Zehntausende indische Landlose marschieren nach Neu Delhi

Ansichtssache
4. Oktober 2012, 18:37

Zehntausende landlose Inder sind am Mittwoch zu einem mehrwöchigen Marsch auf die Hauptstadt Neu Delhi aufgebrochen. Mit ihrem Protest wollten die mindestens 35.000 armen Bauern, Fischer und Ureinwohner aus ganz Indien auf ihre schwierige Lage aufmerksam machen, sagte einer der Organisatoren, Anees Kumar. Die Protestierer wollen die mehr als 300 Kilometer lange Strecke zwischen der Stadt Gwalior und Neu Delhi abschreiten.

Sie sind teilweise barfuß und mit nur wenig Proviant unterwegs. Ihren Schlafplatz schlagen sie auf der Straße auf. Ein Kraftakt, den sie in Kauf nehmen, um den Rest der Weltbevölkerung über ihre Situation zu informieren. Denn Hunderte Millionen Inder auf dem Land haben von Indiens Aufschwung bisher kaum profitiert. 

Ein Stück Land für jeden

Millionen Menschen wurden in den vergangenen Jahren von ihrem Land vertrieben, um Platz für Bergbauprojekte, Atomkraftwerke oder auch Wildparks für Touristen zu schaffen. Auch der Lebensraum der Urvölker wird wegen des Abbaus von Rohstoffen zunehmend bedroht.

Die Demonstranten fordern das Recht auf ein Stück Land für jeden. Außerdem müssten die Menschen die Möglichkeit bekommen, ihr Land gegen den Bau von Fabriken und Bergbauvorhaben zu verteidigen. (APA/jus, derStandard.at, 5.10.2012)

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foto: ap/altaf qadri
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21 Postings
ach wie romantisch und "revolutionär"...

daß dahinter aber die Tatsache perpetuiert wird, daß die Lebenserwartung der Frauen am Lande 55 ! und die der Männer 60 ! beträgt, (also genau umgekehrt, wie bei uns, weil die Frauen dort am Lande weniger wert sind, als die heiligen Kühe auf der Strasse und die schwersten Landarbeiten verrichten müssen) fällt bei diesem Artikel unter den Tisch.
Indien hat viele und viel wichtigere Probleme, aber für einen selbstbefriedigenden Egotrip reicht der Artikel noch allemal.
Übrigens: beim 10-tägigen Ganesha-Fest sind millionenmal mehr Menschen auf der Strasse.

Sehr malerisch diese Aktion

Ich gebe ihnen aber keine Chance, denn wuerde man ihre Forderungen tatsaechlich erfuellen, hoerte sich jegliche industrielle Entwicklung auf

bricht dann die Welt zusammen?

ach was,

menschen von ihrem land zu vertreiben ist also in ordnung ?

In Ordnung ist es nicht

Es ist einfach eine Folge der katastrophalen Versaeumnisse der Vergangenheit.

die Bilder haben mich sehr berührt.
" Mit ihrem Protest wollten die mindestens 35.000 armen Bauern, Fischer und Ureinwohner aus ganz Indien auf ihre schwierige Lage aufmerksam machen, sagte einer der Organisatoren, Anees Kumar."

35.000, ein Wunder irgendwie, allein dass sich so viele Leute organisiern.
Und es ist nicht der einzige Ort momentan auf der Welt wo sich Leute zusammentun und sich auf ihre gemeinsame Kraft besinnen.

Willkommen im Kapitalismus. Zur Lektüre empfehle ich: Das Kapital, 24. Kapitel: Die sogenannte ursprüngliche Akkumulation, Karl Marx.

Alles schon nachzulesen im 19. Jahrhundert.

Karl Marx! Schon wieder? Noch immer?

Irrsinn ist das gleiche immer wieder zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten. “A. Einstein”

Vergessen sie das, diese Ideen haben uns ausser Hungersnoeten und Mangel nichts gebracht...

Hungersnöte und Mangel

haben uns der Krieg und die Spekulation nach 1929 gebracht, und bald ist es wieder soweit.

Erst mal lesen und dann urteilen. Hier geht es nicht um Sozialismus oder Kommunismus oder was auch immer. Im "Kapital geht es rein um eine Analyse des Kapitalismus. Und in diesem Kapitel geht es um die Grundfrage, wie ein Kapitalismus in seiner Anfangsphase funktioniert.

Der Kapitalismus mag ja in ihren Augen nicht perfekt sein, aber alles ander bisher war viel verheerende.
Der Sozialismus mit seine Abwandlungen hat schon zig Millionen Tote gefordert, es gibt leider immer noch jede Menge Ignoranten die diesem Unheilsbringer huldigen.
So als ob es systematisch Angeordnete Gerechtigkeit gäbe.

Tiefster Respekt vor diesen Menschen.

"Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht."

Unrecht ist schon längst zu Recht geworden, in Indien und Österreich. Diese Inder erfüllen nur ihre Pflicht. Wir sitzen großteils noch faul und grantelnd auf unserem Allerwertesten.

wer jemals in indien abseits der von touristen getrampelten pfade

seine kreise zieht...dem schmeckt das essen nicht mehr so...div. assoziationen verderben den appetit..und das ist gut so...die wucht der armut der landbevölkerung ist erdrückend...wohingegen die superreichen in dehli und sonstwo sich ihren müßiggang hingeben

sagen sie mir wo es anders ist?

sie superreichen geben sich ihreM müßiggang in jedem land hin ...

die Unendlichkeit der Relationen in Inden...

Es ehrt diese 35000 Menschen, daß sie durch Arbeit ihr Leben selbst verbessern wollen, aber was sind 35000 gegen die Probleme die milliarden Menschen gegenüberstehen, wie

Infrastruktur
Wasserversorgung
Umweltverschmutzung
Bevölkerungsexplosion

Wunderschön sind die Einlegearbeiten im Taj Mahal. So vielfältig diese Intarsien sind, so vielfältig aber sind auch die Probleme der größten Demokratie der Welt.

Ich bin auch landlos.

Ich besitze keine Immobilien....

Für...

... nur € 0,7 bis 3,00 pro m2 bekommen Sie jederzeit Wald und Wiesen in A. Nur darum kümmern muss man sich.

Musst du fürchten den Hungertod zu sterben?

Diese Menschen schon.

35.000 Menschen die 300 km weit marschieren, um auf ihre prekäre Situation aufmerksam zu machen haben den größten Respekt verdient!

So ein Posting passt hier einfach nicht her.

Deinen Grundanteil haben sich die Großgrundbesitzer (Bauern) einverleibt

uns bei uns ist man mit viel mehr unzufrieden...

ich würde sogar sagen

mit viel weniger. Kleinigkeiten sind es oft die uns schon unzufrieden machen...
Mein tiefster Respekt diesen Leuten, und komisch irgendwie läßt mich das Gefühl nicht los, dass ich durch den Besitz eines Smartphones und eines Computers und den sonstigen Luxusgütern mein Schäuflein dazu beigetragen habe..

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