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Washington - US-Präsident Barack Obama und sein republikanischer Herausforderer Mitt Romney haben bei ihrer ersten TV-Debatte über Steuern und Reformen im Gesundheitssystem gestritten. Thema war die Frage der Besteuerung von Gutverdienern, ebenso wie die Bilanz der umstrittenen "Obamacare"-Reform des Präsidenten. Die Konfrontation der Präsidentenbewerber am Mittwochabend (Ortszeit) in Denver endete nach Ansicht der Analysten eher zugunsten Romneys.
Seine Regierung habe in den vergangenen vier Jahren fünf Millionen neuer Jobs im Privatsektor geschaffen, verteidigte Obama zum Auftakt der Debatte die Bilanz seiner Amtszeit. Auch die Automobilindustrie habe ihre schwere Krise hinter sich. Dies sei aber noch nicht genug. "Wir haben noch viel zu tun", sagte Obama.
Der Präsident attackierte seinen republikanischen Herausforderer, Romney wolle die Abgaben für Gutverdiener senken und das Budget mit insgesamt acht Billionen US-Dollar an Steuersenkungen und zusätzlichen Militärausgaben belasten. Romney verteidigte sich und betonte, er wolle die Steuern senken, aber Freibeträge und andere Absetzposten abschaffen. "Ich plane keine Steuersenkungen, die zum Defizit beitragen", erklärte der Republikaner. Auch wolle er die Steuern für Gutverdiener nicht senken.
Der Präsident hielt dagegen, Romney distanziere sich plötzlich von seinem Vorhaben: "Fünf Wochen vor der Wahl sagt er, seine große mutige Idee sei nun egal." Im Gegensatz zu dem Republikaner trete er für höhere Steuern für Menschen mit einem Einkommen über 200.000 US-Dollar ein.
Zu der Gesundheitsreform Obamas erklärte Romney, das gegen den Widerstand der Republikaner durchgesetzte Programm sei zu teuer und uneffektiv. "Unsere Aufgabe ist: Wir müssen die Kosten für die Familien senken", kündigte Romney vor Millionen von Fernsehzuschauern an. Dies könne die Privatwirtschaft viel besser als der Staat bewirken.
Obama erwiderte, die Reform sei noch längst nicht abgeschlossen. "Wenn Obamacare komplett umgesetzt ist, werden wir die Kosten senken", versprach der Präsident. Die Krankenversicherungsbeiträge würden nun bereits so langsam steigen wie seit 50 Jahren nicht mehr. Die noch nicht einmal voll umgesetzte Reform zeitige bereits Erfolge, verkündete Obama. Romney hatte im Wahlkampf unter Amerikas Konservativen viel Unterstützung für die Ankündigung erhalten, die Reform zu kippen, falls er Präsident werden sollte.
In seiner Abschlusserklärung bezeichnete Romney die bevorstehende Wahl als Schicksalsentscheidung für die Mittelschicht seines Landes bezeichnet. "Ich bin beunruhigt über die Richtung, die Amerika in den vergangenen vier Jahren eingeschlagen hat". Wenn er Präsident sei, werde er dabei helfen, zwölf Millionen neue Jobs im Land zu schaffen, mit höheren Löhnen, versprach Romney.
Obama erinnerte in seinem Schlusswort daran, wie schwer die Wirtschaftskrise zur Zeit seines Amtsantritts vor vier Jahren war. Seine Zuversicht in die amerikanische Zukunft sei allerdings ungeschmälert, wegen der großartigen Menschen im Land. Er habe damals angekündigt, jeden einzelnen Tag für die Menschen in Amerika zu kämpfen. "Ich habe das Versprechen gehalten. Wenn Sie mich wählen, so versichere ich Ihnen, auch in der zweiten Amtszeit so hart zu kämpfen", sagte Obama.
Kommentatoren bemängelten in nachfolgenden Diskussionssendungen und über den Kurznachrichtendienst Twitter, Obama habe bei der Debatte hölzern gewirkt und sei unter Erwartungen geblieben. "Romney war stilistisch besser", urteilte etwa der "Washington Post"-Blogger Ezra Klein. Vonseiten der Republikaner wurde der Sieg bei der Debatte für ihren Kandidaten in Anspruch genommen. Laut einer Umfrage des Senders CNN sahen 67 Prozent der Befragten einen Sieg für Romney, nur 25 Prozent ein stärkeres Abschneiden Obamas.
Launige Töne gab es nur am Anfang der ersten Debatte, als Obama mit der Bemerkung eröffnet, er feiere am Tag der Debatte den 20. Hochzeitstag mit seiner Frau Michelle - allerdings habe sich das Paar die Feier nie so vorgestellt. Romney erwiderte, damit habe Obama der First Lady wohl ein besonderes Geschenk machen wollen.
