FPK-Finanzreferent will bei Prostituierten mitkassieren

4. Oktober 2012, 11:03
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Harald Dobernig sieht eine Landessteuer auf Prostitution vor - Die Freiheitlichen erwarten sich 500.000 Euro jährlich

Klagenfurt - Kärntens Finanzlandesrat Harald Dobernig (FPK) hat einen Gesetzesentwurf in Begutachtung geschickt, der eine Landessteuer auf Prostitution vorsieht. Konkret ist darin vorgesehen, dass jede Prostituierte pro Monat 100 Euro - indexangepasst - an die Landesverwaltung zahlen muss. Der Abgabenpflicht unterliegen laut Entwurf sowohl legale Prostitution in Bordellen als auch der illegale Straßenstrich.

In den Erläuterungen zum Begutachtungsentwurf heißt es, dass sich das Land bei der neuen Steuer seines "Abgabenerfindungsrechts" bedient. In Kärnten gibt es rund 360 registrierte Prostituierte. Die Freiheitlichen rechnen mit einem jährlichen Abgabenvolumen von 500.000 Euro. Davon abzuziehen sind die Kosten für den Verwaltungsaufwand. Bei behördlich bewilligten Bordellen ist die Prostitutionssteuer wie die Ortstaxe vom Bordellbetreiber einzuheben und abzuführen. In den anderen Bundesländern gibt es keine derartige Besteuerung von Prostitution. (APA, 4.10.2012)

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    Der Kärntner Finanzlandesrat Harald Dobernig (FPK).

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