Zehntausende indische Landlose marschieren nach Neu Delhi

Ansichtssache

Zehntausende landlose Inder sind am Mittwoch zu einem mehrwöchigen Marsch auf die Hauptstadt Neu Delhi aufgebrochen. Mit ihrem Protest wollten die mindestens 35.000 armen Bauern, Fischer und Ureinwohner aus ganz Indien auf ihre schwierige Lage aufmerksam machen, sagte einer der Organisatoren, Anees Kumar. Die Protestierer wollen die mehr als 300 Kilometer lange Strecke zwischen der Stadt Gwalior und Neu Delhi abschreiten.

Sie sind teilweise barfuß und mit nur wenig Proviant unterwegs. Ihren Schlafplatz schlagen sie auf der Straße auf. Ein Kraftakt, den sie in Kauf nehmen, um den Rest der Weltbevölkerung über ihre Situation zu informieren. Denn Hunderte Millionen Inder auf dem Land haben von Indiens Aufschwung bisher kaum profitiert. 

Ein Stück Land für jeden

Millionen Menschen wurden in den vergangenen Jahren von ihrem Land vertrieben, um Platz für Bergbauprojekte, Atomkraftwerke oder auch Wildparks für Touristen zu schaffen. Auch der Lebensraum der Urvölker wird wegen des Abbaus von Rohstoffen zunehmend bedroht.

Die Demonstranten fordern das Recht auf ein Stück Land für jeden. Außerdem müssten die Menschen die Möglichkeit bekommen, ihr Land gegen den Bau von Fabriken und Bergbauvorhaben zu verteidigen. (APA/jus, derStandard.at, 5.10.2012)

foto: ap/altaf qadri
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