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Frutura will in Bad Blumau ganzjährig im Glashaus Gemüse anbauen. Anrainer, Touristiker und Unternehmer sind davon nicht begeistert.
Ein Streit um Tomaten, Gurken und Paprika erhitzt in der Steiermark die Gemüter. In der Gemeinde Bad Blumau will der Obstvermarkter Frutura einen Glashaus-Komplex errichten, um übers ganze Jahr Gemüse anzubauen. Die unterirdischen Thermalquellen sollen als umweltfreundliche Heizquelle genutzt, 200 bis 250 Jobs geschaffen werden.
So weit, so gut. Nun mobilisieren allerdings Bürger, Gemeindepolitiker und örtliche Touristiker gemeinsam gegen das Projekt. Der Grund: Man befürchtet Lärmbelastung durch Schwerverkehr und, dass damit das Konzept des sanften Tourismus in der Gemeinde arg in Mitleidenschaft gezogen wird.
Auf 26,8 Hektar soll der Glashaus-Komplex entstehen, berichtet die Kleine Zeitung. Dafür will Frutura 48 Millionen Euro in die Hand nehmen. Zusätzlich zum Gemüse-Anbau soll eine Apfel-, Obst- und Gemüse-Akademie gebaut werden. Obstanbau zum Anschauen quasi.
Robert Rogner, Chef des Rogner Bads Blumau, erklärt in einer Aussendung, das Projekt entspreche in der geplanten Form nicht den eigenen Grundsätzen von ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit. Außerdem habe eine Begutachtung ergeben, dass die Nutzung des unterirdischen Heißwassers auch die Thermalquelle gefährden könnte.
Dabei soll Rogner dem Projekt Gemüseanbau gar nicht so abgeneigt gewesen sein. Laut Kleine Zeitung soll es eine mündliche Einigung über die Nutzung des Thermalwassers gegeben haben. Dies dementiert Rogner aber.
Der Tourismusverband Bad Blumau berichtet, dass das Gemüse-Projekt schon so manchen Veranstalter in Alarmbereitschaft versetzt habe. In der Region befürchtet man, das beschauliche Naturidyll zu verlieren. Und damit auch Touristen zu vergraulen. (rom, derStandard.at, 4.10.2012)
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Bitte lieber Standard, nur weil Herr Rogner zu einer Pressekonferenz den Standard einläd, in der er Euch das Schwarze vom Himmel erzhlt und den Teufel an die Wand malt... heisst das noch lange nicht, dass "Blumau gegen Glashäuser kämpft" Obacht!
Vielleicht könnte man auch ganz kurz im Beitrag erwähnen, dass die 20 Hektar große Fläche zubetoniert wird und dann Tomaten wie in Holland in Nährlösung gezüchtet werden sollen. Diese Tomaten sollen in den Wintermonaten zusätzlich mit UV Licht bestrahlt werden.
Die Leute sind wohl eher wegen dem Ortsbild in Aufruhr, es handelt sich immerhin um eine Tourismusgemeinde.
Liebe Oststeirer!
Bitte lasst Euch von Rogner nicht das Ende der Welt schwarzmalen und glaubt den Schwachsinn nicht, der Euch über die Gefahren für die heissen "Quellen" erzählt wird. Umgekehrt seht bitte die Chance für die zukunft, dass es endlich Alternativen für den Konsum-Wahnsinn als in Spanien gezüchteten, durch ganz Europa transportierten und bei uns in Industrien nachgereiften Tomaten und Gemüse gibt! Zudem könnte in einer schwächelnden Region zusätzliche nachhaltige Arbeitsplätze entstehen! Zudem enststehen durch das Projekt viele Synergieeffekte, die man postiv für Blumau und die ganz Region nutzen könnte!!!
