Fixe Kosten fressen Hälfte des Haushaltsbudgets auf

4. Oktober 2012, 15:04
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    grafik: apa

Bosnier und Rumänen wenden dafür sogar drei Viertel ihres Geldes auf. Österreichern bleibt Geld für Unterhaltung und Kultur

Wien - In Osteuropa verschlingen die Fixkosten nach wie vor das meiste Haushaltsgeld, sodass für andere Güter wie Bekleidung und Möbel oder Aktivitäten wie Freizeit, Unterhaltung, Kultur und Reisen nicht mehr viel übrig bleibt. Während ein österreichischer Haushalt im Schnitt 15 Prozent des gesamten jährlichen Haushaltsbudgets für Ernährung ausgibt, beläuft sich dieser Anteil in Bosnien auf 58 Prozent. In einem Haushalt in Rumänien geht etwa die Hälfte (47,9 Prozent) des Geldes für Essen und Trinken drauf, ermittelte das Marktforschungsunternehmen RegioData. Auf dem Niveau von Österreich befindet sich in Osteuropa lediglich Slowenien.

Westeuropäer frönen der Unterhaltung und Kultur

Neben Ernährung zählt RegioData auch die Ausgaben für Wohnung, Energie, Transport und Bildung zu den Fixkosten. Von dem für Österreich errechneten verfügbaren Haushaltsgeld (ohne Kredite und Sparen) von 36.000 Euro im Jahr wird mehr als die Hälfte (55 Prozent) für Fixkosten aufgewendet. In Rumänien machen die Fixkosten 76 Prozent des jährlichen Haushaltsbudgets von 8.600 Euro aus. Ähnlich hoch ist der Fixkostenanteil in Bosnien-Herzegowina (75 Prozent von 6.400 Euro), Serbien (73 Prozent von 6.400 Euro) und Bulgarien (72 Prozent von 5.500 Euro). In Slowenien ist dieser Anteil mit 54 Prozent sogar geringer als in Österreich.

Nach Abzug der Fixkosten wird das meiste Geld für Freizeit, Unterhaltung und Kultur ausgegeben - von 4 Prozent in Rumänien und Bulgarien bis 11 Prozent in Slowenien. In Österreich sind es 12 Prozent. Anteilsmäßig am meisten geben die Bulgaren und Slowaken für Reisen (Beherbergung und Gaststätten) aus. Für die Einrichtung ihrer Häuser und Wohnungen geben die Haushalte zwischen 4 Prozent (Bulgarien, Rumänien) und 8 Prozent (Slowenien) ihres jährlichen verfügbaren Budgets aus.

Slowenische Besserverdiener

Das verfügbare Jahresbudget weicht freilich von Land zu Land stark ab. Während etwa einem Haushalt in Slowenien 20.500 Euro im Jahr zur Verfügung stehen, sind es in der Ukraine gerade einmal 3.800 Euro. RegioData hat sich vor allem osteuropäische Länder angeschaut, egal ob EU-Mitglied oder nicht. Große europäische Länder wie Deutschland, Frankreich oder Italien wurden nicht erhoben. Alle Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2011. (APA, 4.10.2012)

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Sandu Andrei werkt in Bukarest in seinem Lokal, das übersetzt "Die Bucklige" heißt

Hm, damals im Bukarest hat man mir gesagt, dass das Lokal "DER Bucklige" heißt....
... ich habe keine Ahnung, was das Foto mit den Artikel zu tun hat, denn der Herr auf den Foto besitzt tatsächlich ein kleines sehr gut laufendes Lokal, aber es freut mich trotzdem das Gesicht des freundlichen alten Mannes hier zu entdecken.

Bei all den Diskussionen um die Höhe der Fixkosten, stelle ich doch fest, dass ich persönlich immer mehr des Einkommens für die ständig steigende Miete und Lebensmittel ausgeben muss.

Bei den ganzen Sparpaketen will mir nicht in den KOpf, wie die Wirtschaft angekurbelt werden soll, wenn sich die mesiten Menschen keinen Luxus (d,h. Ausgaben für Dinge, die keine Fixkosten sind) mehr leisten können.

Das ist ja das Problem

Die Wirtschaft KANN nicht mehr entscheidend wachsen.

Die Menschen haben einfach ALLES !

Ein iphone6 (oder N=N+1) nur noch 0,3 mm dick mit superultraretinadisplay reisst auch niemand mehr hinterm Ofen vor....

Ist der Fernseher erstmal flach interessiert das doch kaum einen, ob der 200 Hz oder 800 hat, 3D ist auch voll gefloppt...

Elektr. Spielkram im Auto - wenn interessiert das noch ? Autos kauft man günstig gebraucht ! Ein vier Jahre altes Auto ist TOP, eingefahren, kinderkrankheiten frei.
Und jetzt soll auch noch Internet ins Auto kommen !
Hahaha, noch mehr Spielkram.....

Die Wirtschaft wird NICHT mehr entscheidend wachsten, die Schulden wachsen weiter exponentiell !

langsam versteh ich die welt nicht mehr. alle jammern, dass sie heute einen so hohen teil ihres einkommens für grundbedürfnisse ausgeben. als ob das vor 20 jahren anders gewesen wäre. damals war ich knapp über 20 und hab eine familie gegründet, neue wohnung, kinder kamen). für grundbedürfnisse habe ich damals 90% meines einkommens ausgegeben (ohne handy, internet, denn das war damals noch nicht aktuell). heute gehts uns bei weitem besser, kinder sind größer. Wir haben uns damals nach der Decke gestreckt, Fernseher war gebraucht, Dinge wurden gekauft, wenn das Geld gespart war. Den heutigen 20-25jährigen wirds genauso gehen wie uns vor 20 Jahren - hingegen gehts uns 40jährigen und das seh ich am Freundeskreis finanziell wirklich gut.

