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Ljubljana/Frankfurt - Das Rettungspaket der Europäischen Zentralbank (EZB) für die Euro-Krisenstaaten ist geschnürt - nun müssen Spanien und Co. nur noch zugreifen. "Die Entscheidung, das Anleihenprogramm zu starten, liegt allein in Händen der Regierungen", sagte EZB-Präsident Mario Draghi am Donnerstag nach der auswärtigen Ratssitzung im slowenischen Ljubljana. "Die EZB kann das Handeln von Regierungen nicht ersetzen."
Anfang September hatten die Währungshüter beschlossen, notfalls unbegrenzt Anleihen von Euro-Krisenstaaten zu kaufen, um so die Zinslast für angeschlagene Schwergewichte wie Spanien und Italien zu drücken. Die Staaten müssen jedoch zuvor einen Hilfsantrag beim Euro-Rettungsfonds EFSF/ESM stellen. Selbst dann gebe es keinen Automatismus für ein Eingreifen der Währungshüter an den Anleihenmärkten, betonte Draghi: "Die EZB handelt unabhängig."
Madrid zögert einen neuen Hilfsantrag in Brüssel hinaus - unter anderem aus Sorge über zu harte Daumenschrauben der Euro-Partner. "Bedingungen müssen keine Strafe sein", warb Draghi. "Die Reformen beinhalten Kosten und Nutzen - und wenn sie durchdacht sind, überwiegt der Nutzen." In spanischen Medien wird bereits spekuliert, Spanien könnte bereits am Wochenende die EU-Partner um Hilfe bitten.
Der EZB-Präsident verteidigte das Kaufprogramm gegen Kritiker, die der EZB Staatsfinanzierung durch die Hintertür vorwerfen. Der Beschluss habe die starken Spannungen im Euroraum verringert. Seit der Verkündung des Programms Anfang September sanken die Risikoaufschläge für Anleihen angeschlagener Euroländer spürbar, ohne dass die Notenbank Bonds kaufte. Die Wirkung ließ zuletzt allerdings nach. "Alles in allem war der Effekt positiv", bilanzierte Draghi. Mit dem Kaufprogramm habe die Notenbank "ein absolut wirksames Sicherheitsnetz" gespannt, "um zerstörerische Szenarien, die eine große Gefahr für die Preisstabilität werden könnten, zu verhindern".
Draghi versicherte, die Notenbank handle "strikt innerhalb ihres Mandats". Die möglichen Anleihekäufe seien erforderlich, damit die EZB mit ihrer Geldpolitik den gesamten Euroraum gleichermaßen erreiche.
An die Adresse der deutschen Bundesbank, die Anleihenkäufe als verbotene Fiskalpolitik ablehnt, sagte Draghi: "Wenn Preisstabilität die Tradition der Bundesbank ist, steht die EZB völlig im Einklang mit der Bundesbank." Wegen der unterschiedlichen Positionen ist die Diskussion über eine frühere Veröffentlichung von Protokollen der EZB-Ratssitzungen in vollem Gange. "Das ist ein komplexer Prozess, wir denken darüber nach, wie wir vorankommen, es gibt Vor- und Nachteile", sagte Draghi.
Der Leitzins im Euroraum bleibt auf dem Rekordtief von 0,75 Prozent. Zwar steckt die Wirtschaft im Euroraum weiter in der Rezession, was für eine Lockerung der Geldpolitik spricht. Andererseits ist Zentralbankgeld für Banken so günstig wie nie seit Einführung des Euro 1999. Deshalb ist die Wirkung einer Zinssenkung umstritten. Über einen Zinsschritt nach unten habe der EZB-Rat am Donnerstag nicht einmal diskutiert, sagte Draghi.
