Kindesmisshandlung im Burgenland: U-Haft für Eltern verlängert

4. Oktober 2012, 12:24
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Zustand des zwei Monate alten Mädchens unverändert - Nächste Woche erneute Einvernahme der Eltern

Eisenstadt - Im Fall einer vor knapp einer Woche bekannt gewordenen schweren Kindesmisshandlung im burgenländischen Bezirk Güssing ist Donnerstagmittag die Untersuchungshaft für die Eltern verlängert worden. Das teilte Magdalena Wehofer, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Eisenstadt (StA) mit. Der Zustand der schwer verletzten zwei Monate alten Tochter der Verdächtigen sei laut Auskunft der Universitätsklinik für Kinderchirurgie in Graz unverändert, es gehe ihr den Umständen entsprechend gut.

Ärzte hatten bei einer Untersuchung vor etwa zwei Wochen zahlreiche Verletzungen wie Knochenbrüche, Prellungen und Blutergüsse entdeckt und Alarm geschlagen. Die Eltern, die Mutter ist 22 Jahre alt, der Vater 25, wurden daraufhin festgenommen. Sie sollen nächste Woche erneut einvernommen werden, hieß es von der Staatsanwaltschaft. Einen fixen Termin gebe es allerdings noch nicht, so Wehofer. Die nächste Haftprüfungsfrist endet am 4. November.

Die Familie lebte erst seit März im Burgenland, zuvor war sie in der Steiermark wohnhaft. In beiden Bundesländern wurde die junge Familie von der Jugendwohlfahrt mehrmals wöchentlich betreut. Die Verletzungen wurden jedoch nicht bemerkt. Der 15 Monate alte Sohn der 22-Jährigen blieb von den Misshandlungen verschont. (APA, 4.12.2012)

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