"Dinge wurden gekauft, wenn das Geld gespart war."

Um Himmels Willen, was erzählen Sie da. Sparen? Was für ein entsetzliches Wort! Das ist doch total Old-School.

Heute werden Dinge auf Kredit, Ratenzahlung oder Leasing "gekauft", also auf Schuldenmacherei. Selbstverständlich ohne das man das Geld dafür hat.

Und dann, bei den netten Ratenzahlungen die sich dann oft über Jahre oder gar Jahrzehnte hinziehen, geht oft die (finanzielle) Luft ganz aus und das Gejammere los von wegen wie schlecht es allen geht.

;-)

PS: Stimme Ihren Beitrag zu.

Ist Kabel-TV und Internet und Handy und Auto und Urlaub bei den Fixkosten?
Wenn ja, dann glaub ich das :-)

Bitte noch den Vergleich zu Westeuropa und en USA!

Ist ein toller Vergleich, mit Ländern die Jahrelang unter der Kommunistischen Gewaltherrschaft gelitten haben.
Mörgen vergleichen Österreich wir mit Afrika ?

Übrigens: Im Mittelalter wurden 2/3 3/4 nur für das Essen ausgegeben und das war sehr karg - so hat sichs geändert.

wir dürfen ganze 12% unseres geldes für freizeit ausgeben. der rest geht für bekleidung, gesundheit, einrichtung und mysteriöses "anderes" drauf. juhu, weit haben wirs gebracht, daß wir zwischen 71 und 88% (je nachdem was "anderes" jetzt heißt) unseres hart erarbeiteten einkommens für grundbedürfnisse ausgeben müssen.

es wird zeit, daß dieses ausbeuterische system ein ende hat.

29% entfallen auf freizeit und anderes

und sie haben schon wohnen, gesundheit und diverse fixkosten (heizung, strom, etc) abgedeckt.

das ist gut! sehr gut sogar.

gerade ausgerechnet. in meinem haushalt fressen die fixkosten exakt 66.6periodisch % (also zwei drittel) des einkommens. das restliche drittel wandert zu 80 % in die freigiebigkeit, d.h. wird anderen leuten geschenkt. vom rest kann ich mir jeden monat noch ein paar getränke leisten, aber keine kultur und keine kleidung.

666 ist kein gutes Zeichen

scherzkeks. sind Sie einer? (scherzkeks mein ich, nicht teufel)

Und da raunzen die Österreicher?

Von dem für Österreich errechneten verfügbaren Haushaltsgeld (ohne Kredite und Sparen) von 36.000 Euro im Jahr wird mehr als die Hälfte (55 Prozent) für Fixkosten aufgewendet.

Da liest man wieder wie hoch eigentlich der "Österreicher" liegt. Ob das jeder US Haushalt hat???

sie haben nicht mehr alle tasten im schrank haha

Die Angstkampagne geht weiter. "Wie rede ich extrem wohlhabenden Menschen ein dass sie in Wahrheit kaum etwas haben und sooo oam sind."

Die Linken in den Industriestaaten tun seit Jahrzehnten nix anderes als den Opferkult zu pflegen.

Bei dem Artikel fällt mir folgender Buchtitel ein: "Lügen mit Zahlen: Wie wir mit Statistiken manipuliert werden"

ISBN: 9783453173910

Passt gut zu diesem Artikel.

76% Fixkosten in Rumänien?!?!

Da müssen deine Verwandten aber schon ordentlich in Österreich pfuschen, dass sich dieser Prozentsatz ausgeht...

Fixkosten sind es aber auch, wenn man 1.500 Euro Kreditrate für, z.B., das Einfamilienhaus wegzahlt (insbesondere wenn man es sich auch leisten kann).

Slowenien zu Osteuropa zu zählen ist aber nicht in Ordnung lieber Standard!

Weil man es zu Südeuropa zählt. Südeuropa!

90% sind kaufkraftbereinigte Unterschicht

Wenn man die Zahlen nach dem 2.WK hernimmt, müstten Arbeiter/Angestellte heute 160 Euro Brutto die Stunde verdienen.

Wir werden um unseren gerechten Lohn für eine kleine Geldelite betrogen!

http://www.kiwifo.de/html/brei... kaufkr.htm

160 euro pro stunde, wenn man's mit den nachkriegszahlen vergleicht. dann muß ich mich allerdings fragen, warum bei meinen eltern nie ein urlaub drinnen war und wir bis in die späten 70er jahre noch schwarz-weiß fernsehen hatten, weil für einen neuen fernseher kein geld da war und meine eltern auch 20 jahre gebrauch haben bis das haus fertig war - also in der regel solange auch heute ein kredit läuft wenn man haus baut.

huch!

da wird ja ludwig erhard gehuldigt, einem vorzeige-neoliberalen. sind sie sich dessen bewußt?

Jaja.

Vielleicht können sie dem interessierten (und belustigten) Leser zeigen, wie sie auf 160 Euro pro Stunde kommen. Danke.

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