Wenn nur die dort angebauten Tomaten nicht erst zu irgendeinem Logistikzenter, weitab vom Produktionsort, transportiert werden müssen, und dann wieder zurück ins geschäft beim Produktionsort. komischerweise steht hinter dem Projekt aber Spar, die gerade anderswo gehörig Staub aufwirbeln.
warum baut nicht ein Kleinbetrieb die tomaten an, die dann sofort in die umliegenden Supermarktfilialen verteilt werden. Das wäre wahre Ökologie
Einige der Schreiber sollten sich zuerst informieren, bevor sie sich hier ausschleimen! Stichwort Betonwüste? Der Boden bleibt offen und wird nicht versiegelt! LKW Lärm: es ist schon lachhaft, wenn man 15 LKWs am Tag, also alle 1,6 Stunden ein Fahrzeug als Lärmmacher fürchtet, die noch dazu nicht durch den Ort fahren. Ein 500 Betten Schiff, wie das Rogner Bad macht sicher keinen Lärm, denn die Zulieferer kommen auf leisen Sohlen mit Gepäcksträger und die Gäste auch alle ohne Auto. Eine verlogene Neidgesellschaft ist das! Und jenen, die von Agroindustrie reden sollten auch einmal nachdenken, was sie schreiben.
verhindern dass wir Obst aus regionalem Anbau bekommen können! Es ist natürlich viel besser, dieses in den Wintermonaten aus Südamerika und Südafrika zu imortieren!
Und die 200-250 Arbeitsplätze braucht die Region auch nicht! Mit Kürbiskernöl und ein paar Radfahrern in Bad Blumau kommt man leicht aus!
als tourismusunternehmer hat man oft eine ausrichtung des betriebes.
wenn das geplante projekt auf quantität setzte und täglich LKW's unter termindruck auf eventuell landesstrassen/schmalen güterwegen umanandkurven, ist das für einen auf sanften tourismus aufgebauten tourismus vermutlich eher abträglich.
sie könnten aber theor. eine abgespeckte variante überlegen. den schwerverkehr vielleicht von den touristen fernhalten (soweit machbar)..
usw.
also wo gibts da lange wege auf engen straßen?
bad blumau sollte lieber froh sein, wenn so ein projekt dort gestartet werden kann. wenns nämlich einmal weniger kurzuweisungen geben sollte, ist der ort sowieso tot und die pure einöde.
hier agiert wird. Vielleicht könnte man die Ware auch mit der Bahn ausliefern. Wenn man will, findet sich ein Weg, bis zu 250 Jobs und weniger Importe sind doch für die Region und das Land enorm wichtig. Also, nicht abwürgen sondern konstruktiv nachdenken ist gefragt!
"Außerdem habe eine Begutachtung ergeben, dass die Nutzung des unterirdischen Heißwassers auch die Thermalquelle gefährden könnte."
- aha, dann kann Rogner seine Therme ja auch sperren.
Im Übrigen wirbt er dort immer mit der angeblichen CO2-Ersparnis. Allerdings kommt gleichzeitig mit dem Thermalwasser aber ein Haufen darin gelöstes CO2 mit (das abgefüllt wird). Rechnet man die Mengen gegen, dann ergibt sich leider, dass mehr CO2 anfällt als bei konventioneller Heizung...
Obst und Gemüse aus dem eigenen Land, das ganze Jahr und umweltfreundlich mit Thermalwasser geheizt.
Man kann die Anlage sicher so gestalten dass diese nicht stört, bei der großen Fläche kann die LKW-Zufahrt ja schon mal einen km von den Touristen entfernt sein.
Außerdem hätte die Therme im Bereich Wellness immer alles FRISCH und SOFORT im Haus, welche Therme kann solche Verpflegung bieten? Keine.
Dann noch mind. 200 Arbeitsplätze und viele neue Steuern.
Eigentlich die bessere Variante als alles aus Spanien oder von sonst wo zu importieren.
Nur sind natürlich die Leutchen wieder mal dagegen. Einerseits will man alles ÖKO und andererseits ja nie vor der eigenen Türe.
Schade um eine so gute Idee die auch noch umweltfreundlich ist!
thermen greifen schon auf regionale zulieferer zurück.
wie ökologisch die glashausparadeiser wären?
für gewöhnlich werden die glashausparadeiser in einer düngemittellösung ohne erde gezogen...
der boden wird oft betoniert, darauf liegen dann die nährstoffbehälter...
sollte frutura hier einen neuen weg gehen und die paradeiser in erde setzen, wär das sehr interessant, nur hab ich davon noch nix gehört, gelesen.
arbeitsplätze und regionale produkte sind ungeachtet dessen natürlich ein pluspunkt.
andrerseits muss man die bedenken der anrainer ernst nehmen und feststellen, ob es tatsächlich beeinträchtigung der thermalquelle geben würde.
und wie gesagt, wenn man betonierte glashäuser ned so ökologisch findet, muss mans auch respektieren.
