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Die Fahrzeugketten entlang der Gehsteige haben viele ihrer Glieder verloren. Zehn Quadratmeter öffentlicher Raum pro früher hier abgestelltem Auto stehen jetzt leer. Er sollte genutzt werden.
Große Teile der Wiener Bezirke Meidling, Penzing, Ottakring und Hernals sowie der gesamte Bezirk Rudolfsheim-Fünfhaus sind seit Montag Kurzparkzonen. Länger als drei Stunden dürfen dort nur die Bewohner parken, vorausgesetzt, sie haben der Stadt die Gebühr fürs Parkpickerl überwiesen. Schon in den ersten Tagen konnte man beobachten, wie die Autos fernblieben und die blechernen Streifen entlang der Gehsteige ausdünnten. Plötzlich zeigte sich ein ungewohnt nacktes Straßenbild.
Die Autobesitzer unter den Bewohnern jubeln, weil sie nicht mehr auf der Suche nach fünf freien Metern durch die Nachbarschaft kurven müssen. Die Autoverzichter unter den Bewohnern jubeln, weil der dauernde Verkehr nicht mehr die Gegend verstopft. Die Anrainer knapp außerhalb der Pickerlzone fluchen, weil sich die kollektive Parkplatzsuche schlagartig auf ihr Terrain konzentriert. Die Pendler, die in den weiterhin nicht pickerlpflichtigen Gebieten ihr Glück versuchen, sind schon zufrieden, wenn keine Drohung hinter dem Scheibenwischer klemmt.
"Das Parkpickerl wirkt", befinden die städtischen Grünen, das sei eine Tatsache und "gut für die WienerInnen und für Wien". Auch wenn die Grenzziehung willkürlich und das System an sich Flickwerk ist, scheint die umstrittene Ausweitung der Pickerlzone auf den ersten Blick gelungen. Würde sie sogar bis zur Peripherie ausgedehnt und die Besucher bewegen, von Parkplätzen am Ortsrand mit verbesserten Öffis in die Stadt zu fahren, dann besteht vorläufig die Aussicht auf weniger Lärm, weniger Emissionen, weniger Unfälle. Aber in zehn oder zwanzig Jahren?
Ein Blick zurück: Einige Bezirke innerhalb des Gürtels stehen bereits seit 1995 unter der lückenlosen Aufsicht der Parkraumbewirtschafter. Bezirksfremde Dauerparker wurden damals hinter den Gürtel gedrängt, dorthin, wo sie jetzt erneut Reißaus nehmen. Die Bewohner der Innenbezirke können nach 17 Jahren aber weit nicht mehr so großzügig aus freien Parkflächen wählen wie jene der neuen Zone. Nicht selten wird wieder gekurvt.
Die tägliche Lückensuche könnte auch außerhalb des Gürtels wieder zur Gewohnheit werden. Denn manche Anrainer, die bisher vor allem wegen der Stellplatzproblematik auf ein Auto oder ein Zweitauto verzichtet haben, kommen durch die freien Parkflächen gehörig in Versuchung. Das Einzige, was bequemer ist als ein Auto zu haben, ist ein Auto vor der Haustür zu haben.
Andere Bewohner der Neo-Kurzparkzone werden sich verführt fühlen, ihre Fahrzeuge von den teuren Garagenplätzen gegen eine moderate Pickerlgebühr zurück an die Oberfläche zu holen. Die Möglichkeit, dass zu den an den Stadtrand verdrängten Autos drinnen einfach neue hinzukommen, ist gegeben.
Um das zu verhindern, sollten Gemeinde und Bezirke besser noch heute die kahlen Stellen im Stadtbild mit Alternativen bespielen. Rasenflächen und Bäume und Radwege sind nur die naheliegendsten Lösungen. Warum nicht Straßenkünstlern dedizierte Bühnen öffnen oder der jungen Kreativszene den öffentlichen Raum gestalten lassen? Warum den Grätzeln nicht neue kleine und permanente Lebensmittelmärkte gönnen? Warum nicht hie und da die kanalisierten und überbauten Wienerwaldbäche wieder an die Frischluft lassen? (Michael Matzenberger, derStandard.at, 6.10.2012)
Ich hab eine Andere Lösung:
Fahrzeuge nur dann neu zulassen wenn eine vemietete / gekaufte Abstellfläche dafür vorhanden ist.
Da ich auch Besucher habe die mit dem Auto kommen, wäre es natürlich auch schön wenn diese bis zu mir fahren und parken können.
PS:
- Strassenkünstler benötige ich vor meiner Haustüre genausowenig wie Bettler.
- Bei reduziertem Verkehrsaufkommen braucht ma auch keinen Radweg, die Radler könnten dann problemlos auf der Strasse fahren.
- Und ein 2m breiter, von Hunden zugekackter Grünstreifen erfreut mein Gemüt auch nur geringfügig. Wer eine ländliche Idylle will muss eben auf´s Land ziehen, aber bitte ohne Auto, gell.
Oder man zieht in einen der neueren Stadtteile wo entsprechende Grünanlagen vorhanden sind
Die neu gewonne Fußgänger-Sicherheit durch Fahrrad-Rowdies wieder gefährden?
