Therapie übergewichtiger Kinder von kurzem Erfolg

4. Oktober 2012, 14:46

Anhaltende Stabilisierung schwer umzusetzen

Berlin - Therapien zur Gewichtsreduzierung übergewichtiger Kinder und Jugendlicher sind nur begrenzt wirksam. Zwar sind kurzfristige Erfolge möglich, eine anhaltende Gewichtsstabilisierung sowie Verbesserungen des Gesundheitsverhaltens sind jedoch nur schwer umzusetzen. Das ergab eine Langzeitstudie in Deutschland im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), die am Donnerstag vorgestellt wurde.

So wurden langfristige Ziele wie mehr Bewegung im Alltag, weniger Zeit vor Computer oder Fernsehen sowie eine gesündere Ernährung dauerhaft nur bei zehn bis 18 Prozent der Patienten erreicht. Die Experten erfassten Daten von 1.916 übergewichtigen Kindern und Jugendlichen, die zu Studienbeginn 8 bis 16 Jahre alt waren. Sie wurden entweder über ein Jahr ambulant oder sechs Wochen lang stationär behandelt. Gut die Hälfte der Betroffenen konnte ihr Übergewicht reduzieren. Ein bis zwei Jahre nach Abschluss des Programms zeigte sich jedoch nur noch bei 14 Prozent der Heranwachsenden eine Gewichtsabnahme. (APA, 4.10.2012)

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Notrufnummern für Kinder

haben gezeigt, dass im Normalfall nicht das Problem des Kindes (nicht) lösbar ist, sondern es um Probleme der Familie geht.
Es wird nie funktionieren ein Kind zu behandeln, wenn dabei nicht die gesamte Familie behandelt wird, egal um welches Thema es geht.

Da kann aber nicht ernstlich jemand überrascht sein.

Bis heute hat man die Ursachen von Übergewicht noch nicht vollständig erforscht. Klar, symptomatisch oft eine Kombination von Bewegungsmangel + schlechter Ernährung... das meine ich aber nicht, sondern die URSACHEN.

Jemanden wie einen Hund auf Bewegung und Ernährung hinzutrimmen, ist auch bei Erwachsenen nicht nachhaltig. Und das weiß man schon verdammt lange.

Ein wichtiger Faktor sind freilich Umwelteinflüsse, aber auch der seelische Zustand. Ich denke, oft ist ein Mangelzustand in einem ganz anderen Lebensbereich unter den Ursachen zu finden.

Ich meine, Schnupfen kuriert man auch nicht durch Schneuzen, auch wenn der Rotz dann kurz weg ist.

Kein Wunder, wenn die Kinder nach der Therapie wieder in die ernährungstechnische Verwahrlosung ihrer Familien entlassen werden, die ihnen die ganze Fettsuppe erst eingebrockt haben.

Das weis man schon länger, dafür braucht man keine Studien

Fakt ist, dass "ungesundes Essen" eine Familienkrankheit ist.
Um einr Person beim abnehmen helfen zu können, muss die gesamte Familie mitmachen.

Man kann eine Person unterstützen, aber sobald sie daheim wieder in das "dickmachsaft, fett, zucker, butter, süßigkeiten, salzige "süßigkeiten" familienkonstrukt zurückfallen, ist alles verloren.

*alleine, wenn man schon die "dickmachsäfte" aus der familie verbannt und gegen leitungswasser oder "vitaminsäfte (Nahrungsergänzung) ersetzt, kann man erfolge erziehlen.

*spazieren gegen , wenn die gelenke weh tun schwimmen gehen (ist auch sport)

* fertigprodukte wegwerfen. wer selbst kocht, kocht gesünder

*süßigkeiten wegwerfen und durch frisches obst ersetzen

* bewusst 3 mal pro tag essen

die gesellschaft machts den kids ja auch nicht leicht

leitungswasser wirkt halt nicht auf das natürliche belohnungszentrum.
spazierengehen ebensowenig. für kinder ist das langweilig, ja eine strafe.
fürs selber kochen müssen sie erstmal die zeit haben... und schmecken wirds dem kind nicht.
frisches obst stimuliert nicht das belohnungszentrum
"bewußt" ist im grunde eine umschreibung für ein roboterhaftes lebenskonzept.

ich persönlich halte alle ihre vorschläge für kontraproduktiv denn sie werden von den kindern als strafe empfunden. damit werden sie langfristig den gegenteiligen effekt erzielen.

das wichtigste wäre meiner meinung nach ersatzstimulationen die gesund sind. nur wird man die freude am sport den kindern kaum vermitteln können wenn sie wie üblich ausgelacht oder überfordert werden.

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