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Jetzt kann man die Quitte wie die alten Griechen einfach in Milch und Honig backen oder wie die Marokkaner in den/die Lamm-Tajine schnipseln. Weil das aber für diesen Blog zu wenig Arbeit ist, habe ich sie eingekocht. Dabei lassen sich aus einer Portion Quitten gleich zwei Einkoch-Produkte herstellen: Erst werden die widerspenstigen Früchte ausgekocht und aus dem Saft Gelee gekocht, das zerstampfte Fruchtfleisch wird zu Quittenbrot, spanisch Membrillo, gebacken.

Membrillo hingegen verleiht jeder Käseplatte einen herbstlich-bodenständigen und mediterranen Einschlag. Es schmeckt weniger süß und intensiv als das Gelee, hat dafür aber mehr Körper und einen natürlich-fruchtigen Charakter. Die Spanier essen es traditionell gemeinsam mit Manchego, einem recht milden Schafshartkäse. Das Gelee wiederum lässt sich nicht nur aufs Brioche schmieren, sondern harmoniert auch hervorragend auf Baguette mit gebratener Chorizo.

Pektin ist jener Stoff, der gemeinsam mit Wasser, Zucker und Säure dafür sorgt, dass etwas geliert. Es sitzt vor allem in Schalen und Kerngehäusen - bei der Quitte in solchen Mengen, dass Quittenmarmelade, die nicht oder mit zu wenig Wasser verdünnt wird, in der Konsistenz trockenem Plastilin ähnelt. Bei anderen Früchten muss der Gelierzucker-Verächter mitunter etwa grüne Apfelschalen mitkochen, um an das nötige Pektin zu kommen.

Als Erstes werden die Quitten von ihrem sympathischen Flaum befreit, dann gewaschen, geachtelt und entkernt. Letzteres kann sich sparen, wer nur Gelee kocht; wer auch Membrillo will, der sollte umso sorgfältiger arbeiten. Obwohl manche Rezepte das empfehlen, ist es meiner Meinung nach völlig überflüssig, die Quitte zu schälen.
Die Fruchtstücke mit Wasser bedecken, zum Kochen bringen und zugedeckt etwa zwei Stunden köcheln lassen, bis die Quitten richtig weich sind.

Die Mischung in ein Sieb oder ein Tuch gießen und über Nacht abtropfen lassen. Nicht ausdrücken, sonst wird das Gelee nicht schön durchsichtig.


Für das Quittenbrot nun das Fruchtfleisch zerstampfen, pürieren oder sonstwie zerkleinern und eins zu eins mit Zucker mischen. Die Masse unter häufigem Rühren und auf nicht zu hoher Temperatur etwa drei Stunden köcheln lassen. Vorsicht: Es brennt leicht an!

Wenn das Mus fast so rot ist wie das Gelee (ganz so rot habe ich es leider nicht hinbekommen), es etwa einen Zentimeter dick auf Backpapier streichen.

Entweder bei 80 Grad zwei Stunden im Rohr backen oder über Nacht einfach stehen und trocknen lassen, dann wenden und nochmals stehen lassen.

In Stücke schneiden und mit Lorbeerblättern garniert etwa in Backpapier verpacken.