Den stark verringerten Lärmpegel durch nervtötende Strassen-'Künstler' wieder hochschrauben?
Danke, aber lassen wir es doch wie es jetzt ist (mehr Grünflächen wären OK).
Wenn Radfahrer eine eigene Spur bekommen und nicht mehr versucht sind, vor dem Autoverkehr auf die Gehsteige zu flüchten, dann erhöht das die Gefahr für die Fußgänger? Dass sie im Übrigen einer ganzen Gruppe von Verkehrsteilnehmern pauschal Rowdytum unterstellen, sagt eh schon genug über ihre Geisteshaltung aus. Fehlgeleitet finde ich da vielmehr Verhinderer wie Sie, die es doch bitte immer "so lassen wie es jetzt ist", und das Wort Künstler unter Anführungszeichen setzen müssen. Wenigstens sind sie so gnädig, mehr Grün gelten zu lassen.
in Salzburg darf man auch in Fußgängerzonen Radfahren. Natürlich haben Fußgänger Vorrang, und das wissen auch die Radfahrer und nehmen davor auch Rücksicht.
Und kennen Sie Medienberichte wo ständig Unfälle dort berichtet werden?
damit er in seiner freizeit die parkgebührenfreien zonen mit seinen nicht-einpark-künsten beglücken darf.
@ nö landesregierung: wann dürfen die gemeinden den öffentlichen grund benutzenden zweitwohnbesitzenden w.s entsprechende parkgebühren verrechnen?
dass jemand mit zweitwohnsitz von gemeindesteuern ausgenommen oder weniger zahlen muss, als wenn er einen hauptwohnsitz hätte, ist ja das grundübel, weshalb den gemeinden dann das geld fehlt.
die parkgebühren würden niemanden stören, da üblicherweise am land eh jeder seinen privatparkplatz am eigenen grundstück hat, oder manche auch öffentlich rausfahren.
*) Ihr Freund/Lebensabschnittspartner/Pantscherl/schlampertes Verhältnis oder wie man das jetzt nennt, kreist seit 25 min mit'm Hybrid (man ist ja "grün") und findet keinen Parkplatz
*) kochen tut sie (Gott sei Dank) schon lange nicht mehr, die Lebensmittel sind ja soooo schlecht. Stattdessen fährt man ins Veganer-Resti. Nachdem 's das nicht an jeder Ecke gibt - mit'm Hybrid.
*) Töchterchen fährt nicht mit - wartet auf Freund/Lebensabschnittspartner/Pantscherl/schlampertes Verhältnis oder wie man das jetzt nennt. Stattdessen ordert sie Lieferpizza, natürlich vegetarisch (der Lieferant garantiert ohne Hybrid und Parkplatz).
Neulich kam sie dahinter, dass man ihr das Radl gefladert hat - wann, weiß sie nicht, es stand seit 6 Wochen herum.
Es kann ja "ned a jeda" a Nachfahre vom Nestroy sein. Aber "so a grauslicha Kerl" haben's bestimmt auch zu ihm gesagt. So wie andere zum Horvath, Soyfer oder wer halt "die Sache auf den Punkt" gebracht hat". Ein Andersdenkender halt.....
Daß da einer "Äpfel und Birnen" vermischt hat, wollen wir ihm nachsehen - 2x Bezeichnung für den "Pächter" ;-) plus 2x Bezeichnung für das "Pacht-Verhältniß" an sich... :-D
Das "Gschichtl" aber könnt schon wahr sein.
Meine liebe Oma hätt gemeint: "Und wenn's net wahr is, so war's gut erfunden."
Da ja Winter & Weihnachten nicht mehr fern, könnt' man freigewordene Stell-Flächen ja für Maroni-Brater und Punsch-Standeln zur Verfügung stellen.
Es lebe das Back-Hendl!
verar§chst, was willst du uns sonst noch sagen?
Grüne dürfen nicht kreisen?
Grüne dürfen nicht mit dem Auto zum Veganer?
Kinder von Grünen dürfen keine Pizza bestellen?
Grüne müssen mindestens 1x alle 6 Wochen mit allen ihren Rädern fahren?
Erstens hat "No name required" ja nicht gesagt, dass er bei einer Freundin war, er/sie war ja offenbar auch nicht zum Essen eingeladen, zweitens ist es nicht darum gegangen, jemanden zu verarschen, sondern die - nennen wir es mal - Widersprüche aufzuzeigen, in die man sich - für einen Außenstehenden leicht erkennbar - verwickeln kann. Jedenfalls haben auch manche Grüne gar nicht so viel Freude mit den Öffis, vermutlich, weil die auch von nicht grün gesinnten Kebabessern benützt werden.
Danke, wärs anders gelaufen - ich wär echt enttäuscht gewesen.
So ist mein Bild von den engstirnigen, dogmatischen Pseudo-Grünen, für die immer die anderen sich im Verzicht üben sollten, wieder einmal bestätigt. Und dass sich so viele durch diese (übrigens fiktive) Milieuschilderung auf den Schlips getreten fühlen, finde ich ziemlich entlarvend!
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