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Rechts geht es zur neuen "Energie Burgenland", die allerdings die Begas-Vergangenheit noch beschäftigen wird.
Eisenstadt - Das Burgenland bewegt sich auf einen Untersuchungsausschuss zu. Das sagt man in Eisenstadt nicht nur, aber doch spätestens seit dem gestrigen Donnerstag, als News - das für gewöhnlich gerade über Pannonien sehr gut informierte Wochenmagazin - die Liechtenstein'schen Schwarzgeldkonten des im diesjährigen Frühjahr entlassenen Begas-Direktor Rudolf Simandl öffentlich gemacht hat.
Zehn Millionen unversteuerte Euro seien diese Konten schwer, und ein jeder, der die Fähigkeit zu fragen noch nicht eingebüßt hat, fragt sich, woher ein wenig auffälliger Direktor eines eher unterdurchschnittlich großen Landes-Gasversorgers eine solche Summe brutto für netto (weil am Finanzamt vorbei) lukrieren konnte.
Unter anderem - so die Befürworter einer politischen Untersuchung - deshalb, weil ihm das Land über seinen wirtschaftspolitischen Arm namens Wibag die hoch geförderte und gleichwohl marode Firma Pöttelsdorfer Edelpute geschenkt hat, welche der vielbeschäftigte Begasdirektor sozusagen mit links saniert hat, sodass dessen Anteile beim Verkauf wenig später immerhin anderthalb Millionen wert gewesen sind.
Dazu kämen dann auch noch gewisse - beziehungsweise gewissermaßen - " Provisionen. FPÖ und Grüne bohren nach, was SP-Landeshauptmann Hans Niessl hörbar grantig macht. Den grünen Abgeordneten Michel Reimon zieh er vorige Woche der Kriminalisierungsstrategie, weil der es gewagt hat, den Begas-bezüglichen Wissensstand Niessls nachzufragen, worauf der sich auf formale Unzuständigkeit berief. Die Begas stand im Mehrheitsbesitz der gasversorgten Gemeinden. Die diese Woche vollzogene Fusion mit Stromversorger Bewag hat die unglaublichen Malversationen in der Begas erst ans Licht gebracht.
Der - so nicht nur Michel Reimon, aber der eben auch - nun anstehende U-Ausschuss wird dennoch der Frage nachzugehen haben, wie und warum der Aufsichtsrat (roter Obmann, schwarzer Vize, jener Jurist, dieser Steuerberater) sich so leicht das X des Simandl für das U einer Bilanz vormachen haben lassen.
Die Regierungsparteien SPÖ und ÖVP stecken sich das Öffentlichwerden der Begas-Ungeheuerlichkeiten an den Hut des eigenen Aufklärungswillens. Mag sein, das tut auch die Justiz, von der News ihre Infos nun wohl bezog. Freilich: 2005 hat sie die Suppe nach dem Tipp eines offenbar gut informierten Anzeigers noch als weitaus zu dünn befunden. (Wolfgang Weisgram, DER STANDARD, 5.10.2012)
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Dass man eine Selbstanzeige weder einbringt noch verbrennt, sondern für die Hausdurchsuchung in einem Koffer bereitlegt, kann man so schon als Burgenländerwitz stehen lassen.
Ich bin dafür, alle Leitungspositionen mit Burgenländern zu besetzen. Die lassen sich leichter überführen.
Wenn in der Metropole Eisenstadt jemand in der Kasernen Strasse eine Schas lässt wissen das 2 Minuten später alle entscheidenden Personen im Landhaus.
Dann zu sagen man habe von nichts gewusst kann man vielleicht der Peppi Tant am Sonntag beim Karten spielen erzählen, aber keinem normal denkenden Menschen.
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