(Tobias Müller, derStandard.at, 7.10.2012)
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Hab das Gelee und das Quittenbrot gemacht und bin begeistert :) Bekannte waren da und haben das Brot sehr skeptisch beäugt, das ich mit diversen Käsesorten auf den Tisch gestellt hab. Na ja, probiert haben sie, und ich musste recht bald Quittenbrot nachlegen :) Und das Gelee ist sowieso einfach nur gut, die Kinder stehen auf die Farbe!
Ich hab das Rezept nachgekocht, mir kommt nur eine Sache komisch vor, das Verhältnis Saft zu Zucker: ich hab auf 700ml rund 300g Zucker verwendet und das war dann schon extrem süß. Okay , ich weiß schon, Zucker zum Konservieren und so, aber der Quittensud hat grundätzlich eine sehr angenehme Säure, die durch so viel Zucker aus meiner Sicht etwas zu viel verwässert wird. Mal schauen, ob die Haltbarkeit unter weniger Zucker leidet...
Cognacquitten - vierteln oder sechsteln, Kernhaus raus, schälen (HIER schon notwendig, ansonsten glaub ich TM durchaus). Werden dann gescheiberlt (Maschionell, sonst wirst a Laberl) und mit viel Zucker und Honig sowie Zimt, Zitronensaft und Weinessig gekocht (20 - 30 min, bis noch gerade bißfest). Dann die Schnipseln auch Gläser verteilen und den Fond einkochen. Überkühlen lassen, Cognac dazu und auf die Gläser verteilen.
Mengenverhältnisse: 2.000 g Quitten, Saft einer Zitrone, 5 EL Weinessig, 5 EL Wasser, 1 Stange Zimt, 500 g Zucker, 500 g Bienenhonig, ¼ l Cognac.
Also schon ziemlich viel Zucker auf das bissl Obst...
warum gibts den Gruß aus der Küche nicht wieder wöchentlich?
QUITTENZWIEBELN (2 Port.)
2 weiße Zwiebeln in Streifen schneiden und in Butter an schmoren. Eine Quitte schälen u in feine Würfel schneiden. Quittenschale und Gehäuse mit einem Schuss Weißwein, Zimt, Sternanis u Piment aufkochen u 10 min ziehen lassen. Quittenwürfel bei den weichgeschmorten Zwiebeln kurz anbraten. 1 tl Zucker dazu, leicht karamelisieren lassen. Mit Weißwein oder Balsamicoessig ablöschen, dann immer wieder mit etwas Quittenfonds untergießen und dahinschmurgeln lassen. 2 el hollerkoch od -gelee einrühren. Fertig. Und dazu Kurzgebratenes - einfach köstlich.
Wir essen das immer als Beilage. Vielleicht lässt es sich mit Eisiedehilfe haltbar machen. Aber leider wirds bei uns heuer keine Zwiebelquitten geben, weil unser Baum kaum Früchte hatte. Bitte sagen Sie mir doch ob ihnen die Haltbarmachung gelingt.
"Noch nie etwa habe ich mich wirklich an einer Kumquat erfreut oder eine Sternfrucht tatsächlich genossen."
Lag wahrscheinlich an der Qualität, besonders bei der Sternfrucht gibt es Unterschiede wie bei Äpfel, von geschmacklos bis atemberaubend.
Und die Kumquats plücke ich mir während der Reifezeit täglich im Vorrübergehen als kleinen Snack, aromatisch und erfrischend.
Quitten mit einem Tuch sorgfältig abreiben, damit die feinen Nesselhärchen entfernt sind. Danach mit Wasser putzen. In Würfel zerteilen und in ein Gefäß füllen und mit Primasprit aufgießen. Das Gefäß verschließen und kühl lagern. Anschließend destillieren.
PS: Quittengeist ist nicht gesetzeskonform
würde man so aufwendig verfahren wie von gutenbergs nachfahren vorgeschlagen, würden sie zuerst das aroma der vergorenen quitte ins destillat überführen und diesem dann im zweiten schritt das der frischen frucht hinzufügen und das ganze, also die kombination von gär- und frischaroma, ins letzte destillat überführen
allerdings:
früchte nicht entkernt, sondern nur kleingeschnitten und mit zimtstangen, sternanis nelken und zitronensaft in den dampfentsafter. saft ganz normal zu gelee verkocht
entsaftete früchte durch die flotte lotte, mus mit zucker vermischt und ohne weiteres kochen aufs backpapier streichen - wenns einigermaßen angetrocknet ist, kommt noch hagelzucker drauf (lorbeer??? nicht mit mir...), oder das nicht weiter gezuckerte getrocknete (das dauert!!!) quittenbrot (bei uns sagt man "quittenkas") mit kuvertüre schokoglasieren
funktioniert immer
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