancen folgten. Die Führung lag in der berühmten Luft, aber sie blieb dort liegen. Es war natürlich nicht so, dass von Metalist nichts zu merken war, der Brasilianer Taison kann richtig gut kicken und tanzen. Aber Rapid war gefährlicher und lieferte den Beweis, dass der Marktwert ab und zu eine untergeordnete Rolle spielt, 16 Millionen mussten sich vor 80 Millionen nicht genieren. Und 40.003 Zuschauer (minus 500 Rapid-Fans) pfiffen ihre Tänzer in die Pause.
Rapid blieb quicklebendig, Alar (48.) und Burgstaller (52.) versuchten es aus aussichtsreichen Positionen, wieder nichts, Kaltschnäuzigkeit kann man halt nicht kaufen. Und es kam, wie es kommen musste (eine im Fußball gebräuchliche Floskel), Metalist erzielte in der 61. Minute das 1:0. Freistoßflanke Jose Sosa (Argentinien), der eine Viertelstunde zuvor eingewechselte Edmar köpfelte relativ unbedrängt ein. Edmar ist Brasilianer, besitzt aber auch einen ukrainischen Pass. Rapid riss eine leichte Depression auf, Lukas Grozurek ersetzte Alar (75.). Die Depression nahm an Gewicht zu, als Cleiton (Brasilien) nach einer wunderbaren Kombination das 2:0 köpfelte (80.). Da hätte man durchaus applaudieren können. Der Marktwert ist so unwesentlich auch wieder nicht.
Burgstaller wurde in der Nachspielzeit nach einem Foul an Villagra (Argentinien) verdientermaßen ausgeschlossen. Rapid wird in der Gruppe K wohl nicht aufsteigen, sie begann ja mit dem unsäglichen 1:2 im Geisterspiel gegen Rosenborg Trondheim. Immerhin hat Metalist-Trainer Miron Markewitsch Recht behalten, er stufte Rapid "deutlich besser" als Red Bull Salzburg und die Austria ein, mit diesen beiden Mannschaften hatte es Charkiw in der Vorsaison richtig lustig. Rapid ist diese Art von Humor wurscht.
Der Verein macht weiter. Am Sonntag geht es in der Meisterschaft daheim gegen Wiener Neustadt, da sind die Hütteldorfer marktwerttechnisch Metalist. Und Charkiw empfängt Schachtar Donezk, da sind sie marktwerttechnisch Rapid. Die Europa League wird am 25. Oktober fortgesetzt, Bayer Leverkusen kommt ins Happel-Stadion. Über den Marktwert sei der Mantel des Schweigens gehüllt. (Christian Hackl, DER STANDARD, 5.10.2012)
Europa League, Gruppe K, 2. Runde:
FK Metalist Charkiw - SK Rapid Wien 2:0 (0:0)
Stadion Metalist, 40.003 Zuschauer (ausverkauft), SR Menashe Masiah (ISR)
Tore:
1:0 (65.) Edmar
2:0 (80.) Cleiton Xavier
Charkiw: Gorjainow - Villagra, Gueye, Torsiglieri, Fininho - Torres (51. Edmar), Cleiton Xavier - Sosa (83. Marlos), Blanco, Taison -
Cristaldo (74. Willian)
Rapid: Königshofer - Trimmel, Sonnleitner, Gerson, Katzer - Heikkinen, Ildiz - Prager, Hofmann (88. Kulovits), Burgstaller - Alar
(76. Grozurek)
Rote Karte: Burgstaller (93., Foul)
Gelbe Karten: Torsiglieri bzw. Ildiz
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warum tummeln sich hier lauter dosen? geht bei den ochsen nix? ach ja - die sind ja gegen - traraaaa Düdeldü oder wie die heissen (genau so schwer zu merken wie Dosenspieler, da immer nur kurz am Schirm) ausgeschieden...
...naja, hauptsache hier alles vollrotzen... happy schimmel style halt...
Edmar erinnert mich an ihn hier:
http://knowyourmeme.com/memes/rid... die-little
es war von anfang an klar, dass die gruppe schwer wird, dass der aufstieg praktisch unmöglich ist und man zuhause gegen trondheim vermutlich die einzige wirkliche chance hat, zu punkten. mein tip gegen charkiv war 0:4, insofern warens eh doppelt so gut. also was soll's, immerhin gruppenphase erreicht. hätten alle 4 mannschaften diese leistung gebracht, bräuchten wir jetzt nicht wegen der 5jahreswertung zittern. aber wer in der gruppe an einen aufstieg dachte, kann eigentlich nur als ahnungsloser tituliert werden.
Wenn man bedenkt welche Gruppe RBS im vorigen Jahr hatte:
Paris St. Germain ( 310 mio Wert )
Athletic Club Bilbao ( 137 mio Wert )
RBS ( 34 mio Wert )
Slovan Bratislava ( 9 mio Wert )
Wobei RBS in dieser Gruppe sogar den Aufstieg geschafft hat.
Das muss man sich mal vorstellen.
Klar gegen Charkiw sind sie dann ausgeschieden und das verdient und schmerzhaft, aber so ist Fussball nun mal.
Bitte auch noch den Marktwert der Gegner von den Mozartstädter bekanntgeben wo man ohne Punkteverlust mit blütenweißer Weste in die Finalrunde aufstieg.
Es waren dies: Lazio Rom und Villareal, die anderen brauch ich hier nicht zu nennen denn die waren kaum stärker als die Schüttdorfer.
und noch schöner zu bemerken wie ihr mit der truppe in der neuen saison umgegangen seid - die ja letztes jahr so super waren international...und ihr forumshelden feiert solch einen umgang auch noch, gleichzeitig labert ihr wie toll die doch waren - das ist wie mit den titeln bei euch - ihr pickt euch immer nur was ihr braucht...peinlich, das ganze, einfach nur peinlich!!!
ich würde die rbs-spiele relativieren: durch das black-out nach bereits 20 sec (bitte um korrektur falls falsch) wurde praktisch für beide spiele die ausgangssituation dahingehend verändert, dass salzburg offensiv spielen musste - und dadurch den ukrainern ins offene messer gelaufen sind. das rückspiel stand bereits mit dem zwischenstand nach einer minute aus dem hinspiel unter dem motto 'alles oder nichts' und sie sind erneut ins offene messer gelaufen.
das weiterkommen gegen die austria ein jahr zuvor war knapp und gegen sturm sind sie gescheitert. also sicher keine übermannschaft - umso erbärmlicher das gestrige ergebnis!
und kommt's mir nicht damit daher, dass das heute (bzw. gestern) eine gaaanz andere mannschaft ist (war)!
den Klub aus der Topliga Primera Division heftigst benachteiligt wurde.
Das wollen aber viele nicht hören, weil dann könnte man nicht mehr über die Dösi Liga herziehen.
Rapid hat nur knapp danebengehaut:
Die Stürmer sind noch zu grün.
Man addiere einen Jelavic und Rapid hat 4-6 punkte am Konto.
So bleibt: knapp daneben ist auch daneben.
warum rapid verloren hat? weil sie keine tore geschossen haben, weil sie ab dem 16ner die hosen voll haben - siehe hofmann - hilfe, mama, ich hab den ball, was mach ich nun? bumm drüber, mag die abwehr schwimmen und schwach sein, wenn du mehr tore schiesst als du bekommst, dann gewinnst du trotzdem --- gilt auch für unser nationalteam.
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