Aufstand gegen "unzumutbare Rahmenbedingungen"

4. Oktober 2012, 10:27
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Am Samstag gehen Kleinkind-PädagogInnen mit Gewerkschaften auf die Straße - Frauenanteil in Beruf liegt bei 98 Prozent

Wien - "Gegen die unzumutbaren Rahmenbedingungen in elementaren Bildungseinrichtungen wie Kindergärten, Krippen und Krabbelstuben" protestieren am Samstag (6. Oktober) Kindergarten- und HortpädagogInnen spwie ihre AssistentInnen.

Die Berufsgruppe kritisiert zu große Gruppen in der Betreuung, zu kleine Gruppenräume und die geringen Verdienstmöglichkeiten. Auch der permanente Zeitdruck sowie der "Fleckerlteppich" bei den gesetzlichen Bestimmungen ist den OrganisatorInnen ein Dorn im Auge. Die knappen Ressourcen würden die Umsetzung des "bundesländerübergreifenden Bildungs-Rahmenplans" für elementare Bildungseinrichtungen in Österreich oft unmöglich machen.

Tausende TeilnehmerInnen erwartet

Die Demonstration beginnt um 13 Uhr vor dem Unterrichtsministerium am Minoritenplatz und führt zum Finanzministerium in der Hinteren Zollamtsstraße, wo gegen 15 Uhr auch die Abschlusskundgebung stattfindet. Organisiert wird der Protest von der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten - Kunst, Medien, Sport, freie Berufe (GdG-KMSfB) und der Gewerkschaft vida. Erwartet werden ca. 2.000 Personen.

98 Prozent Frauenanteil

Gefordert werden unter anderem weniger Kinder pro Gruppe, mehr Platz für Kinder und Personal, höhere Gehälter, eine tertiäre Ausbildung für KindergartenpädagogInnen sowie eine 300 Stunden umfassende bundesweit einheitliche Ausbildung für das Unterstützungspersonal. Die Einstiegsgehälter für PädagogInnen sind je nach Arbeitgeber unterschiedlich - insgesamt gibt es mehr als 60 unterschiedliche Gehaltstabellen. Bei privaten Kinderbetreuungseinrichtungen liegen sie bei knapp unter 2.000 Euro brutto. KindergartenassistentInnen verdienen in den ersten beiden Berufsjahren 1.280 Euro brutto.

In Kindergärten und Kindertagesheimen sind laut Statistik Austria mehr als 50.000 Menschen beschäftigt. Davon sind rund 98 Prozent Frauen und 40 Prozent ausgebildete PädagogInnen. (APA, 4.10.2012)

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