Spanien verärgert über Romney-Äußerung in TV-Debatte

4. Oktober 2012, 12:44
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USA sollten nicht "den Weg Spaniens" gehen

Madrid/Washington - US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney hat wieder einmal Verärgerung ausgelöst - diesmal mit einer Äußerung über die Wirtschaftskrise in Spanien: Der republikanische Herausforderer hatte in der ersten TV-Debatte mit dem Amtsinhaber Barack Obama Spanien als einen Inbegriff der Krise und des Niedergangs dargestellt. Er wolle nicht, dass die USA "den Weg Spaniens" gingen, sagte Romney.

Der spanische Außenminister Jose Manuel Garcia Margallo betonte am Donnerstag, diese Einstufung Spaniens sei unbegründet und stimme nicht mit der Realität überein. In den USA werde ein falsches Bild von Spanien verbreitet. "Ich könnte auch Fotos aus New York dazu missbrauchen, ein verzerrtes Bild der USA wiederzugeben", sagte der Minister.

Spanien gehöre in mehreren Technologie-Bereichen weltweit zu den führenden Ländern. Dies zeigte der Auftrag an spanische Unternehmen für den Bau einer Hochgeschwindigkeitsbahn in Saudi-Arabien. Die Generalsekretärin der regierenden Volkspartei (PP), María Dolores de Cospedal, betonte, Spanien sei ein "Modell für eine wirtschaftliche Erholung". (APA, 4.10.2012)

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