Beobachter schließen eine weitere Verbilligung von Zentralbankgeld in den kommenden Monaten nicht aus. Dagegen spricht jedoch, dass sich die Inflation auch wegen steigender Energiekosten unerwartet hartnäckig hält. Im September kletterte die jährliche Teuerungsrate nach einer ersten Schätzung der europäischen Statistikbehörde Eurostat nochmals leicht auf 2,7 Prozent. Sie liegt damit deutlich über der Warnschwelle der EZB, die stabile Preise bei Werten von knapp unter zwei Prozent gewahrt sieht. (APA, 4.10.2012)
Herstellung der beiden Münzen führte seit 2002 zu Verlust von 1,4 Milliarden Euro
Die Europäische Zentralbank überlegt, risikobehaftete Kredite aus Südeuropa aufzukaufen, das missfällt so manchem
Nach Fitschen sind die Einlagen der Sparer in Deutschland - anders als beim Euro-Rettungspaket in Zypern - sicher
Wo ein Schein ausgegeben wird, ist beim Beheben nicht immer klar. Oft hat Bargeld Migrationshintergrund
Das Wirtschaftstief mache diesen Schritt notwendig, so der Chef der Nationalbank. Die EZB alleine könne die Misere aber nicht lösen
Damit der abermals gesenkte Leitzins von 0,5 Prozent bei den Firmen ankommt, erwägt die Europäische Zentralbank, Banken zu bestrafen
Die Notenbank lehnt Staatsanleihenkäufe durch die EZB ab. Es sei nicht deren Aufgabe, alle Länder im Euro zu halten
Während Zinsen für Deutschland steigen sollten, müssten jene der Krisenländer sinken, konstatiert die deutsche Bundeskanzlerin
Die Eurozone ist noch nicht über den Berg, warnt Benoît Coeuré, Direktor der Europäischen Zentralbank
Die vorläufige Vereinbarung müsse auf Ersuchen einzelner Länder noch in einigen Punkten nachverhandelt werden
EZB Käufe von Staatsanleihen sind verstoß gegen die Maastrichkriterien !
Es ist eine Volksabstimmung in allen EU-Ländern nötig, ob dies gemacht werden darf !
Das ist RECHT, alles andere ist LUG BETRUG und wird bei Bürgern lediglich Wut und Nachahmereffekte zur Folge haben.
transmission erreicht er durch den kauf von altpapier nach kilopreis - interessant.
der kauf von schrottpapieren ist ein sicherheitsnetz und dient der preisstabilität - noch interessanter. ich werde meine dissertation vom professor noch einmal prüfen lassen, offenbar habe ich den letzten 20 jahren den fund des steins der weisen verpasst.
in wahrheit ist der mann bloss ein münzfälscher, ein pokerspieler, der als einsatz unsere ersparnisse verwendet.
Die EU ist ein Neoliberales Projekt und schadet der breiten Masse. Es muss dringend verbessert werden. Griechen, Spanier, Deutsche, Österreicher, ... leben mit der selben Währung.
Würgen wir die Wirtschaft der Südländer ab, mit absurden Maßnahmen, dann würgen wir damit unsere Eigene ab.
Es gibt so viele kluge Konzepte die funktionieren: ich hab neulich erst von der Gemienwohlökonomie gelesen ...
aha.
die innovativen., produktiven volkswirtschaften lassen sich dann ihre vorteile zugunsten des rests abschöpfen, oder wie darf man das verstehen ?
alles wird gut, wenn keiner mehr was hat, außer den apparatschicks ( das credo der internationale ?? )
Normalerweise steigen die Kurse, wenn die EZB was zu verkünden hat. Heute passiert nichts dergleichen. Sind die Anleger etwa enntäuscht, dass es nicht aus der EZB-Pulle gibt?
http://www.start-trading.de/blog/2012... e-anleger/
Die EZB hat vermutlich ihre Moniton verschossen, was soll sie noch machen ausser Geld drucken? Die Leitzinsen sind schon sehr niedrig, Anleihe-Ankauf-Programm ist auch schon gestartet. Mehr ist nicht möglich. Das Spiel ist (hoffentlich) aus.
Da hätte aber der Zinssatz deutlich angehoben gehört. Die lockere Geldpolitik greift nicht und wir beobachten eine Liquiditätsfalle. Dies führt mittelfristig in eine Depression.
Das billige EZB Geld kommt nämlich nicht als Investition in der Realwirtschaft an, sondern überschwemmt die Finanazmärkte, wo sich die Geldmenge immer mehr aufbläht.
Dazu kommt jetzt ein für eine Liquiditätsfalle typischer Nachfragerückgang.
Wir werden uns IMHO mit rein monetären Maßnahmen daraus nicht befreien können.
Eigentlich gab es nicht viel Neues, bis das Thema Inflation zur Sprache kam - da regen sich Sorgenfalten auf der Stirn des EZB-Chefs.
http://bit.ly/StmlEU
die ezb verborgt geld billig an banken, die wiederum kaum kredite an unternehmen und private vergeben, sondern mit dem billigen geld lieber hochriskant spekulieren. falls es schiefgeht, ´werden sie sowieso wieder ´mit steuergeldern gerettet. zeit, daß die ezb als akteur auftritt und günstige kredite an unternehmen vergibt. so kann das nicht funktionieren.
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