Das Aufeinandertreffen leitete die heiße Phase im Wahlkampf ein - zwei weitere Fernsehdebatten sind für den 16. und 22. Oktober geplant. Für Romney geht es darum, im Rennen um das Weisse Haus wieder an Boden gut zu machen: Jüngsten Umfragen zufolge hat Obama in dem zuletzt noch knappen Rennen die Nase vorn. (APA, 4.10.2012)
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Im Senat kann sich Präsident Obama nun zwar auf eine etwas breitere demokratische Mehrheit stützen, das Repräsentantenhaus verteidigten die Republikaner allerdings recht deutlich. Enttäuschungen gab es für einige Kandidaten der konservativen Tea Party.
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Wer hat wen gewählt? Welche Macht hat der Präsident? Wie funktioniert das politische System der USA?
Na bumm, im Wirtschaftsteil hat Mr. President aber schön altbacken ausgesehen, da hat ihn Governor Romney einfach überfahren.
Aber wird auch mal Zeit, dass ihn mal jemand konkret mit Inhalt konfrontiert. Die Medien streicheln ihn ansonsten ja nur...
@General Cornwell - welche Medien meinen sie damit genau? Nicht, dass mir der Grundtenor der Berichterstattung gefallen würde, aber Romney als Maverick Outlaw darzustellen, der sich durch mediales Dauerfeuer entgegen kontrollierter, monopolisierter Berichterstattung durchkämpft ist ein Schluss, der nicht zulässig sein kann.
"Romney punktet im ersten tv Duell gegen Obama" und "...,nutzt die letzte Chance zur Abkehr seiner Pläne"
also jemand der seine Position je nach Belieben einfach unwirft, punktet ... bei wen eigentlich?
und warum versucht man immer so krampfhaft einen Sieger einer Diskussion zu bestimmen und es als Duell bezeichnen? ich kann mit dieser Verkürzung der Realität nichts anfangen. leider ist dies symptomatisch für jede mit bekannte Gesellschaft, hier wie da und sonst auch überall. warum muss man alles so verkuerzen, vereinfachen, damit verfälschen und alle immer noch weiter dümmer machen
…Russland als "Amerikas außenpolitischer Feind No.1" zu bezeichnen:
http://abcnews.go.com/blogs/pol... a-no-1-foe
Diese Bonmots hätten die russischen Entscheidungen zur Ablehnung des NATO-Raketenschildes an Russlands Grenzen bestätigt, wie auch "die Korrektkeit der russischen Einschätzung zur Situation".
Die NATO behauptet ja fest und steif, daß diese Anlagen ausschließlich gegen "wildgewordene Dritt-Staaten" (übrigens ein schönes Beispiel für psychologische Projektion!) erichtet werden und nichts mit Russland zu tun hätten - eine Behauptung, die jedes Kleinkind mit einer Landkarte vor sich zum fröhlichen Gackern bringen würde, was selbst der Kasperl nicht derart schnell zuwegebrächte.
Michael Moore to Obama - 'This is what happens when u pick John Kerry as your debate coach'
http://www.washingtontimes.com/blog/wate... hen-u-pic/
denn regieren gegen die mächtigen Lobbys ist unmöglich....
finde ich es immer wieder erstaunlich, wie man jemandem etwas vorwerfen kann etwas nicht erreicht zu haben....aber aktiv an der Verhinderung beteiligt war !
Ich denke, Romney würde tatsächlich mehr erreichen können. Aber nur aus einem Grund:
Er könnte die Hardliner bei den Republikanern einlullen und Reformen umsetzen, die Obama nicht erreichen kann.
Die Demokraten sind eher zu Kompromissen bereit als die Republikaner (viele Republikaner sind durchaus kompromissbereit, nur diese Tea Party Jungs nicht, und die sind öffentlich noch immer sehr mächtig).
Romney würde wohl viel mehr beim Militär einsparen als Obama. Und die Steuern massiv anheben. Nur halt nicht im Sinne einer nominellen Steuerquotenerhöhung, sondern durch massives Streichen von Freibeträgen und anderen Gestaltungsmöglichkeiten. Anders kann das ja nicht funktionieren in den USA.
Angenommen ich wäre auch der Meinung Romney sei der bessere Präsident(was ich nicht bin), darf ich Ihre Annahme trotzdem freudig vom Tisch wischen.
Das amerikanische(aber nicht nur dieses, ein Blick in unsere Heimat genügt) ist nicht so klug ein zweites Mal nicht den gleichen Fehler zu begehen, sonst hätte es kaum eine zweite Amtszeit für George Bush gegeben.
Indem er im stile eines strache oder haider hohle phrasen und undurchdachte vorhaben drischt?
kein wunder dass die politikverdrossenheit so groß ist. wenn so ein blödsinn wirklich noch funktioniert kann man demokratie echt vergessen...
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