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Den gern als Heuschrecken geschimpften Risikokapitalgebern mangelt es an Geld.
vergrößern 500x454Wien - Den Private Equity- und Venture Capital-Fonds drohen die Mittel zur Finanzierung von jungen, innovativen und technologieorientierten KMU auszugehen. Es seien daher dringend geeignete Maßnahmen zur Belebung vor allem der Frühphasenfinanzierung notwendig, so das Ergebnis der vom Wirtschaftsministerium und aws in Auftrag gegebene Studie "Risikokapital in Österreich".
Risikokapital spielt vor allem bei der Finanzierung von innovativen, wachstums- und technologieorientierten KMU eine wichtige Rolle. Ihnen steht die traditionelle Kreditfinanzierung durch Banken meist nicht zur Verfügung, weil den hohen Risiken keine ausreichenden Sicherheiten gegenüberstehen. Bestehende Förderungen reichen aber zur Deckung des hohen Kapitalbedarfs im Wachstum oft nicht aus. Venture Capital (VC)-Geber fokussieren zumeist auf junge, innovative Kleinbetriebe, Private Equity (PE) eher auf schon reifere Wachstumsunternehmen.
Die Risikokapitalinvestitionen sind europaweit seit 2007 deutlich eingebrochen und haben sich erst seit dem Jahr 2009 wieder zu erholen begonnen. Anders als in Europa zeigt das Fundraising - also die Kapitalaufbringung - in Österreich aber keinen Aufwärtstrend, sondern ganz im Gegenteil, die Volumina haben sich seit 2009 fast gedrittelt. "Der Rückgang in Österreich ist prekär", so die Studienautoren.
Laut Studie hat das Fundraisingvolumen europaweit im Jahr 2006 mit 112,3 Mrd. Euro seinen Höhepunkt erreicht, in Österreich war dies 2007 mit 508 Mio. Euro. Von 2007 bis 2009 ist das in europäische Unternehmen investierte Risikokapital (PE und VC) um 70 Prozent, in Österreich sogar um 80 Prozent zurückgegangen. Nach dem Tiefpunkt im Jahr 2009 mit 17,8 Mrd. Euro erholte sich das Risikokapitalvolumen europaweit bis 2011 wieder auf 39,8 Mrd. Euro. In Österreich brach es hingegen von 2009 bis 2011 weiter von 286 auf nur mehr 109 Mio. Euro ein.
Vor allem die Banken und Versicherungen sind als Fondsinvestoren ausgefallen. Sie hatten über Jahre das Fundraising in Österreich dominiert und kehren nur langsam wieder zurück. Vor der Krise brachten Banken und Versicherungen bis zu 80 Prozent des Kapitals auf, 2009 waren es praktisch Null Prozent, 2011 waren es bei den Banken wieder 23 Prozent, bei Versicherungen dagegen Null. Die öffentliche Hand und internationale Institutionen haben die Ausfälle nur teilweise kompensieren können.
Betroffen von der anhaltend schwierigen Lage am Risikokapitalmarkt sind vor allem Frühphasenfinanzierungen. Aufgrund des hohen Risikos und geringer Performanceerfolge wollen viele Fondsinvestoren nicht mehr in Venture Capital investieren. Dagegen sei die Nachfrage nach Venture-Capital ungebrochen. Die Krise hat laut Studie allgemein die Investitionsgeschwindigkeit verlangsamt. In Zukunft werde der Investitionsfokus der Risikoinvestoren eher auf reiferen Unternehmen liegen, haben die Erhebungen zur Studie weiter ergeben. Gleichzeitig sei es schwer für kleine österrreichische Fonds, Frühphasenunternehmen zur Exit-Reife zu bringen.
Die Studienautoren gehen auch davon aus, dass sich die Fundraisingsituation weiterhin schwierig gestalten wird. So hätten heimische Fondsinvestoren meist keine nachhaltigen Risikokapital-Investitionsprogramme. Fondsinvestments seien vielfach eingestellt worden. Internationale Investoren würden sich kaum für den unbekannten österreichischen Markt interessieren. Die meisten österreichischen Risikokapitalfonds liegen unter 100 Mio. Euro und damit unter der magischen Grenze für internationale Engagements.
Darüberhinaus bestehen derzeit aber auch Unsicherheiten bei den Rahmenbedingungen für Risikokapital, etwa durch die europaweit in Umsetzung befindlichen neuen Regulierungen. "Es fehlt eine geeignete rechtliche Struktur für Risikokapitalfonds", monieren die Studienautoren. Sie erachten es für dringend geboten, geeignete Maßnahmen zur Belebung der Frühphasenfinanzierung zu setzen. Sinnvoll wäre darüber hinaus auch eine eigenständige Fondsstruktur für Risikokapital. Bei den Richtlinienumsetzungen sollte auf geringe administrative Kosten für kleine österreichischen Risikokapitalgeber geachtet werden. (APA, 4.10.2012)
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eine Regierung, die dann auch noch Aktiengewinne pauschal versteuert und dabei ein Gesetz raushaut, das dermaßen kompliziert und für jeden Wertpapierbesitzer nachteilig ist, sollte dann aber bitte nicht überrascht sein, wenn die Botschaft verstanden wird und Risiko scheut.
Es ist immer das gleiche. Die USA erzeugen die Krise und erholen sich schneller, weil sie nachher auch flexibler sind. Europas starre Systeme (und hier Österreich als Extrembeispiel), sorgen dafür, dass man in jener Schockstarre verharrt und große Teile der Bevölkerung auch noch der Meinung sind, dass das gut wäre. (Wie zB der Ruf des Pöbels nach Besteuerung böser Aktien)
wenn sie mit einem anruf den kurs manipulieren können, ists auch fad. für den seriösen anleger.
dazu noch die systemischen fehler des börsewesen, nein danke. ich leg mein geld seriös an, ohne provisionen für andere, ohne spesen und mit mehr fun.
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