Warum sollen Glashausparadeiser nicht ökologisch sein? Immer noch besser als aus dem Ausland importieren.
Pflanzen auf Matten mit Wasser und Nährstoffen wachsen zu lassen ist auch nicht viel anders als in Erde. Mir ist die Matte lieber, so braucht man das Unkraut nicht bekämpfen und der Dünger kann auch BIO sein, denn das geht.
die in österreich gezogen wird, ist höher, als die die in spanien wächst und mit dem lkw hierher gebracht wird.
die glashaustomate geht mit über 1,3 kg co2/kg tomat weit doppelt so hoch, als die spanische folientomate, die venlo-tomate (beheizt) mit über 1 kg co2/ kg tomate auch noch mehr als doppelt so hoch wie die spanische.
ich bin kein fan von der span. tomate überhaupt nicht. ich will nur auf die ökol. effekt der beheizung von glashäusern hinweisen.
es ist das beheizen das den ökolog. fußabdruck massiv vergrößert.
ich weis schon, es gibt auch kalte, aber primär sind sie beheizt, das ist man alleine schon den respektablen anschaffungskosten geschuldet.
hast du dann den boden betoniert? oder nur planiert/gestampft?
Thermalwasser hat keinen co2-Ausstoß, im Gegenteil, wenn die Heizung auf natürliche Basis erfolgt, der notwendige Betriebsstrom über eine Windanlage erzeugt wird, dann schlucken die Pflanzen wesentlich mehr co2 als in irgend einer Form entstehen könnte.
Der Boden muss sauber und ordentlich versiegelt sein und vor allem auch nach unten gut Isoliert.
mir ist jetzt aber auch keine rechnung/studie bekannt, die den pot. co2-ausstoß für die produktion von 1kg tomaten mittels thermalwasser dokumentiert.
im idealfall kein co2-ausstoß, bzw. minimaler, ich weis es aber nicht.
das problem mit alternativen heizvarianten ist der (derzeit) noch relativ hohe kostenunterschied.
wenn geothermie hier preiswert ist - windkraftanlagen sinds (noch) nicht - dann wär das diesbezüglich äusserst interessant.
thermalwasser hat prinzipiell schon einen co2-ausstoss, weil das und meist auch viele andere gase im thermalwasser gelöst sind.
mittels geschlossenem kreislauf kann ein austreten aber verhindert werden. ich weis jetzt aber nicht, wie die anlagen konzipiert sind und was mit dem co2, dass im thermalwasser gelöst ist, danach passiert.
die LKWs wird man sich zu einem Gutteil sparen koennen wenn die Bahn die es dort auch gibt benuetzt wird. Den Rogners sei auch gesagt wenn sie sich um die oekologische Nachhaltigkeit sorgen machen sollten sie auch die Anreise per Bahn mehr bewerben bzw. auch foerdern.
gemüse kommt nicht selten einen guten tag nachdem es geerntet wurde, schon in der filiale an. machbar sind derart fixe termine nur mit lkw's.
und ja gemüse ist in den vielen fällen schnell verderbliche ware. kühlung ist möglich, aber nicht endlos ausschöpfbar, zudem ist eine kühlung im sommer im sinne der ökologischen nachhaltigkeit eher so kurz wie möglich zu halten.
das klingt mir nicht sehr logisch, sehr viel Gemuese wird aus Spanien, Italien, Zypern usw. angeliefert da sind die Transportwege und damit Transportzeiten wesentlich laenger und es funktioniert trotzdem ohne Probleme das Gemuese unversehrt anzuliefern. Also wird es auch moeglich sein das Gemuese innerhalb oesterreichs per Bahn zu transportieren. Zusaetlich koennete die Bahn natuerlich schneller verlanden usw.
Ich bin gespannt wie sie ihre Argumente untermauern.
welche sorten?
welches gemüse?
der umstieg auf bahn ist, so machbar eine sehr gute Alternative, da bin ich absolut bei ihnen!
ich kenn die variante, dass ausländ. produzenten oft in fast(!) unreifen zustand ernten, damit es reifezeittechnisch sich gut ausgeht.
früchte, die aber zu früh geerntet werden, sollen geschmackseinbußen haben.
ich hab jetzt aber keine studie dazu parat und lass mich gern eines besseren belehren, gern auch von ihnen. am liebsten mit quellenangabe zum nachlesen.
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